Regionale Disparitäten: Bauen, Wohnen und Bodennutzung

Wirtschaftliche und menschlichen Aktivitäten hinterlassen ihre Spuren in der Landschaft. Die Entwicklung grundlegender Funktionen wie Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Erholung findet ihren Niederschlag in der Veränderung der Bodennutzung. Die Ansprüche an die unvermehrbare Ressource «Boden» sind in den letzten Jahren laufend gestiegen. 


Weiterführende Informationen

Tabellen

Definitionen

Siedlungsfläche: Gemäss der Arealstatistik beinhalten sie alle Areale und Anlagen, die dem Wohnen, dem Verkehr, der Produktion (ohne Land- und Forstwirtschaft), dem Handel und den Dienstleistungen, der Ver- und Entsorgung sowie der Erholung dienen. Zu den "Besonderen Siedlungsflächen" werden die Ver- und Entsorgungsanlagen (Energie, Abwasserreinigung, Kehricht usw.), Abbauflächen, Deponien, Baustellen und Siedlungsbrachen gezählt, sowie Gebäude auf solchen Flächen.  

Wohnung: Unter Wohnung ist die Gesamtheit der Räume zu verstehen, die eine bauliche Einheit bilden und einen eigenen Zugang entweder von aussen oder von einem gemeinsamen Bereich innerhalb des Gebäudes (Treppenhaus) haben. Eine Wohnung im Sinne der Statistik verfügt über eine Kocheinrichtung (Küche oder Kochnische). Ein Einfamilienhaus besteht aus einer Wohnung; Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnungen werden als Mehrfamilienhäuser erfasst. Es werden alle Wohnungen gezählt unabhängig davon, ob die Wohnung für Privat- oder Kollektivhaushalte bestimmt ist.  

MS-Regionen (Definition des BFS, 2000): Die Schweiz ist flächendeckend in 106 Einheiten gegliedert. Einzelne MS-Regionen (MS = Mobilité spatiale) sind kantonsübergreifend. Die Regionalisierung in MS-Regionen stammt aus den Achtzigerjahren. Ziel bei der Bildung der MS-Regionen war, landesweit vergleichbare Mikroregionen zu gewinnen. Dabei wurden Gemeinden kleinen, funktionalen und wirtschaftlichen Gemeindegruppen zugeordnet, die auf einem Zentrum-Peripherie-Prinzip basieren.

Gemeindetypologie 2012 des BFS: Die Definition der Gemeindetypologie 2012 folgt einem dreistufigen Entscheidungsbaum. Zunächst werden die Gemeinden der Schweiz einer von drei Kategorien gemäss der Definition «Raum mit städtischem Charakter 2012» (s. weiter oben) zugeordnet. Diese wiederum werden nach 9 und weiter nach 25 Kategorien unterteilt, woraus die zwei Niveaus der Gemeindetypologie hervorgehen. Während die Unterscheidung der 9 Kategorien auf Dichte-, Grösse und Erreichbarkeitskriterien beruht, kommen für die feinere Aufteilung in 25 Kategorien sozioökonomische Kriterien zum Einsatz.

Methodologie

Arealstatistik, Siedlungsfläche: Kleine Flächenwerte sind statistisch nicht gesichert. Sie unterliegen einem grossem Stichprobenfehler. Eine Fläche von 10ha hat einen Stichprobenfehler von +/- 6.2ha, eine Fläche von 100ha einen Stichprobenfehler von +/-20ha. Auf MS-Regionen ist die kleinste Siedlungsfläche 397ha.  

Wohnungen: Vergleiche zwischen den Gebäude- und Wohnungsstrukturen gemäss VZ2000 und GWS2010 erweisen sich als unproblematisch, weil der Einfluss der Berichtigungen im GWR auf die Gesamtergebnisse der GWS2010 verhältnismässig gering ist. In einzelnen Gemeinden können jedoch grössere Abweichungen zwischen der auf dem baulichen Zugang basierten Fortschreibung der Daten aus der VZ2000 und den Ergebnissen der GWS2010 aufgrund der Qualitätsverbesserungen im GWR auftreten.

Kontakt

Bundesamt für Statistik Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
Tel.
+41 58 463 62 91

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/querschnittsthemen/raeumliche-analysen/indikatoren-regionale-disparitaeten/bauen-wohnen-bodennutzung.html