Ausgaben für das Gesundheitswesen

Das Verhältnis von Gesundheitsausgaben und BIP stellt einen Indikator dar, der sich auf Daten zum Gesundheitswesen stützt, die in Verbindung mit der Wohlfahrt stehen. Die Gesundheitsausgaben geben Auskunft über das Volumen (Menge und Preis) der Ressourcen, die landesweit für das Gesundheitswesen aufgewendet werden. Das Volumen korreliert mit der Quantität und der Qualität der Leistungen, vermittelt über die Intensität des Angebots der Leistungserbringer und technischen Fortschritt. Wenn auch die Beziehung zwischen dem Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum BIP einerseits und dem Gesundheitszustand der Bevölkerung andererseits in einer Anfangsphase positiv sein mag, könnte ein erhöhtes Verhältnis auch das Indiz dafür sein, dass ein System nicht genug effizient und zu teuer ist.
Das Verhältnis von Gesundheitsausgaben und BIP erlaubt es, die Kostenbelastung für das Gesundheitswesen in Beziehung zur ökonomischen Leistungsfähigkeit eines Landes auszudrücken. Regelmässig wird dieses Verhältnis als Referenzwert für internationale Vergleiche verwendet. Komplementär dazu misst das Verhältnis von Gesundheitsausgaben zur Bevölkerungszahl die Kostenbelastung für die einzelnen Individuen. Dieser Indikator erleichtert auch die Betrachtung der Anteile der einzelnen Leistungskategorien wie auch der diversen Finanzierungsregimes.

Tabellen

Methodologie

Die Statistik der Kosten und der Finanzierung des Gesundheitswesens des BFS stellt eine Synthese dar aus sämtlichem verfügbaren Zahlenmaterial zur Schätzung der Geldströme, welche mit der Produktion und dem Konsum vom Gütern und Dienstleistungen des schweizerischen Gesundheitswesens während eines Jahres verbunden sind. Das BFS veröffentlicht die definitiven Zahlen jährlich mit einer rund zweijährigen Verzögerung, da erst dann Quellen wie Betriebsrechnungen oder die Finanzstatistik zur Verfügung stehen.
2017 wurde die Statistik revidiert mit einer Neuberechnung für die Jahre 2010 bis 2014. Die Daten der Jahre vor 2009 wurden auf Basis bisheriger Wachstumsraten retropoliert, sodass eine Vergleichbarkeit mit der Vergangenheit gewährleistet ist.
Beim Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum BIP werden Taggelder nicht berücksichtigt.

Definitionen

Definition des Indikators
Gesundheitsausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt (BIP). Monatliche Gesundheitsausgaben pro Einwohner/in (mittlere Wohnbevölkerung) in Franken (zu laufenden Preisen). Für die Berechnung der monatlichen Ausgaben werden die jährlichen Ausgaben durch 12 Monate geteilt.

Kontakt

Bundesamt für Statistik Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/querschnittsthemen/wohlfahrtsmessung/auswirkungen-bestaende/investitionen/gesundheitsausgaben.html