Medienmitteilung

Landwirtschaftliche Strukturerhebung 2021 2021 wurde in der Schweiz mehr Getreide angebaut

17.05.2022 - Im Jahr 2021 nahm die Anbaufläche für Getreide (146 400 ha) gegenüber dem Vorjahr um 3% zu, jene für Kartoffeln (–2%) und Zuckerrüben (–8%) ging hingegen zurück. Während sich die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe weiter auf 48 864 verringerte, wandte sich ein immer grösserer Teil dem biologischen Landbau zu. Bei den Milchkühen blieb der Tierbestand stabil, beim Geflügel setzte sich die Zunahme dagegen fort (+1,1%). 2021 waren 150 200 Personen in einem Schweizer Landwirtschaftsbetrieb beschäftigt (+0,5%). Dies geht aus der landwirtschaftlichen Strukturerhebung 2021 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Die landwirtschaftliche Nutzfläche (LN) in der Schweiz belief sich im Jahr 2021 auf 1 042 100 Hektar (ha). Sie umfasste mehrheitlich Naturwiesen und Weideland (606 900 ha bzw. 58% der gesamten LN). Auf 395 500 Hektaren (38%) wurde Ackerbau betrieben. Die sonstigen Flächen (39 700 ha; 4%) bestanden u.a. aus Rebland (13 500 ha) und Obstanlagen (6900 ha).

2021 wurde auf 146 400 Hektaren Getreide angebaut, was gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 3% entspricht. Das stärkste Wachstum wurde bei Weizen (+5%), Hafer (+7%) und Dinkel (+12%) verzeichnet. Die Fläche für Körnermais ging hingegen nach der Zunahme in den beiden Vorjahren wieder zurück (–2%). Aufgrund der geringeren Nachfrage nach Kartoffeln für Pommes frites verringerte sich die Kartoffelanbaufläche auf 10 700 Hektaren.

Die Zahl der Zuckerrübenpflanzer ging um 6,6% zurück, zudem sank die Anbaufläche für Zuckerrüben (16 200 ha) im Vergleich zum Vorjahr um 8%. Die Fläche für den Feldgemüsebau (12 400 ha) nahm erneut zu und erreichte 2021 einen neuen Höchststand. Auch die Sojakulturen (2240 ha) legten weiter zu. Ihr Anstieg um 10% gegenüber 2020 ist insbesondere dem biologischen Landbau infolge der neuen Fütterungsrichtlinien zu verdanken. Der Hanfanbau (199 ha), eine Nischenkultur, verringerte sich nach dem stetigen Anstieg in den Vorjahren im Jahr 2021 deutlich (–31%).

Die biologische Anbaufläche nahm weiter zu (181 400 ha; 17% der LN). Besonders stark erhöhte sich die Fläche von Bio-Reben (2240 ha, +461 ha). Der Bio-Weinbau hat sich innerhalb von vier Jahren verdoppelt.

Immer weniger Landwirtschaftsbetriebe

2021 gab es in der Schweiz 48 864 Landwirtschaftsbetriebe, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 1% entspricht. Die Zahl der Betriebe mit einer Fläche von 10 bis 20 Hektaren nahm ab (–2,8%), jene der Betriebe mit einer Fläche von über 30 Hektaren zu (+1,3%). Die durchschnittliche Betriebsfläche lag 2021 bei 21,3 Hektaren. Immer mehr Landwirtschaftsbetriebe gehen zum biologischen Landbau über. 2021 gab es 7670 Bio-Betriebe.

Insgesamt waren 150 200 Personen in einem Landwirtschaftsbetrieb beschäftigt (2020: 149 500). 12% davon waren ausländische Staatsangehörige und mehr als drei Viertel Familienmitglieder. Ein Grossteil (56%) arbeitete Teilzeit. Von den rund 54 700 in Landwirtschaftsbetrieben beschäftigten Frauen waren 6% als Betriebsleiterin tätig.

Milchkuhbestand stabil, Schweinebestand leicht zunehmend

Nach einem sechsjährigen Rückgang blieben die Milchkuhbestände im Jahr 2021 stabil (–0,2%), wobei die Zahl der Betriebe mit Milchkühen ab- und die durchschnittliche Grösse der Milchkuhherden zunahm. Die Zahl der Bio-Milchbetriebe (3340) blieb 2021 nahezu unverändert, womit sich der seit 2018 beobachtete Trend fortsetzte. Gleichzeitig war die extensive Fleischproduktion, insbesondere die darauf ausgerichtete Mutterkuhzucht, in den Schweizer Landwirtschaftsbetrieben weiterhin verbreitet (+2,8%). Die Schaf- (+1,6%) und Ziegenzucht (+3%) erfolgte überwiegend in kleinen Betrieben mit maximal 20 Tieren. Mehr als ein Viertel der Schafe und Ziegen wurde auf Bio-Betrieben gezüchtet.

Die Zahl der Schweine erhöhte sich 2021 um 1,3%, nachdem zuvor seit 2015 ein stetiger Rückgang verzeichnet worden war. Der Bestand an Bio-Schweinen ist nach wie vor niedrig und macht lediglich 2,7% des Gesamtbestands aus.

Der Geflügelbestand nahm erneut zu (+1,1%), wenn auch weniger stark als im Jahr 2020. Bei den Legehühnern blieb der Bestand stabil. 20% davon wurden nach Bio-Standard gezüchtet. Die Zahl der Mastpoulets stieg um 1,3% an, was auf den zunehmenden Konsum von inländischem Geflügel zurückzuführen ist.

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