Kulturschaffende

Definition der Kulturschaffenden

Gemäss Eurostat sind drei Fallkombinationen möglich zwischen Berufen und Sektoren, um die Kulturschaffenden im weiteren Sinne zu erfassen:

1. Personen mit einem Kulturberuf im Kultursektor (Bsp.: Musiker in einem Orchester)

2. Personen mit einem Kulturberuf aber ausserhalb des kulturellen Sektors (Bsp.: Photographin in einem Chemieunternehmen)

3. Personen ohne Kulturberuf im Kultursektor (Bsp.: Buchhalter in einem Theater)

Die Kulturschaffenden im weiteren Sinne umfassen diese drei Fallkombinationen.

Die Selbständigerwerbenden sind in allen Ergebnissen enthalten (ausser in denen zum Lohneinkommen).

Anzahl Kulturschaffende

Im Jahr 2022 gab es in der Schweiz rund 268 000 Erwerbspersonen, die hauptberuflich «Kulturschaffende» im breiteren Sinne sind (inkl. Selbständigerwerbende). Dies entsprach 5,4% der Erwerbspersonen in der Schweiz. Über ein Drittel (rund 36%) der Kulturschaffenden sind ausserhalb des Kultursektors tätig.

Anzahl und Anteil Kulturschaffende nach Beruf und Sektor 2022

 

Beruf

Sektor

Total

kulturell

nicht-kulturell 

 

kulturell

78 700
(29,4%)

96 300
(35,9%)

175 000

nicht-kulturell            

92 900
(34,7%)

92 900

Total

171 600

96 300

268 000
(100%)

Quelle: BFS - Statistik der Kulturwirtschaft; SAKE

Kulturschaffende und Zweitberuf

In diesem Abschnitt wird das Thema Kulturschaffende und Zweitberuf ausgeleuchtet. Es ergeben sich dabei zwei Perspektiven, die sich zum Teil überlappen:

  • Die Kulturschaffenden im Zweitberuf
  • Der Zweitberuf der Kulturschaffenden

Was die Kulturschaffenden im Zweitberuf anbelangt ist festzustellen, dass 2022 rund 43 000 Erwerbstätige Kulturschaffende im Zweitberuf waren. Dies entspricht 12,0% aller Erwerbstätigen in der Schweiz mit einem Zweitberuf (354 600). Im Vergleich zu den Kulturschaffenden im Erstberuf (50,2% Frauen) sind bei den Kulturschaffenden im Zweitberuf die Frauen deutlich übervertreten (57,8%).

Fast ein Drittel der Kulturschaffenden im Zweitberuf hatte einen kulturellen Beruf im Kultursektor (31,1%), rund die Hälfte einen kulturellen Beruf ausserhalb des Kultursektors (48,9%) und ein Fünftel einen nicht-kulturellen Beruf im Kultursektor (20,0%).

Rund ein Drittel der Kulturschaffenden im Zweitberuf hatten einen kulturellen Beruf im Kultursektor (30,4%), fast die Hälfte einen kulturellen Beruf ausserhalb des Kultursektors (46,6%) und rund ein Viertel einen nicht-kulturellen Beruf im Kultursektor (22,9%).
Kulturschaffende im Zweitberuf, 2022 Erwerbstätige

Anteile

Total 43 000 100,0%

Kulturelle Berufe im Kultursektor

13 200

31,1%
Kulturelle Berufe ausserhalb des Kultursektors 20 900 48,9%
Nicht-kulturelle Berufe im Kultursektor 8 500 20,0%
Quelle: BFS - Statistik der Kulturwirtschaft; SAKE

Umgekehrt kann der Zweitberuf der Kulturschaffenden im Erstberuf untersucht werden, inklusive wenn ihr Zweitberuf die Kultur überhaupt nicht berührt.

Die meisten erwerbstätigen Kulturschaffenden hatten 2022 nur eine einzige berufliche Tätigkeit (85,8%); die Mehrfachbeschäftigung ist unter den Kulturschaffenden mit 14,2% aber deutlich höher als in der Gesamtwirtschaft (7,7%). Bei knapp der Hälfte der Kulturschaffenden im Erstberuf mit einem Zweitberuf (45,6%) berührt letzterer die Kultur nicht.

Zweitberuf der Kulturschaffenden, 2022 Erwerbstätige

Anteile

Kulturschaffende im Erstberuf (Total) 259 000 100,0%

Zweitberuf, der die Kultur berührt

19 900

7,7%
Zweitberuf, der nicht die Kultur berührt 16 800 6,5%
Kein Zweitberuf 221 900 85,8%
Quelle: BFS - Statistik der Kulturwirtschaft; SAKE

Schliesslich können zu den Kulturschaffenden im Erstberuf (rund 259 000) jene Erwerbstätigen dazugezählt werden, die im Erstberuf zwar nicht Kulturschaffende sind, jedoch einen Zweitberuf haben, der die Kultur berührt (22 700). Dies ergibt das Total Erwerbstätige, die im Jahr 2022 Kulturschaffende im Erst- und/oder im Zweiberuf waren: rund 282 000. Diese Zahl entspricht 6,0% aller Erwerbstätigen in der Schweiz.

Kulturschaffende im Erst- und/oder Zweitberuf, 2022

Erwerbstätige

Kulturschaffende im Erstberuf

259 000

Personen, die im Erstberuf nicht Kulturschaffende sind, deren Zweitberuf jedoch die Kultur berührt

22 700

Total Personen, die im Erst- und/oder im Zweitberuf Kulturschaffende sind

282 000
Source: OFS - Statistique de l’économie culturelle; ESPA

Entwicklung der Anzahl Kulturschaffende

Von 2010 bis 2019 hat die Anzahl Kulturschaffende im Erstberuf in der Schweiz meist stetig zugenommen. Der Verlauf ihres Anteils an den gesamten Erwerbspersonen in der Schweiz - die ebenfalls zugenommen haben - zeigt jedoch ein weitaus konstanteres Bild (vgl. Grafik unten).

Zwischen 2019 und 2020, dem Beginn der Corona-Pandemie, haben sowohl die Anzahl wie auch - wenn auch etwas schwächer - der Anteil Kulturschaffende abgenommen.

In den Jahren 2021-2022 hat die hier verwendete Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE) einen Methodenwechsel bei der Erhebung vorgenommen, von einer telefonischen Befragung zu einem Online-Fragebogen. Aus diesem Grunde gibt es einen Methodenbruch: Die Zahlen von 2021 und 2022 sind weder untereinander noch mit denen der Vorjahre vergleichbar. Mit dem Jahr 2022 beginnt eine neue Serie, die in sich vergleichbar sein wird.

Profil der Kulturschaffenden

Die Kulturschaffenden sind eine gut ausgebildete Kategorie von Erwerbspersonen: 2022 hatte die Mehrheit (60,9%) einen tertiären Abschluss, gegenüber 42,5% bei allen Erwerbspersonen.

50,2% der Kulturschaffenden waren im Jahr 2022 Frauen. Für Ergebnisse nach Geschlecht, vgl. die Unterseite Kulturschaffende nach Geschlecht.

Mit 21,3% waren im Jahr 2022 Erwerbspersonen mit ausländischem Pass unter den Kulturschaffenden klar in der Minderheit, während 36,1% unter ihnen einen Migrationshintergrund haben. Für detaillierte Ergebnisse nach Staatsangehörigkeit und Migrationsstatus, vgl. die neue Unterseite Kulturschaffende nach Migrationshintergrund.

Arbeitsbedingungen

Die grosse Mehrheit der Arbeitnehmenden (inkl. Lehrlinge) unter den Kulturschaffenden hatte 2022 einen unbefristeten Vertrag (85,2%) – etwas weniger als in der Gesamtwirtschaft (91,4%).

2022 waren 27,0% der erwerbstätigen Kulturschaffenden selbständig, das ist doppelt so viel als in der Gesamtwirtschaft (13,8%).

2022 waren 53,7% der Kulturschaffenden seit über 5 Jahren in ihrem Betrieb – etwas mehr als in der Gesamtwirtschaft (52,0% im neuesten verfügbaren Jahr, 2020).

Die gemäss ILO berechnete Erwerbslosenquote betrug 2022 unter den Kulturschaffenden 3,4%. Dieser Wert ist tiefer als im gesamten Arbeitsmarkt (4,3%). Er variierte jedoch seit 2010 in der Kultur stärker.

Unter den Arbeitnehmenden in der Kulturwirtschaft waren 2022 27,1% Mitglied der Direktion ihres Betriebs oder hatten eine Kaderfunktion inne, gegenüber 32,5% in der Gesamtwirtschaft.

Auch hier gibt es zum Teil markante Unterschiede nach Geschlecht und nach Migrationsstatus, vgl. die Unterseiten Kulturschaffende nach Geschlecht und Kulturschaffende nach Migrationshintergrund.

Subjektive Einschätzung der Kulturschaffenden

Die Erhebung über die Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) misst unter anderem die subjektive Einschätzung der Lebensqualität durch die Bevölkerung. Im Jahr 2019 unterschied sich die Zufriedenheit mit Aspekten wie dem jetzigen Leben, dem Zusammenleben und den persönlichen Beziehungen, aber auch mit den Arbeitsbedingungen und dem Arbeitsklima praktisch nicht zwischen Kulturschaffenden und der Gesamtbevölkerung.

Es gab jedoch seltene Unterschiede. Die Zufriedenheit mit der eigenen finanziellen Situation war 2019 bei den Kulturschaffenden etwas weniger oft sehr hoch (21,5%) als bei der Gesamtbevölkerung (27,9%) und auch öfter "mittelmässig" (33,4% gegen 26,8%). Was die Wohnsituation betrifft, war der Anteil Personen, deren Zufriedenheit «sehr hoch» ist, 2019 bei den Kulturschaffenden wieder - wie übrigens schon 2018 - deutlich tiefer (42,5%) als bei der Gesamtbevölkerung (52,0%). Immer noch im Jahr 2019 und zum Thema Freizeit, war der Anteil der Hochzufriedenen unter den Kulturschaffenden gegenüber der Gesamtbevölkerung auch hier wieder deutlich tiefer, sowohl bezüglich der ausgeübten Freizeitaktivitäten (30,4% gegen 38,0%) als auch ausgeprägt was die vorhandene Freizeit anbelangt (16,9% gegen 31,0%). Bezüglich des eigenen Gesundheitszustandes war 2019 bei den Kulturschaffenden die Zufriedenheit hingegen öfter sehr hoch (53,0%) als bei der Gesamtbevölkerung (42,3%).

Auch im Jahr 2020 misst man nur selten statistisch signifikante Unterschiede zwischen den Kulturschaffenden und der Gesamtbevölkerung. Eine grössere Differenz gibt es jedoch, und zwar wieder bei der Freizeit. Der Anteil der Personen, die sehr zufrieden sind mit ihren Freizeitaktivitäten, ist unter den Kulturschaffenden von 30,4% (2019) auf 59,5% (2020) hochgeschnellt, und bei der vorhandenen Freizeit geht der Sprung bei den Hochzufriedenen von 16,9% (2019) auf 41,2% (2020). Diese Ergebnisse bestätigen gewissermassen, dass kulturelle Berufe gewöhnlich nur schwer mit der eigenen freien Zeit  vereinbar sind.

Im Jahr 2021 sind die beiden einzigen nennenswerten Veränderungen ein – logischerweise – Rückgang der Zufriedenheit der Kulturschaffenden mit ihrer Freizeit sowie ein Anstieg ihrer Zufriedenheit mit der Aufteilung der Hausarbeit.

Lohneinkommen

Wichtige Vorbemerkung: Das Lohneinkommen basiert auf der Lohnstrukturerhebung (LSE), welche nur Betriebe ab 3 Beschäftigte erfasst, ohne kleinere Betriebe oder Selbständigerwerbende. Zudem sind die Löhne zu Vergleichszwecken auf 100% standardisiert.

Der standardisierte monatliche Medianbruttolohn (in Betrieben ab 3 Personen und wie erwähnt ohne Selbständige) betrug im neuesten verfügbaren Jahr (2020) in der Gesamtwirtschaft im Median 6665 Franken. Die Kulturschaffenden verdienten 6945 Franken.

Der Medianbruttolohn ist am höchsten wenn man nur die Kulturberufe im Kultursektor berücksichtigt (7154 Franken) oder aber jene Personen, die ausserhalb des Kultursektors einen Kulturberuf ausüben (7262 Franken).

Es gibt regionale Differenzen: In der Grossregion Zürich verdienen die im Kultursektor tätigen Kulturschaffenden (wie in der Gesamtwirtschaft) etwas besser: rund 550 Franken mehr als der CH-Median des Kultursektors. Im Espace Mittelland und im Tessin sind es hingegen rund 550 Franken bzw. 1420 Franken weniger als dieser Richtwert.

Es gibt auch Unterschiede im Lohneinkommen zwischen männlichen und weiblichen Kulturschaffenden (vgl. Unterseite "nach Geschlecht").

Haushaltseinkommen

Für die finanzielle Situation einer Person ist nicht nur das eigene Lohneinkommen wichtig, sondern ihr gesamtes Haushaltseinkommen. Dieses kann dank der Erhebung über die Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) umfassend beschrieben werden.

Gemäss der Erhebung 2019 war der Median des im Vorjahr, also im Jahr 2018, verfügbaren jährlichen Äquivalenzeinkommens mit rund 54 840 Franken in Haushalten mit mindestens einem oder einer Kulturschaffenden etwas höher als in allen Erwerbshaushalten (51 980 Franken). Bei den Kulturschaffenden verzeichnet man einen höheren Anteil kinderloser Haushalte sowie mehr tertiäre Ausbildungen – Haushaltstypen also, die tendenziell mehr Einkommen haben.

Gemäss der Erhebung 2020 war der Median des im Jahr 2019 verfügbaren jährlichen Äquivalenzeinkommens in Haushalten mit mindestens einem oder einer Kulturschaffenden mit rund 54 186 Franken nur wenig tiefer als im Vorjahr.

Die Erhebung 2021 zeigt, dass mit 56 044 Franken der Median des jährlichen Äquivalenzeinkommens der Haushalte mit Kulturschaffenden im Jahr 2020 nicht signifikant von jenem des Vorjahres abwich.

 

Rückblick: Kulturschaffende und Corona-Pandemie, 2019–2020

Am 31. Mai 2021 wurde in der Folge der Covid-19-Pandemie die Statistik der Kulturwirtschaft für den Aspekt der Kulturschaffenden mit den neuesten Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) und der Erhebung über die Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) aktualisiert.

Ab dem Jahr 2021 ist bei den hier verwendeten Daten der SAKE der Vergleich mit den Vorjahren wegen eines Methodenwechsels in dieser Erhebung nicht mehr möglich.

Abnahme der Anzahl Kulturschaffende

2020 wurden im Vergleich zu 2019 -4,7% Erwerbspersonen in der Schweiz zu den Kulturschaffenden gezählt. Dies ist der stärkste Rückgang seit 2010, noch stärker als 2016-2017. Bis 2019 war diese Zahl im Schnitt um 1,3% pro Jahr gewachsen.

Für die erwerbstätigen Kulturschaffenden (also ohne Erwerbslose gemäss ILO) betrug die Abnahme sogar -5,2%, weit höher als bei der gesamten erwerbstätigen Wohnbevölkerung (-0,2%).

Bei den Erwerbstätigen ohne kulturellen Beruf im Kultursektor (z.B. Buchhalter in einem Theater) und bei kulturellen Berufen ausserhalb des Kultursektors (z.B. Grafikerin in einer Bank) war die Abnahme deutlich ausgeprägter mit -6,0% bzw. -7, 8%.

Kulturschaffende 2019 2020 Entwicklung

Erwerbspersonen

312 182

297 640

-4,7%

Erwerbstätige

302 195

286 351

-5,2%

Kulturberufe im Kultursektor

97 061

95 346

-1,8%

Nicht-kulturelle Berufe im Kultursektor

108 638

102 080

-6,0%

Kulturberufe ausserhalb des Kultursektors

96 495

88 925

-7,8%

Quelle: BFS - Statistik der Kulturwirtschaft; SAKE

Mehr erwerbslose Kulturschaffende

Der Anteil der erwerbslosen Kulturschaffenden nach ILO-Definition stieg um 0,6 Prozentpunkte (von 3,2% im Jahr 2019 auf 3,8% im Jahr 2020) und damit stärker als in der gesamten Erwerbsbevölkerung (+0,4 Prozentpunkte; von 4,4% auf 4,8%). Diese Zunahme war bei den kulturellen Berufen ausserhalb des Kultursektors am ausgeprägtesten (+1,0 Prozentpunkte).

Gewisse Gruppen stärker betroffen

Bei den Frauen nahm die Zahl der Kulturschaffenden 2019–2020 eher ab als bei den Männern (-4,8% im Vergleich zu -4,5%) und bei den Schweizer Kulturschaffenden stärker als bei den ausländischen (-4,9% im Vergleich zu -3,7%).

Kulturschaffende mit Vollzeitpensen (-3,1%) waren etwas weniger betroffen als solche mit Teilzeitpensen (-6,3% bei einer 50–89%-Anstellung und -8,5% bei einer weniger als 50%-Anstellung). Kulturschaffende mit einer Betriebszugehörigkeit von 1 Jahr oder weniger (-15,2%) waren stärker von dieser Abnahme betroffen als solche mit einer längeren Betriebszugehörigkeit (-3,4%).

Einen sehr starken Rückgang verzeichneten Selbständigerwerbende mit einem kulturellen Beruf ausserhalb des Kultursektors (-17,2%).

Regionale Unterschiede

Im urbanen Raum ging die Zahl der Erwerbspersonen unter den Kulturschaffenden um -4,4% zurück, in den ländlichen Gemeinden fast dreimal mehr (-12,4%).

Gewisse Grossregionen wie das Tessin, die Ostschweiz oder die Zentralschweiz waren stärker betroffen als die Nordwestschweiz (+0,3%) oder als Zürich (+3,6%), jener Grossregion, in der die Zahl der Kulturschaffenden in den Jahren 2010–2019 bei Weitem am stärksten angestiegen war (+20,9%).

Kulturschaffende
(Erbwerbspersonen)
2019 2020 Entwicklung

Genferseeregion

60 361

56 602

-6,2%

Espace Mittelland

56 343

52 811

-6,3%

Nordwestschweiz

41 004

41 143

+0,3%

Zürich

74 553

77 252

+3,6%

Ostschweiz

35 983

31 339

-12,9%

Zentralschweiz

30 677

26 690

-13,0%

Tessin

13 262

11 803

-11,0%

Quelle: BFS - Statistik der Kulturwirtschaft; SAKE

Pessimistischere subjektive Einschätzung der Kulturschaffenden während des Lockdowns

Die im Frühling 2020 vom BFS durchgeführte Erhebung zu den Lebensbedingungen in der Schweiz (SILC) erlaubt es, ein Bild der subjektiven Einschätzung der Kulturschaffenden vor und während der ersten Corona-Welle zu zeichnen.

Der Anteil der Kulturschaffenden, die finanziell schwierig über die Runden kamen, ist in der Befragung von 5,9% (vor dem Lockdown) auf 12,1% (während des Lockdowns) gestiegen – in der gesamten Erwerbsbevölkerung stieg der Wert von 10,0% auf 11,3%. Der Anteil der Personen, die ihre Arbeitsplatzsicherheit sehr hoch einschätzten, ist bei den Kulturschaffenden stärker gesunken als bei der gesamten Erwerbsbevölkerung, und zwar von 57,1% (vor dem Lockdown) auf 43,9% (während des Lockdowns).

Wichtige Bemerkung: Diese zur Covid-Pandemie aufbereiteten experimentellen Ergebnisse der SILC-Erhebung sind Schätzungen. Nicht zuletzt wegen der beschränkten Stichprobengrösse sind sie mit der nötigen Vorsicht zu interpretieren. Insbesondere lässt sich aus den präsentierten Resultaten kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den diskutierten Anteilen vor und während des Lockdowns ableiten.

Tabelle mit den Daten zur subjektiven Einschätzung Zur :

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