Bedingungen bei der Ankunft

Nach ihrer Ankunft in der Schweiz stellt sich für Migrantinnen und Migranten die Frage nach der beruflichen Eingliederung. Je nach Ausgangslage sehen sie sich mit unterschiedlichen Hindernissen beim Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt konfrontiert.

Ausbildung und Gleichwertigkeitsbescheinigung

19% der Personen zwischen 15 und 74 Jahren mit einem nachobligatorischen Abschluss haben diesen im Ausland erworben. Lediglich 1% der Personen ohne Migrationshintergrund und 5% der Bevölkerung mit Migrationshintergrund der zweiten Generation haben ihre Ausbildung im Ausland absolviert. Bei der ersten Generation sind es hingegen 68%.

Nur wenige Personen (15%) beantragen eine Anerkennung (Gleichwertigkeitsbescheinigung) ihres ausländischen Abschlusses, 83% stellen keinen Antrag und 2% äussern sich nicht dazu. 13% der Personen mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II und 15% derjenigen mit einem Tertiärabschluss unternehmen diesen Schritt.

Nahezu drei Viertel der Antragstellenden geben an, die Bescheinigung erhalten zu haben. Personen mit einem Tertiärabschluss erhalten sie tendenziell häufiger als Personen mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II. Von den Personen, die keine Gleichwertigkeitsbescheinigung beantragt haben, erachten 72% diese für die Ausübung ihrer Tätigkeit nicht als notwendig und 7% empfinden das Verfahren als zu kompliziert, zu teuer oder zu zeitaufwändig. Die restlichen 21% geben andere Gründe an.

Gleichwertigkeitsbescheinigung, 2017
  %
Antrag gestellt
14.5
Bescheinigung erhalten
68.2
Bescheinigung nicht erhalten
19.2
Entscheid noch hängig
12.6
Kein Antrag gestellt
83.1
Bescheinigung nicht notwendig
71.6
Verfahren zu kompliziert
7.0
Andere Gründe
21.4
Ohne Angabe
2.4
Quelle: BFS - SAKE, Migrationsmodul

Beschäftigung

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund der ersten Generation, die nach eigenen Angaben aus beruflichen Gründen in die Schweiz gekommen ist, hat zu 68% bereits vor der Migration eine Stelle gefunden. 31% dieser Personen sind in die Schweiz gekommen, ohne vorgängig eine Stelle gefunden zu haben.

Sprachkompetenzen

Sprachkompetenzen haben einen grossen Einfluss auf die Arbeitsmarktchancen und die gesellschaftliche Integration der Migrantinnen und Migranten. Das Beherrschen einer Landessprache ist eine wesentliche Voraussetzung und zugleich ein Ergebnis der erfolgreichen Integration.

2014 hatte die Mehrheit (62%) der im Ausland geborenen ständigen Wohnbevölkerung zwischen 15 und 74 Jahren fortgeschrittene oder muttersprachliche Kenntnisse einer der Amtssprachen ihres Wohnkantons.

Weiterführende Informationen

Tabellen

Methodologie

Sprachkompetenzen: Anteil der im Ausland geborenen ständigen Wohnbevölkerung zwischen 15 und 74 Jahren nach mündlichen Sprachkenntnissen in einer der Amtssprachen ihres Wohnkantons:

- Anfängerniveau oder gar keine Kenntnisse;

- mittleres Sprachniveau;

- fortgeschrittene oder muttersprachliche Kenntnisse.

Publikationen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Demografie und Migration
Espace de l'Europe 10

CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/migration-integration/internationale-wanderung/bedingungen-ankunft.html