Übergang in die höhere Berufsbildung

Die höhere Berufsbildung schliesst in der Regel an den Erwerb eines Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ) oder einen gleichwertigen Titel an. Sie ist der Schlüssel zu höheren Funktionen in der Arbeitswelt, sei es im Bereich der Produktion, der Verwaltung, der Führung oder der Ausbildung. Sie ist eine Alternative zu den Tertiärausbildungen der Hochschulen, indem sie stärker auf die Berufspraxis fokussiert.

Hauptergebnisse

  • Mehr als ein Viertel der Personen mit einer beruflichen Grundbildung absolviert eine höhere Berufsbildung.
  • Drei von zehn Schweizer/innen gegenüber zwei von zehn Ausländer/innen mit einer beruflichen Grundbildung verfügen auch über einen Abschluss der höheren Berufsbildung.

Tabellen

Methodologie

Berechnungsmethode

Diese Quote beschreibt den Anteil der erwerbstätigen Personen mit einem Abschluss der höheren Berufsbildung am Total der erwerbstätigen Personen mindestens mit einem Berufsbildungsabschluss auf der Sekundarstufe II. Somit wurden in den Berechnungen also lediglich jene Personen berücksichtigt, die im Rahmen der Sekundarstufe II eine berufliche Ausbildung abgeschlossen haben. Das heisst, dass z.B. Personen, die nach einer klassischen akademischen Laufbahn einen Abschluss der höheren Berufsbildung erlangt haben, keine Berücksichtigung fanden.

Wenn nicht anders vermerkt, werden die 25- bis 64-Jährigen berücksichtigt. Diese Bevölkerungsgruppe hat in der Regel eine erste Ausbildung absolviert und kann eine berufliche Tätigkeit ausüben.

Folgende Ausbildungen sind in der Kategorie « Berufsbildung auf der Sekundarstufe II » zusammengefasst:

  • Anlehre und berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA); Lehre (EFZ);
  •  Zwei- bis dreijährige Ausbildungen der vollzeitlichen Berufsfachschulen (Handelsmittelschulen, Berufsfachschulen);
  •  Berufsmaturität.

Dimensionen

Nationalität
Die Nationalität wird hier durch die Aufenthaltsdauer der Personen in der Schweiz ergänzt. Eingebürgerte Schweizerinnen und Schweizer oder Ausländerinnen und Ausländer werden unterschieden, ob sie:

  • vor dem 16. Lebensjahr in die Schweiz gekommen sind, d.h. sie haben mit einer hohen Wahrscheinlichkeit die obligatorische Schule ganz oder teilweise in der Schweiz absolviert.
  • nach Vollendung des 16. Lebensjahres in die Schweiz gekommen sind, d.h. sie haben mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre gesamte obligatorische Schule im Ausland absolviert.

Diese Kategorisierung ermöglicht es zu beobachten, inwieweit die - auch nur teilweise - Teilnahme am schweizerischen Bildungssystem einen Einfluss auf dem Bildungsverlauf hat.

Wirtschaftsabschnitt
Der Wirtschaftsabschnitt wurde gemäss der „Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA) 2008“ codiert. Aufgrund der geringen Anzahl Erhebungswerte in gewissen Kategorien wurden einige Branchen zusammengefasst. Folgende Kategorien wurden schliesslich unterschieden:

  • Industrie: B. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden; C. Verarbeitendes Gewerbe/ Herstellung von Waren
  • Verkehr; Energie- und Wasserversorgung: D. Energieversorgung; E. Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen
    Bau: F. Baugewerbe
  • Handel und Reparatur: G. Handel; Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen
  • Gastgewerbe: I. Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie
  • Information und Kommunikation; Kunst und Unterhaltung: J. Information und Kommunikation; R. Kunst, Unterhaltung und Erholung
  • Finanzdienstleistungen: K. Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen
  • Grundstücks- und Wohnungswesen; Dienstleistungen: L. Grundstücks- und Wohnungswesen; Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen; S. Erbringung von sonstigen Dienstleistungen
  • Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen: M. Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen
  • Öffentliche Verwaltung und Unterricht: O. Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung; P. Erziehung und Unterricht; U. Exterritoriale Organisationen und Körperschaften
  • Gesundheits- und Sozialwesen: Q. Gesundheits- und Sozialwesen
  • Andere: A. Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; T. Private Haushalte mit Hauspersonal; Herstellung von Waren und Erbringung von Dienstleistungen durch private Haushalte für den Eigenbedarf ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Ausgeübter Beruf (ISCO)
Der ausgeübte Beruf wurde gemäss der internationalem Berufsnomenklature ISCO (International Standard Classification of Occupations) auf der höchsten Aggregationsstufe (Berufshauptgruppe) codiert.

Andere Eigenschaften des Indikators

Validität
Die publizierten Zahlen stellen eine gewichtete Hochrechnung dar. Bei der Interpretation der Ergebnisse muss berücksichtigt werden, dass Resultate, die auf kleinen Fallzahlen beruhen, einem relativ grossen Zufallsfehler unterliegen können.

Ab 2010, im Rahmen von Jahresdurchschnittswerten der Quartalsvariablen, werden Hochrechnungswerte, die auf weniger als 5 Interviews basieren, aus Gründen des Datenschutzes nicht publiziert und durch ein « X » ersetzt. Die Hochrechnungswerte die auf 5 bis 89 Interviews basieren werden in Klammern « ( ) » dargestellt und sind mit grosser Vorsicht zu interpretieren.

Periodizität

Jährlich

Nächste Acktualisierung

2020

Definitionen

Quellen

Sie können die Indikatoren nach einem der folgenden Aufrufe auswählen

Kontakt

Bundesamt für Statisitk Sektion Bildungssystem
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
Tel.
+41 58 483 93 66

Von Montag bis Freitag
09.00-12.00 Uhr und 13.30-16.30 Uhr

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/bildung-wissenschaft/bildungsindikatoren/indicators/uebergang-hbb.html