Tertiärstufe - Höhere Berufsbildung

Die höhere Berufsbildung ermöglicht Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung auf Sekundarstufe II, ihre Berufskenntnisse zu vertiefen oder auf neue Bereiche zu erweitern. Sie besteht aus mehreren Bildungswegen: den höheren Fachschulen, der Vorbereitung auf die im Bundesgesetz über die Berufsbildung (BBG) geregelten Berufsprüfungen und höheren Fachprüfungen sowie den nicht eidgenössisch anerkannten höheren Berufsbildungen.

Abschlüsse der Höheren Berufsbildung nach Ausbildungstyp und Geschlecht, 2000-2017
Ausbildungstyp 2000 2005 2010 2015 2017
Total 22 633 27 906 26 789 26 455 26 506
  Männer 14 387 15 985 15 164 15 732 15 573
  Frauen 8 246 11 921 11 625 10 723 10 933
3 249 3 905 7 337 8 451 8 754
  Männer 2 414 2 775 3 774 4 387 4 468
  Frauen  835 1 130 3 563 4 064 4 286
3 316 2 556 3 167 2 707 2 954
  Männer 2 826 2 106 2 505 2 039 2 071
  Frauen  490  450  662  668  883
8 932 12 251 13 137 14 835 14 448
  Männer 5 795 8 229 8 028 9 178 8 932
  Frauen 3 137 4 022 5 109 5 657 5 516
7 136 9 194 3 148  462  350
  Männer 3 352 2 875  857  128  102
  Frauen 3 784 6 319 2 291  334  248
Quelle: BFS – Statistik der Bildungsabschlüsse (SBA)
Stand: Juni 2018

Die Anzahl der erworbenen Abschlüsse in der höheren Berufsbildung hat in den letzten 15 Jahren um rund einen Fünftel zugenommen. Dabei war vor allem 2000-2005 ein deutlicher Anstieg festzustellen, während die folgende Dekade eher durch eine Stagnation gekennzeichnet war. Die Ausbildungstypen präsentieren sich nicht nur von der Entwicklung der Abschlüsse her, sondern auch von der Geschlechterverteilung recht unterschiedlich. Während die Eidg. Diplome auch 2017 immer noch den niedrigsten Frauenanteil aufwiesen (30%), finden wir bei den „Nicht auf Bundesebene reglementierten höheren Berufsbildungen“ prozentual am meisten Frauen vor (71%). Bei den Höheren Fachschulen verdoppelte sich der Frauenanteil zwischen dem Jahr 2000 und 2017, was vor allem auf die HF-Anerkennung der Bildungsgänge im Gesundheitsbereich zurückzuführen ist.

Die einzelnen Ausbildungstypen waren von der Entwicklung der Bildungsabschlüsse in der Höheren Berufsbildung sehr unterschiedlich betroffen. Die Anzahl der verliehenen höheren Fachschuldiplome hat sich in der Periode von 2000-2017 mehr als verdoppelt, bei den Eidg. Fachausweise konnte im gleichen Zeitraum ein Zuwachs um rund 60% beobachtet werden. Während dem stagnieren die Eidg. Diplome auf einem relativ niedrigen Niveau. Die Anzahl der Diplome von „Nicht auf Bundesebene reglementierten höheren Berufsbildung“ sank im beobachteten Zeitabschnitt um 95%. Der massive Rückgang des letztgenannten Ausbildungstyps ist vor allem damit zu erklären, dass ab dem Jahr 2005 viele Studiengänge an Fachschulen im Gesundheitsbereich die eidgenössische Anerkennung zu einer HF-Ausbildung erhielten. Dies erklärt auch zu einem guten Teil die starke Zunahme bei den Höheren Fachschuldiplomen.

Weiterführende Informationen

Tabellen

Daten

Grundlagen und Erhebungen

In diesem Thema

Höhere Fachschulen

Höhere Fachschuldiplome nach verschiedenen Dimensionen (Ausbildungsfelder, usw.)

Berufsprüfungen

Eidg. Fachausweise nach verschiedenen Dimensionen (Ausbildungsfelder, usw.)

Höhere Fachprüfungen

Eidg. Diplome nach verschiedenen Dimensionen (Ausbildungsfelder, usw.)

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Bundesamt für Statistik Sektion Bildungsprozesse
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
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Kontakt

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