Online-Diensten und OGD

Tabellen

Methodologie

Online-Service-Index
Für die Erhebung des Online-Service-Index werden die Internetseiten der nationalen Regierungen und ausgewählter Ministerien anhand bestimmter Kriterien untersucht. Bei der Messung wird davon ausgegangen, dass sich die Entwicklung des Angebots an Online-Diensten in vier Phasen gliedert: In der ersten Phase unterhält die Regierung eine einfache Website mit Basisinformationen («emerging presence»). In der zweiten Phase kommen multimediale Elemente und Interaktionsmöglichkeiten hinzu («enhanced presence»). Die dritte Phase ist geprägt von einem breiten Informationsaustausch, einer regelmässigen Benutzung und Inputmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger («transactional presence»). Die vierte Phase zeichnet sich durch einen intensiven Datenaustausch und routinemässige Konsultationen der Bürgerinnen und Bürger z.B. über soziale Netzwerke aus («connected presence»). Wenn ein Land alle vier Phasen durchlaufen hat und alle Elemente berücksichtigt werden, erreicht es im Online-Service-Index eine hohe Punktzahl.
Der Online-Service-Index ist ein relativer Index. Das bedeutet, dass der Index eines Landes von den Werten der best- bzw. schlechtestplatzierten Länder abhängt. Ein relativer Index verändert sich zudem je nach Anzahl der Länder, die an der Untersuchung teilnehmen. Der Index kann Werte zwischen 0 und 1 annehmen. Es gibt ältere Studien, doch die Zahlen sind aufgrund methodischer Unterschiede und der Eigenschaften des relativen Index nur beschränkt vergleichbar.
Der Indikator wird alle zwei Jahre vom United Nations Public Administrations Network (UNPAN) erhoben und publiziert.

Evaluation der Online-Dienste der Behörden mit Fokus auf die Nutzerinnen und Nutzer
Dieser Indikator basiert auf Lebensereignissen. Die Europäische Union führt seit 2001 jährliche Erhebungen zur Entwicklung der E-Government-Dienste verschiedener Länder durch. Um den Entwicklungsstand des E-Governments beurteilen zu können, werden während zwei Jahren die online angebotenen Leistungen zu sieben Lebensereignissen analysiert. Dabei liegt der Fokus auf vier Kriterien: die Nutzerinnen und Nutzer, die Transparenz, die grenzüberschreitende Mobilität und die Verfügbarkeit der Basisdienstleistungen. Zu den sieben Lebensereignissen zählen: die Unternehmensgründung, der laufende Betrieb, die Erwerbslosigkeit und die Stellensuche, Adressänderungen, Beschwerdeverfahren, der Besitz oder das Fahren eines Autos sowie die Ausbildung.

Das Portal opendata.swiss
opendata.swiss ist das Portal für offene, d.h. frei verfügbare Daten der Schweizer Behörden. Diese Daten heissen auch Open-Government-Data (OGD). Das Portal ist Teil der Open-Government-Data-Strategie der Schweiz für die Jahre 2014 bis 2018 des Bundesrates.
Bund, Kantone, Gemeinden und weitere staatliche Organisationen können ihre offenen Daten auf opendata.swiss zur Verfügung stellen. Das Portal vereint unterschiedlichste Datensätze wie beispielsweise die Gemeindegrenzen der Schweiz, Bevölkerungsstatistiken, aktuelle Wetterdaten, historische Dokumente und die Krankenversicherungsprämien. Diese Datensätze können kostenlos heruntergeladen und im Rahmen der auf dem Portal genannten, gesetzlich festgelegten Nutzungsbedingungen genutzt werden.  

Quellen

Links

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Wirtschaftsstrukur und -analysen
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
Tel.
+41 58 463 62 99

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https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/kultur-medien-informationsgesellschaft-sport/informationsgesellschaft/gesamtindikatoren/verwaltung/online-diensten-ogd.html