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Polizeiliche Kriminalstatistik

Im Jahr 2015 wurden 42 416 Einbruchdiebstähle gezählt, was einem Rekordminus von 19 Prozent zum Vorjahr entspricht.  Die Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch haben um 7,3 Prozent abgenommen. Die Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Ausländergesetz haben um 6,3 bzw. 6,7 Prozent zugenommen.

Interkantonale und städtische Vergleiche

Im Jahr 2015 hat das BFS erstmals Häufigkeitszahlen, das heisst die Anzahl gewisser Straftaten auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner, berechnet. Die genannten Häufigkeitszahlen liegen retrospektiv seit 2009 für alle Kantone und Städte mit mehr als 30'000 Einwohnerinnen und Einwohnern vor. Sie geben Aufschluss über die Entwicklung in einzelnen Bereichen der Kriminalität und verbessern die Vergleichbarkeit.

Häusliche Gewalt

Im Jahr 2015 wurden von der Polizei 17 297 Straftaten im häuslichen Bereich registriert. Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2009-2014 bedeutet das eine Zunahme um 10% (+1 548 Straftaten). 50% der häuslichen Gewaltstraftaten in einer bestehenden und 29% in einer ehemaligen Partnerschaft ereignet haben.

Strassenverkehrsdelinquenz

Erwachsene verwendeten 2015 deutlich häufiger ein Mobiltelefon am Steuer als Personen aus höheren Altersgruppen. Obwohl die Fahrzeuglenkenden das Schreiben und Lesen von Nachrichten beim Fahren als schlimmer empfinden als neue Funktionen wie das Diktieren oder Abhören, werden SMS immer noch häufiger am Bildschirm geschrieben und gelesen.

Das Wichtigste in Kürze

Polizeiliche Kriminalstatistik - Kennzahlen 2015
  Straftaten Beschuldigte Geschädigte
    Jugend-
liche
Erwach-
sene
 
Jugend-
liche
Erwach-
sene
Strafgesetzbuch
Gewalt allgemein 42 266 2 264 23 588 3 406 28 400
davon Tötungsdelikte,
vollendet und versucht
 198  2  194  9  195
Häusliche Gewalt 17 297  254 8 937 1 218 8 425
Vermögen 336 077 5 158 30 824 10 461 184 892
Diebstahl (ohne Fahrzeuge)

161 660

3 019 16 310 6 381 119 414

davon Einbruchdiebstahl

42 416  642 2 813  189 31 387

davon Entreissdiebstahl

10 153  324 1 069  333 8 574
Fahrzeugdiebstahl 44 900  519 1 013 3 231 33 837
Sexuelle Integrität 6 756  599 3 307 1 819 2 181
Betäubunsgsmittelgesetz
Besitz/Sicherstellung 33 539 3 954 21 143 * *
Konsum

37 799

5 076 24 082 * *
Handel

8 234

554 6 438 * *

Ausländergesetz

Rechtswidrige Ein-/Ausreise
und Aufenthalt
29 710  621 17 560 * *
Illegale Erwerbstätigkeit/
Beschäftigung
5 908  14 5 430 * *

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS): Die polizeiliche Kriminalstatistik wurde einer Revision unterzogen und gibt seit 2009 Auskunft über Umfang, Struktur und Entwicklung registrierter Straftaten sowie über beschuldigte und geschädigte Personen. Sie umfasst die von den Polizeibehörden registrierten strafbaren Handlungen gegen das Strafgesetzbuch (StGB), gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetmG), gegen das Ausländergesetz (AuG). Die polizeiliche Kriminalstatistik gibt Auskunft über verschiedene thematische Bereiche (z.B. Gewalt, Diebstahl).

Häusliche Gewalt: Für einen Grossteil der Gewaltstraftaten erfassen die Kantonspolizeien im Rahmen der PKS die Beziehung zwischen geschädigter und beschuldigter Person. Straftaten, die sich zwischen Familienmitgliedern oder in einer aktuellen oder ehemaligen Partnerschaft ereignet haben, können mittels dieser Information als häusliche Gewalt identifiziert werden.

Interkantonale und städische Vergleiche: Im Jahr 2015 hat das BFS erstmals Häufigkeitszahlen, das heisst die Anzahl gewisser Straftaten auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner, berechnet. Solche Werte wurden für ausgewählte Gewalt- und Vermögensstraftaten ermittelt, auf welche die meisten Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch entfallen. Die genannten Häufigkeitszahlen liegen retrospektiv seit 2009 für alle Kantone und Städte mit mehr als 30'000 Einwohnerinnen und Einwohnern vor. Sie geben Aufschluss über die Entwicklung in einzelnen Bereichen der Kriminalität und verbessern die Vergleichbarkeit.

Strassenverkenrsdelinquenz: Dieses Querschnittsthema beinhaltet die Ergebnisse der Befragung der Motorfahrzeuglenkenden 2015 (BeMo), diejenigen der vorherigen Befragungen (BeMo 2001-2012) und das archivierte Indikatorensystem der Strassenverkehrsdelinquenz bezüglich der Periode 2000-2014.

Weiterführende Informationen

Historische Daten (vor 2009)

Straftaten gegen das Strafgesetzbuch 1982-2008

Bis zur Revision der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) im Jahr 2009 realisierte das Bundesamt für Polizei eine sogenannt minimale Statistik bestehend aus einer Vollerhebung einer Auswahl von Straftaten. Aufgrund neu berücksichtigter Merkmale in der revidierten PKS und einer vereinheitlichten Erfassungsweise, ist ein Vergleich dieser beiden Statistiken nicht oder nur beschränkt möglich.

Die für die Jahre 1982 bis 2008 verfügbaren Daten sind in der folgenden Tabelle zu finden:

Grundlagen und Erhebungen

In diesem Thema

Straftaten

Straftaten gegen das Strafgesetzbuch, gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Ausländergesetz

Beschuldigte

Beschuldigte Personen nach Strafgesetzbuch (StGB), Betäubungsmittelgesetz (BetmG) und Ausländergesetz (AuG)

Geschädigte

Geschädigte Personen nach Strafgesetzbuch (StGB)

Gewalt

Unter Gewaltstraftaten werden sämtliche Straftatbestände zusammengefasst, welche die vorsätzliche Anwendung oder Androhung von Gewalt gegen Personen beinhalten. Gewaltanwendung gegen Sachen wird ausgeschlossen.

Häusliche Gewalt

Detaillierte statistische Informationen zu den polizeilich registrierten Straftaten sowie den geschädigten und beschuldigten Personen im häuslichen Bereich.

Vermögen

Strafbare Handlungen gegen das Vermögen machen einen wesentlichen Teil der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch aus. Sachbeschädigung ist eine der häufigsten Straftaten in diesem Bereich, in der Mehrzahl der Fälle in Verbindung mit einem Diebstahl.

Betäubungsmittelsubstanzen

Substanzen bei Konsum und Handel von illegalen Betäubungsmitteln.

Strassenverkehrsdelinquenz

Das Querschnittsthema «Strassenverkenrsdelinquenz» beinhaltet die Ergebnisse der Befragung der Motorfahrzeuglenkenden 2015 (BeMo), diejenigen der vorherigen Befragungen (BeMo 2001-2012) und das archivierte Indikatorensystem der Strassenverkehrsdelinquenz bezüglich der Periode 2000-2014.

Interkantonale und städtische Vergleiche

Anzahl Straftaten auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner (Gewalt- und Vermögensstraftaten)

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Kriminalität und Strafrecht
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/kriminalitaet-strafrecht/polizei.html