Opferhilfe

Neues im Thema


Im Fokus

Beratungen und Leistungen

2017 erfassten die Opferhilfezentren 38 794 Beratungsfälle. 92% waren Berechtigte gemäss OHG und 8% gemäss AFZFG.

Entschädigungen und Genugtuungen

2017 sind 1,1 Mio. Franken an Entschädigungen und 3,8 Mio. Franken an Genugtuungen an anerkannte Opfer ausbezahlt worden.


Das Wichtigste in Kürze

Opfer von Straftaten, die sich für Hilfe an Beratungsstellen wenden oder Leistungen von kantonalen Entschädigungsstellen erhalten. Opferhilfe umfasst Beratungen und Soforthilfe sowie längerfristige Hilfe von Beratungsstellen. Kantonale Entschädigungsstellen können finanzielle Entschädigung und/oder Genugtuung gewähren.

NEU per 1. Januar 2017
Erfasst werden alle Personen, die als Opfer oder Angehörige Kontakt mit einer Opferhilfeberatungsstelle aufgenommen haben und die Berechtigte gemäss dem Opferhilfegesetz (OHG) oder dem Gesetz über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 (AFZFG) sind.

Kennzahlen zu den Beratungsfällen von Opfern, die sich für Hilfe an eine Opferberatungsstelle wenden

Opferhilfeberatungen
  2016 20171
Beratungen 35 189 38 794
Beratungsfälle in %
Status der Opfer
Opfer nach OHG 94.2 88.4
Opfer nach AFZFG 8.3
Unbekannt 5.8 3.3
Geschlecht des Opfers
Weiblich 72.5 70.0
Alter (zum Zeitpunkt der Beratung)
Unter 10 Jahren 8.3 7.9
10-17 Jahre 11.2 9.4
18-29 Jahre 21.9 20.0
30-64 Jahre 48.9 46.1
Über 64 Jahre 5.3 8.6
Tatverdächtige Person
Männliche Täter 79.5 75.3
Familiäre Beziehung 47.2 45.1
Erlittene Straftaten2
Körperverletzungen 49.3 48.4
Drohung, Nötigung 32.4 30.8
Sexuelle Integrität Kinder 12.1 11.6
Vergewaltigung, sexuelle Nötigung 11.1 11.0
Strassenverkehrsunfälle 6.5 6.1
Tötungsdelikte (inkl. Versuche) 2.6 2.5
Strafverfahren
Ja 48.0 44.8
Stand der Datenbank: 28.05.2018
1) inkl. Opfer oder Angehörige, die Berechtigte gemäss dem Gesetz über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 (AFZFG) sind
2) Mehrfachnennungen möglich
Quelle: BFS – Opferhilfestatistiken

Kennzahlen zu den Gesuchen der Opfer an die kantonalen Behörden für Entschädigungs- und Genugtuungsleistungen

Entschädigungen und Genugtuungen
  2016 2017
Total  1 354  1 182
Positive Entscheide (in %) 53.1 53.0
Entschädigungen  
Anzahl   91   62
Summe in 1'000 Franken 1 359 1 138
Median in Franken  3 510  3 923
Genugtuungen  
Anzahl   678   594
Summe in 1'000 Franken 4 745 3 777
Median in Franken  3 500  3 500
Stand der Datenbank: 28.05.2018 Quelle: BFS - Opferhilfestatistik

Menschenhandel

Menschenhandel bedeutet nach der international gültigen Definition insbesondere: «Menschen anwerben, anbieten, verbringen, vermitteln, beherbergen oder annehmen zum Zweck der Ausbeutung». Die Ausbeutung kann die sexuelle Ausbeutung, die Ausbeutung der Arbeitskraft oder die Entnahme von Körperorganen umfassen.
Vom Menschenhandel ist der Menschenschmuggel zu unterscheiden. Letzterer bezeichnet die Beihilfe zur illegalen Einreise in ein anderes Land gegen Bezahlung.


Weiterführende Informationen

Tabellen

Publikationen

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Grundlagen und Erhebungen

In diesem Thema

Beratungen und Leistungen

Beratungsfälle von Opfern, die sich für Hilfe an eine Opferberatungsstelle wenden

Entschädigungen und Genugtuungen

Gesuche der Opfer für Entschädigungs- und Genugtuungsleistungen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Kriminalität und Strafrecht
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/kriminalitaet-strafrecht/opferhilfe.html