Medienmitteilung

Statistiken der stationären Spitalbetriebe 2015: Provisorische Daten Jeder Achte lässt sich stationär behandeln

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Kostenwachstum im stationären Spitalbereich 2017 vorerst gebremst

Neuchâtel, 25.11.2016 (BFS) - Eine Million Menschen suchte 2015 für eine stationäre Behandlung eines der 285 Schweizer Spitäler und Geburtshäuser auf. Dies entspricht 12,5 Prozent der Gesamtbevölkerung, ähnlich viel wie in den Vorjahren. Da ein Teil der Patientinnen und Patienten mehrfach Behandlungen in Anspruch nahm, kam es zu rund 1,4 Millionen stationären Spitalaufenthalten. Dies zeigen die provisorischen Ergebnisse zur stationären Gesundheitsversorgung des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Die Anzahl der geleisteten Pflegetage betrug 11,7 Millionen Pflegetage, wobei 68 Prozent auf Akutspitäler, 18 Prozent auf Spezialkliniken der Psychiatrie und 10 Prozent auf Rehabilitationskliniken entfielen. Bei 77 Prozent der Patienten handelte es sich um einen einmaligen Aufenthalt. 15 Prozent wurden im selben Jahr zweimal und gut 8 Prozent dreimal oder häufiger hospitalisiert. 43 Prozent der Spitaleintritte erfolgten notfallmässig.

Jede fünfte Hospitalisierung ausserkantonal

Der Anteil der Patienten und Patientinnen, die sich ausserhalb des eigenen Wohnkantons behandeln liessen, betrug 19 Prozent. Er lag damit 1 Prozentpunkt höher als vor drei Jahren. Dieser Anteil variiert stark nach Kanton zwischen einerseits Bern und Tessin (6%) bzw. Genf (7%) bis hin zu 43 (Schwyz), 50 (Basel-Landschaft) bzw. gar 71 Prozent (Appenzell Innerrhoden).

Fast 100‘000 Hospitalisierungen wegen psychischer und Verhaltensstörungen

Seit 2012 sind Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems der häufigste Grund für einen Spitalaufenthalt. Dazu zählen Arthrose, Gelenk- und Rückenprobleme, die zu 185‘000 Spitalaufenthalten führten. Die mit Abstand häufigsten Einzeldiagnosen sind die Kniearthrose und die Hüftarthrose. Zweithäufigste Ursache waren Verletzungen (179‘000 Fälle), mit der Gehirnerschütterung als häufigste Einzeldiagnose. An dritter Stelle folgten die Erkrankungen des Kreislaufsystems (152‘000), beispielsweise wegen eines akuten Myokardinfarkt (Herzschlag) oder einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche), gefolgt von Krankheiten des Verdauungssystems (121‘000) und Tumoren (117‘000).

98‘000 Hospitalisierungen erfolgten aufgrund von psychischen oder Verhaltensstörungen (einschliesslich Demenzerkrankungen und Schizophrenie). Häufige Hospitalisierungsgründe sind hier affektive Störungen wie Depressionen und Störungen durch Alkohol, etwa Abhängigkeit und akute Intoxikation.

Beschäftigungswachstum in den Spitälern

Im Jahr 2015 waren 201‘165 Personen in Spitälern beschäftigt, was umgerechnet 156‘945 Vollzeitstellen entspricht. Das Beschäftigungsvolumen umgerechnet in Vollzeitstellen hat im Vergleich zu 2014 um 3,0% zugenommen, dies liegt über der durchschnittlichen Zunahme der letzten fünf Jahre (+2,4%). Das Spitalpersonal setzte sich aus Ärztinnen und Ärzten (14%), Pflegepersonal (42%), Spezialistinnen und Spezialisten aus anderen medizinischen Fachbereichen (14%) und administrativem Personal (15%) zusammen. Zu den übrigen 15 Prozent gehörten Personen, die im technischen Dienst und in der Hauswirtschaft beschäftigt waren. Seit 2011 wurden an den Schweizer Spitälern 15‘633 zusätzliche Vollzeitstellen geschaffen, davon 6000 im Pflegebereich und 3800 in der Administration.

Betriebsaufwand 2015 leicht gestiegen

Der Betriebsaufwand der Spitäler ist 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent gestiegen und belief sich auf 28,1 Milliarden Franken. Davon waren 62,9 Prozent Personalaufwand. Seit 1999 hat sich der damalige Betriebsaufwand von 13,5 Milliarden Franken mehr als verdoppelt.


 

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