Legislaturindikator: Militärdienst für Friedensförderung im Ausland


Auszug aus dem Legislaturziel 17: Die Staatengemeinschaft ist angesichts nationaler und internationaler Herausforderungen in den Bereichen Frieden, Sicherheit, Finanzstabilität, Wirtschaftswachstum, Armutsbekämpfung und Klimawandel stark gefordert. […] Als Verfechterin des humanitären Völkerrechts und neutrale Mediatorin zwischen Konfliktparteien wird sich die Schweiz weiterhin für die Friedenserhaltung sowie für Stabilität in Europa und der Welt einsetzen.

Bedeutung des Indikators: Friedensförderung im internationalen Rahmen ist einer der drei Aufträge der Schweizer Armee und ist als solcher im Militärgesetz verankert. Die Schweizer Armee beteiligt sich seit 1953 weltweit an friedensfördernden Missionen.
Der Indikator zeigt die Anzahl Diensttage, welche Angehörige der Armee jährlich in Einsätzen für die militärische Friedensförderung im Ausland erbringen.

Quantifizierbares Ziel: Die Schweiz engagiert sich weiterhin an militärischer Friedensförderung im Ausland.

Kommentar

Die Anzahl geleisteter Diensttage der Armee im Rahmen von friedensfördernden Missionen hat seit 2001 zugenommen. 2017 wurden 114 078 Einsatztage von der Schweizer Armee geleistet (Vorjahr: 114 318). Durchschnittlich standen täglich 313 Angehörige der Schweizer Armee im militärischen Friedenseinsatz.

Der Hauptteil entfiel mit 75% auf den Einsatz der Schweizer Armee im Kosovo (SWISSCOY). Im Rahmen von UNO-Minenräumprogrammen wurden von Schweizer Experten 3661 Einsatztage geleistet. Die Schweizer Armee beteiligte sich zudem mit 8158 Diensttagen an der Mission EUFOR ALTHEA in Bosnien-Herzegowina sowie an diversen UNO-Missionen, in deren Rahmen Schweizer Militärbeobachter 15 978 Diensttage leisteten.


Tabellen

Methodologie

Der Indikator zeigt die Anzahl Diensttage der Armee, welche für die militärische Friedensförderung im Ausland pro Jahr erbracht werden. Die Schweizer Armee engagiert sich seit 1953 in der neutralen Überwachungskommission für den Waffenstillstand zwischen den beiden Korea, seit 1999 mit der SWISSCOY an der Kosovo-Friedensmission KFOR und seit 2004 an der Mission EUFOR ALTHEA in Bosnien-Herzegowina. Hinzu kommen verschiedene Entsendungen von Militärbeobachtern in diverse UNO-Missionen sowie von Spezialisten in UNO-Minenräumprogrammen.

Die geleisteten Diensttage für die militärische Friedensförderung werden in den Jahres-Einsatzbilanzen vom Führungsstab der Armee publiziert.

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Bundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

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