Häufigkeitszahlen für Straftaten pro 1000 Einwohner/innen und Entwicklung

Häufigkeitszahlen

In Absprache mit den kantonalen Polizeidirektionen wurden 2015 erstmals Häufigkeitszahlen (Anzahl Straftaten auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner) für Gewalt- und Vermögensstraftaten berechnet, auf welche die Mehrheit der Widerhandlungen gegen das StGB entfällt. Die Häufigkeitszahlen werden für die Schweiz, Kantone, Bezirke und Städte mit mindestens 30 000 Einwohnerinnen und Einwohnern berechnet.

Berechnungsmethode Häufigkeitszahl (HZ)

Die HZ ist die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten, errechnet auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner der ständigen Wohnbevölkerung am Ende des Vorjahres.           

            Registrierte Straftaten x 1000
HZ =   ----------------------------------------           
            Bevölkerungszahl

Bei der Interpretation der Zahlen muss beachtet werden, dass die Polizei nur ihr bekannt gewordene Straftaten bearbeiten kann. Das Anzeigeverhalten hat somit einen Einfluss auf die Anzahl der polizeilich registrierten Straftaten. Unabhängig vom tatsächlichen Kriminalitätsvorkommen wird die polizeiliche Kriminalstatistik von weiteren Faktoren beeinflusst wie zum Beispiel die in bestimmten Bereichen der Kriminalität (sogenannte Kontrollkriminalität) unternommenen Anstrengungen und bereitgestellten Ressourcen oder die kantonseigene Kriminalpolitik.

Des Weiteren ist die geografische Lage (z.B. Nähe zu einer anderen Grossstadt) bei der Interpretation von Häufigkeitszahlen von Bedeutung. Städte sind Knotenpunkte menschlicher Aktivitäten, in welchen sich tagsüber und nachts viele weitere Personen (Pendlerinnen und Pendler, Durchreisende, Besucherinnen und Besucher usw.), welche nicht zur ständigen Bevölkerung einer Stadt zählen, aufhalten. Die Häufigkeit der gesamten Gewaltstraftaten wird aufgrund dessen in manchen Städten möglicherweise zu hoch eingeschätzt, da Straftaten an Personen von der Zahl der Anwesenden abhängig sind.

Die polizeiliche Kriminalstatistik eignet sich deshalb für die Auswertung zeitlicher Entwicklungen und weniger für geografische Vergleiche.

Zeitliche Entwicklung

Die beiden folgenden Grafiken zeigen die zeitliche Entwicklung der Häufigkeitszahlen für eine Auswahl an Straftaten von 2009 bis 2018 für die Schweiz auf.

Interaktive Grafiken

In den untenstehenden interaktiven Grafiken und den darunter verfügbaren Tabellen sind die Häufigkeitszahlen für eine Auswahl an Straftaten für die Kantone und Städte ab 30'000 Einwohnerinnen und Einwohner für die Jahre 2009 bis 2018 ersichtlich.  

Kantons- und Bezirkskarten mit Häufigkeitszahlen

Weiterführende Informationen

Tabellen

Grafiken

Karten

Daten

Publikationen

Medienmitteilungen

Grundlagen und Erhebungen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Kriminalität und Strafrecht
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/kriminalitaet-strafrecht/polizei/haeufigkeitszahlen.html