Mobilität

Bedeutung des Indikators

Für Menschen mit Behinderungen ist es oft nicht einfach, sich fortzubewegen. Dies trifft sowohl bei langen wie auch kurzen Distanzen zu. Die Schwierigkeiten hängen natürlich mit der Behinderung zusammen (querschnittgelähmte oder blinde Personen), sind aber ebenso mit dem baulichen und technologischen Umfeld verbunden (nicht auf Personen im Rollstuhl ausgerichtete Busse, keine akustischen Informationen oder Markierungen am Boden usw.). Das Behindertengleichstellungsgesetz zielt ganz klar auf die Beseitigung dieser «umweltbezogenen Hindernisse» ab, insbesondere im Bereich des öffentlichen Verkehrs.

Selbständig die öffentlichen Verkehrsmittel benützen

Die grosse Mehrheit der Menschen mit Behinderungen (88%) sagt, dass sie die öffentlichen Verkehrsmittel ohne Probleme selbstständig nutzen kann. Dies belegt, dass eine Behinderung nicht notwendigerweise mit einer eingeschränkten Mobilität einhergeht. Dennoch geben 6% von ihnen an, leichte Schwierigkeiten mit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel zu haben, 3% haben damit grosse Schwierigkeiten und 3% können Busse und Züge ohne Hilfe überhaupt nicht benutzen. Dieser Anteil ist bei Personen mit schweren Behinderungen noch höher: Insgesamt nennt eine von drei Personen zumindest leichte Schwierigkeiten, sich mittels öffentlichen Verkehrsmitteln alleine fortzubewegen und eine von zehn kann dies überhaupt nicht. Zum Vergleich: Von den Personen ohne Behinderungen sind weniger als 1% mit solchen Schwierigkeiten infolge gesundheitlicher Probleme konfrontiert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Zugang zum öffentlichen Verkehr nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ein Problem darstellt, sich für Menschen mit Behinderungen jedoch schwieriger gestaltet, besonders bei schweren Behinderungen. Weiter gilt anzumerken, dass Menschen mit Behinderungen für ihre tägliche Fortbewegung verschiedene Transportmittel benutzen (zu Fuss, Velo, öffentliche Verkehrsmittel oder Motorfahrzeuge) und dies zu sehr ähnlichen Anteilen wie Menschen ohne Behinderungen.

Entwicklung

Trotz der Bemühungen der öV-Unternehmen, den Zugang zu ihren Infrastrukturen zu verbessern, haben die Probleme gemäss den Personen mit einer Behinderung zwischen 2007 und 2012 nicht abgenommen. Während 2007 insgesamt 90 Prozent Züge und Busse selbstständig benützen konnten, waren es 2012 88 Prozent.

Weiterführende Informationen

Tabellen

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Grundlagen und Erhebungen

Mehr zu diesem Thema

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Mehr zur Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehr: Siehe Links.

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Bundesamt für Statistik Sektionen Gesundheitsversorgung, Gesundheit der Bevölkerung
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

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