Regionale Disparitäten: Bildung, Forschung und Innovation

Wissen ist ein Kernfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Regionen. Bildung und Forschung bilden hierzu zentrale Grundlagen. Der Bildungsstand der Bevölkerung ist ein wesentliches Element für eine nachhaltige Gesellschaft. Der Erwerb eines Abschlusses auf der Sekundarstufe II ist eine Mindestanforderung, um Risiken auf dem Arbeitsmarkt (prekäre Erwerbsarbeit und Arbeitslosigkeit) zu minimieren. Jugendliche, die ihre Ausbildung frühzeitig abbrechen – sei es aufgrund schulischen Misserfolgs oder aus Mangel an Motivation – stellen entsprechend eine potentielle Risikogruppe bezüglich einer langfristigen Abhängigkeit von Sozialhilfe dar. 


Weiterführende Informationen

Tabellen

Definitionen

Erwerbspersonen: Als Erwerbspersonen gelten die erwerbstätigen und die erwerbslosen (gemäss ILO) Personen zusammen. Erwerbstätige sind Personen im Alter von mindestens 15 Jahren, die während der Referenzwoche mindestens eine Stunde gegen Entlöhnung gearbeitet haben, oder trotz zeitweiliger Abwesenheit von ihrem Arbeitsplatz (wegen Krankheit, Ferien, Mutterschaftsurlaub, Militärdienst usw.) weiterhin eine Arbeitsstelle als Selbständigerwerbende oder Arbeitnehmende hatten, oder unentgeltlich im Familienbetrieb mitgearbeitet haben. Als Erwerbslose gemäss ILO gelten Personen im Alter von 15–74 Jahren, die in der Referenzwoche nicht erwerbstätig waren und die in den vier vorangegangenen Wochen aktiv eine Arbeit gesucht haben und die für die Aufnahme einer Tätigkeit verfügbar wären.

Grossregionen - Bildung:

  • Genferseeregion: Waadt, Wallis, Genf
  • Espace Mittelland: Bern, Freiburg, Solothurn, Neuenburg, Jura
  • Nordwestschweiz: Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau
  • Zürich: Zürich
  • Ostschweiz: Glarus, Schaffhausen, Appenzell A.Rh., Appenzell I.Rh., St.Gallen, Graubünden, Thurgau
  • Zentralschweiz: Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug
  • Tessin: Tessin  

Stadt/Land Typologie 2012 des BFS:

Die Stadt/Land-Typologie 2012 ist von der Gemeindetypologie 2012 mit 9 Kategorien abgeleitet (s. weiter oben), welche die Gemeinden der Schweiz nach Dichte-, Grösse- und Erreichbarkeitskriterien unterscheidet. Im Gegensatz zur vorhergehenden Stadt/Land-Typologie, die auf der Agglomerationsdefinition aus dem Jahr 2000 beruht, werden nicht zwei, sondern drei Typen unterschieden: Neben einer städtischen und einer ländlichen Kategorie gibt es auch einen Typ «intermediär», der sowohl städtische wie auch ländliche Merkmale aufweist. Dieser Ansatz erlaubt es, die heutigen Gegebenheiten auf angemessene Art und Weise abzubilden.

Die 3 Typen der Stadt/Land Typologie 2012:

1.    Städtisch (urbane Zentren und Agglomerationsgemeinden)

2.    Intermediär (dichter periurbaner Raum und ländliche Zentren)

3.    Ländlich (Periurbane Gemeinden geringer Dichte und ländliche Gemeinden)

Mehr über die räumlichen Typologien des BFS

Arbeitsmarktregionen (Definition des BFS, 2018): Arbeitsmarktregionen sind Gebiete, in denen die Mehrheit der Erwerbstätigen lebt und arbeitet. Die statistische Gliederungsmethode stützt sich auf die Matrix der Pendlerströme zwischen sämtlichen Schweizer Gemeinden. Auf diese Weise wurden insgesamt 101 Arbeitsmarktregionen festgelegt.

 

Kontakt

Bundesamt für Statistik Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
Tel.
+41 58 463 62 91

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/querschnittsthemen/raeumliche-analysen/indikatoren-regionale-disparitaeten/bildung-forschung-innovation.html