Tertiärstufe - Höhere Berufsbildung

2019 wurden in der höheren Berufsbildung insgesamt 27 647 Abschlüsse registriert. Die Hälfte davon waren Eidgenössische Fachausweise (14 717 Abschlüsse). Dahinter folgten die Diplome der höheren Fachschulen (9 732 Abschlüsse), die Eidgenössischen Diplome (2 876 Abschlüsse) und die Diplome der nicht auf Bundesebene reglementierten höheren Berufsbildung (322 Abschlüsse).

Abschlüsse der Höheren Berufsbildung: Entwicklung seit 2000
Ausbildungstyp 2000 2005 2010 2015 2019
Total 22 633 27 906 26 789 26 453 27 647
  Männer 14 387 15 985 15 164 15 727 15 746
  Frauen 8 246 11 921 11 625 10 726 11 901
3 249 3 905 7 337 8 451 9 732
  Männer 2 414 2 775 3 774 4 387 4 959
  Frauen  835 1 130 3 563 4 064 4 773
3 316 2 556 3 167 2 707 2 876
  Männer 2 826 2 106 2 505 2 039 1 928
  Frauen  490  450  662  668  948
8 932 12 251 13 137 14 835 14 717
  Männer 5 795 8 229 8 028 9 178 8 772
  Frauen 3 137 4 022 5 109 5 657 5 945
7 136 9 194 3 148  460  322
  Männer 3 352 2 875  857  123  87
  Frauen 3 784 6 319 2 291  337  235
Quelle: BFS – Statistik der Bildungsabschlüsse (SBA)
Stand: Juni 2020

Die höhere Berufsbildung ermöglicht Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung auf Sekundarstufe II, ihre Berufskenntnisse zu vertiefen oder zu erweitern. Sie besteht aus mehreren Bildungswegen: den höheren Fachschulen, der Vorbereitung auf die im Bundesgesetz über die Berufsbildung (BBG) geregelten Berufsprüfungen und höheren Fachprüfungen sowie den nicht eidgenössisch anerkannten höheren Berufsbildungen.

Die Anzahl der erworbenen Abschlüsse in der höheren Berufsbildung hat in den letzten 19 Jahren um rund einen Fünftel zugenommen. Dabei war vor allem 2000-2005 ein deutlicher Anstieg festzustellen, während die folgende Dekade eher durch eine Stagnation gekennzeichnet war. Die Ausbildungstypen präsentieren sich nicht nur von der Entwicklung der Abschlüsse her, sondern auch von der Geschlechterverteilung recht unterschiedlich. Während die Eidg. Diplome auch 2019 immer noch den niedrigsten Frauenanteil aufwiesen (rund 30%), finden wir bei den „Nicht auf Bundesebene reglementierten höheren Berufsbildungen“ prozentual am meisten Frauen vor (rund 70%). Bei den Höheren Fachschulen verdoppelte sich der Frauenanteil zwischen dem Jahr 2000 und 2019, was vor allem auf die HF-Anerkennung der Bildungsgänge im Gesundheitsbereich zurückzuführen ist.

Die einzelnen Ausbildungstypen waren von der Entwicklung der Bildungsabschlüsse in der Höheren Berufsbildung sehr unterschiedlich betroffen. Die Anzahl der verliehenen höheren Fachschuldiplome hat sich in der Periode von 2000-2019 fast verdreifacht, bei den Eidg. Fachausweise konnte im gleichen Zeitraum ein Zuwachs um rund 65% beobachtet werden. Während dem stagnieren die Eidg. Diplome auf einem relativ niedrigen Niveau. Die Anzahl der Diplome von „Nicht auf Bundesebene reglementierten höheren Berufsbildung“ sank im beobachteten Zeitabschnitt um rund 95%. Der massive Rückgang des letztgenannten Ausbildungstyps ist vor allem damit zu erklären, dass ab dem Jahr 2005 viele Studiengänge an Fachschulen im Gesundheitsbereich die eidgenössische Anerkennung zu einer HF-Ausbildung erhielten. Dies erklärt auch zu einem guten Teil die starke Zunahme bei den Höheren Fachschuldiplomen.

Weiterführende Informationen

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Daten

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Grundlagen und Erhebungen

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Höhere Fachschulen

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