Sekundarstufe II: Lehrstellenquote

Durch die freiwillige Bereitstellung von Lehrstellen für junge Menschen stellen die Unternehmen sicher, dass für sich und ihre Branche ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. In dieser Hinsicht stellen die Lehrstellenquote (Anteil der Lehrstellen am Total der Beschäftigten) die Investitionen dar, die die Unternehmen in die duale Berufsbildung investieren, um den Fortbestand des Berufsbildungssystems sicherzustellen.

Hauptergebnisse

  • 4,7% der Beschäftigten in der Schweiz sind Lernende.
  • Der Anteil Lernende an Beschäftigten variiert in den Kantonen zwischen 1,7 % (Kanton Genf) und 7,8 %(Kanton Uri).
  • 5,8% der Arbeitsplätze im sekundären Sektor sind Lehrstellen.

Tabellen

Methodologie

Berechnungsmethode

Die Lehrstellenquote zeigt den Anteil der Lernenden am Total der Beschäftigten in Unternehmen in standardisierten Vollzeitäquivalenten (VZÄ).

Als Unternehmen wird eine rechtliche Einheit verstanden, die aus einer oder mehreren örtlichen Einheiten (Arbeitsstätten) zusammensetzen kann. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Filialen und Zweigstellen existieren.

Im Indikator werden die Charakteristika der Arbeitsstätte bei den Dimensionen Kanton und Wirtschaftsabschnitt berücksichtigt, da diese zwischen den Arbeitsstätten eines Unternehmens variieren können.

Definitionen

Dimensionen

Kanton
Die kantonalen Daten basieren auf die Charakteristika der Arbeitsstätte. Das Kriterium für den kantonalen Vergleich ist daher der Kanton, in dem sich die Arbeitsstätte befindet.

Wirtschaftsabschnitt
Die Wirtschaftsabschnitte entsprechen der höchsten Aggregationsebene der Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA). Diese Nomenklatur erlaubt es, die Unternehmen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit zu klassieren und in eine übersichtliche und einheitliche Gruppierung zu bringen. Die Daten für die Wirtschaftsabschnitte basieren auf die Charakteristika der Arbeitsstätte.

Unternehmensgrösse
Die Unternehmen werden auf der Basis der Beschäftigten (in Vollzeitäquivalenten) klassiert. Berücksichtigt werden auch Lernende, die noch nicht AHV-pflichtig sind.

Andere Eigenschaften des Indikators

Die Daten in diesem Indikator kombinieren Informationen aus der Statistik der beruflichen Grundbildung (SBG) und der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT). Die Verknüpfung der beiden Statistiken erfolgt über die Betriebs- und Unternehmensregisternummer, die in beiden Statistiken geführt wird. Die Verknüpfung konnte für 2012 für fast sämtliche Lehrverträge (98%) vorgenommen werden.

Die Anzahl der Beschäftigten in diesem Indikator berücksichtigt auch die Lernenden, die nicht AHV-pflichtig sind (jünger als 18 Jahre). Entsprechend ist sie leicht höher als die Anzahl der Beschäftigten nach STATENT.

Aus methodischen Gründen und weil die Daten der STATENT erst seit 2011 vorliegen, können keine Vergleiche mit Zahlen vor 2012 (basierend auf der Betriebszählung) durchgeführt werden.

Dieser Indikator sollte nicht als Indikator für das Angebot an Lehrstellen betrachtet werden. Nicht berücksichtigt werden Lehrstellen, die nicht besetzt sind.

Periodizität

Jährlich

Nächste Aktualisierung

Januar 2020

Links

Quellen

Sie können die Indikatoren nach einem der folgenden Aufrufe auswählen

Kontakt

Bundesamt für Statisitk Sektion Bildungssystem
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
Tel.
+41 58 483 93 66

Von Montag bis Freitag
09.00-12.00 Uhr und 13.30-16.30 Uhr

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/bildung-wissenschaft/bildungsindikatoren/themen/ressourcen-betreuung/lehrstellen.html