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Polizeiliche Kriminalstatistik

2016 sind die Einbrüche erneut zurückgegangen, gegenüber 2015 um 11%. Dies entspricht durchschnittlich 127 polizeilich registrierten Einbrüchen pro Tag im Jahr 2016. Gegenüber dem Vorjahr haben ebenso die Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch insgesamt (-4,1%), gegen das Ausländergesetz (-0,7%) und gegen das Betäubungsmittelgesetz (-3,3%) abgenommen.

Interkantonale und städtische Vergleiche

Im Jahr 2015 hat das BFS erstmals Häufigkeitszahlen, das heisst die Anzahl gewisser Straftaten auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner, berechnet. Die genannten Häufigkeitszahlen liegen retrospektiv seit 2009 für alle Kantone und Städte mit mehr als 30'000 Einwohnerinnen und Einwohnern vor. Sie geben Aufschluss über die Entwicklung in einzelnen Bereichen der Kriminalität und verbessern die Vergleichbarkeit.

Häusliche Gewalt

Im Jahr 2015 wurden von der Polizei 17 297 Straftaten im häuslichen Bereich registriert. Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2009-2014 bedeutet das eine Zunahme um 10% (+1 548 Straftaten). 50% der häuslichen Gewaltstraftaten in einer bestehenden und 29% in einer ehemaligen Partnerschaft ereignet haben.

Strassenverkehrsdelinquenz

Erwachsene verwendeten 2015 deutlich häufiger ein Mobiltelefon am Steuer als Personen aus höheren Altersgruppen. Obwohl die Fahrzeuglenkenden das Schreiben und Lesen von Nachrichten beim Fahren als schlimmer empfinden als neue Funktionen wie das Diktieren oder Abhören, werden SMS immer noch häufiger am Bildschirm geschrieben und gelesen.

Das Wichtigste in Kürze

Polizeiliche Kriminalstatistik - Kennzahlen 2016
  Straftaten Beschuldigte Geschädigte
    Jugend-
liche
Erwach-
sene
 
Jugend-
liche
Erwach-
sene
Strafgesetzbuch
Gewalt allgemein 42 979 2 421 24 072 3 551 29 224
davon Tötungsdelikte,
vollendet und versucht
 232  7  210  12  219
Häusliche Gewalt 17 685  220 9 352 1 248 8 767
Vermögen 315 589 5 003 31 499 9 183 170 171
Diebstahl (ohne Fahrzeuge) 146 731 2 877 16 486 5 287 106 705

davon Einbruchdiebstahl

36 970  692 2 707  123 27 069

davon Entreissdiebstahl

9 569  282 1 092  263 8 101
Fahrzeugdiebstahl 42 178  423  837 3 070 31 969
Sexuelle Integrität 7 329  580 3 515 1 891 2 382
Betäubunsgsmittelgesetz
Besitz/Sicherstellung 32 942 3 838 19 506 * *
Konsum 38 519 4 927 23 878 * *
Handel 8 442  604 6 590 * *

Ausländergesetz

Rechtswidrige Ein-/Ausreise
und Aufenthalt
28 178  695 17 449 * *
Illegale Erwerbstätigkeit/
Beschäftigung
5 815  24 5 336 * *
Stand der Datenbank: 10.02.2017
Quelle: BFS - Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2016

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS): Die polizeiliche Kriminalstatistik wurde einer Revision unterzogen und gibt seit 2009 Auskunft über Umfang, Struktur und Entwicklung registrierter Straftaten sowie über beschuldigte und geschädigte Personen. Sie umfasst die von den Polizeibehörden registrierten strafbaren Handlungen gegen das Strafgesetzbuch (StGB), gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetmG), gegen das Ausländergesetz (AuG). Die polizeiliche Kriminalstatistik gibt Auskunft über verschiedene thematische Bereiche (z.B. Gewalt, Diebstahl).

Häusliche Gewalt: Für einen Grossteil der Gewaltstraftaten erfassen die Kantonspolizeien im Rahmen der PKS die Beziehung zwischen geschädigter und beschuldigter Person. Straftaten, die sich zwischen Familienmitgliedern oder in einer aktuellen oder ehemaligen Partnerschaft ereignet haben, können mittels dieser Information als häusliche Gewalt identifiziert werden.

Interkantonale und städische Vergleiche: Im Jahr 2015 hat das BFS erstmals Häufigkeitszahlen, das heisst die Anzahl gewisser Straftaten auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner, berechnet. Solche Werte wurden für ausgewählte Gewalt- und Vermögensstraftaten ermittelt, auf welche die meisten Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch entfallen. Die genannten Häufigkeitszahlen liegen retrospektiv seit 2009 für alle Kantone und Städte mit mehr als 30'000 Einwohnerinnen und Einwohnern vor. Sie geben Aufschluss über die Entwicklung in einzelnen Bereichen der Kriminalität und verbessern die Vergleichbarkeit.

Strassenverkenrsdelinquenz: Dieses Querschnittsthema beinhaltet die Ergebnisse der Befragung der Motorfahrzeuglenkenden 2015 (BeMo), diejenigen der vorherigen Befragungen (BeMo 2001-2012) und das archivierte Indikatorensystem der Strassenverkehrsdelinquenz bezüglich der Periode 2000-2014.

Weiterführende Informationen

Historische Daten (vor 2009)

Straftaten gegen das Strafgesetzbuch 1982-2008

Bis zur Revision der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) im Jahr 2009 realisierte das Bundesamt für Polizei eine sogenannt minimale Statistik bestehend aus einer Vollerhebung einer Auswahl von Straftaten. Aufgrund neu berücksichtigter Merkmale in der revidierten PKS und einer vereinheitlichten Erfassungsweise, ist ein Vergleich dieser beiden Statistiken nicht oder nur beschränkt möglich.

Die für die Jahre 1982 bis 2008 verfügbaren Daten sind in der folgenden Tabelle zu finden:

Grundlagen und Erhebungen

In diesem Thema

Straftaten gegen das Strafgesetzbuch, gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Ausländergesetz

Straftaten gegen das Strafgesetzbuch, gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Ausländergesetz

Beschuldigte

Beschuldigte Personen nach Strafgesetzbuch (StGB), Betäubungsmittelgesetz (BetmG) und Ausländergesetz (AuG)

Geschädigte

Geschädigte Personen nach Strafgesetzbuch (StGB)

Gewalt

Unter Gewaltstraftaten werden sämtliche Straftatbestände zusammengefasst, welche die vorsätzliche Anwendung oder Androhung von Gewalt gegen Personen beinhalten. Gewaltanwendung gegen Sachen wird ausgeschlossen.

Häusliche Gewalt

Detaillierte statistische Informationen zu den polizeilich registrierten Straftaten sowie den geschädigten und beschuldigten Personen im häuslichen Bereich.

Straftaten gegen das Vermögen

Strafbare Handlungen gegen das Vermögen machen einen wesentlichen Teil der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch aus. Sachbeschädigung ist eine der häufigsten Straftaten in diesem Bereich, in der Mehrzahl der Fälle in Verbindung mit einem Diebstahl.

Betäubungsmittelsubstanzen

Substanzen bei Konsum und Handel von illegalen Betäubungsmitteln.

Strassenverkehrsdelinquenz

Das Querschnittsthema «Strassenverkenrsdelinquenz» beinhaltet die Ergebnisse der Befragung der Motorfahrzeuglenkenden 2015 (BeMo), diejenigen der vorherigen Befragungen (BeMo 2001-2012) und das archivierte Indikatorensystem der Strassenverkehrsdelinquenz bezüglich der Periode 2000-2014.

Interkantonale und städtische Vergleiche

Anzahl Straftaten auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner (Gewalt- und Vermögensstraftaten)

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Kriminalität und Strafrecht
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/kriminalitaet-strafrecht/polizei.html