Communiqué de presse

Schweizerische Arbeitskräfteerhebung im 3. Quartal 2021: Arbeitsangebot 3. Quartal 2021: Erwerbstätigenzahl steigt um 0,9%, Erwerbslosenquote gemäss ILO sinkt auf 5,1%

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4. Quartal 2021: Erwerbstätigenzahl steigt um 1,1%, Erwerbslosenquote gemäss ILO sinkt auf 4,4%

13.12.2021 - Im 3. Quartal 2021 nahm die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 0,9% zu. Die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit pro erwerbstätige Person wuchs um 3,7% und erreichte wieder das vor der Covid-19-Pandemie beobachtete Niveau. Im gleichen Zeitraum sank die Erwerbslosenquote gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamts (ILO) in der Schweiz von 5,3% auf 5,1% und in der EU von 7,6% auf 6,7%. Dies geht aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) hervor.

Im 3. Quartal 2021 waren in der Schweiz insgesamt 5,110 Millionen Personen erwerbstätig, das sind 0,9% mehr als im 3. Quartal 2020. Personen mit Kurzarbeit werden zu den Erwerbstätigen gezählt, sofern sie nicht länger als drei Monate abwesend waren. Die Zahl der erwerbstätigen Männer stieg um 0,7%, jene der erwerbstätigen Frauen um 1,1%. Saisonbereinigt belief sich die Zunahme der Erwerbstätigenzahl zwischen dem 2. und dem 3. Quartal 2021 auf 0,8%.

Schweizerische und ausländische Arbeitskräfte

Zwischen dem 3. Quartal 2020 und dem 3. Quartal 2021 stieg die Zahl der schweizerischen Erwerbstätigen um 0,7% und jene der ausländischen Erwerbstätigen um 1,4%. Unter den ausländischen Erwerbstätigen war die Zunahme bei den Grenzgängerinnen und Grenzgängern (Ausweis G: +2,8%) am stärksten. Darauf folgten die Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B oder L, seit mindestens zwölf Monaten in der Schweiz: +1,4%) und die Personen mit einer Niederlassungsbewilligung (Ausweis C: +0,7%). Die Zahl der Erwerbstätigen mit Kurzaufenthaltsbewilligung (Ausweis L, seit weniger als zwölf Monaten in der Schweiz) ging hingegen zurück (–3,4%).

Erwerbslosigkeit in der Schweiz und in Europa

Im 3. Quartal 2021 waren in der Schweiz gemäss ILO 253 000 Personen erwerbslos. Dies sind rund 7000 weniger als ein Jahr zuvor. Der Anteil der Erwerbslosen an der Erwerbsbevölkerung lag bei 5,1% und damit tiefer als im 3. Quartal 2020 (5,3%). Saisonbereinigt verringerte sich die Erwerbslosenquote gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,3 Prozentpunkte von 5,2% auf 4,9%. Im Vergleich zum 3. Quartal 2020 sank die Erwerbslosenzahl im 3. Quartal 2021 sowohl in der EU (von 7,6% auf 6,7%) als auch in der Eurozone (EZ19: von 8,5% auf 7,4%).

Jugenderwerbslosigkeit

In der Schweiz verringerte sich die Jugenderwerbslosenquote gemäss ILO (15- bis 24-Jährige) zwischen dem 3. Quartal 2020 und dem 3. Quartal 2021 von 11,6 auf 10,6%. In der EU und in der Eurozone nahm die Jugenderwerbslosenquote in diesem Zeitraum ebenfalls ab (EU: von 18,7% auf 16,0%; EZ19: von 19,4% auf 16,3%).

Erwerbslosigkeit nach verschiedenen Merkmalen

Zwischen dem 3. Quartal 2020 und dem 3. Quartal 2021 ging die Erwerbslosenquote bei den
25- bis 49-Jährigen zurück (von 5,1% auf 4,7%), während sie bei den 50- bis 64-Jährigen zunahm (von 3,6% auf 4,3%). Bei den Männern war eine Erhöhung von 4,9% auf 5,0% und bei den Frauen ein Rückgang von 5,7% auf 5,3% zu verzeichnen. Die Erwerbslosenquote war bei allen Bildungsstufen rückläufig (Personen ohne nachobligatorische Ausbildung: von 10,1% auf 9,3%; mit Abschluss auf Sekundarstufe II: von 5,4% auf 5,3%; mit Abschluss auf Tertiärstufe: von 3,6% auf 3,5%). Sie sank sowohl bei den Schweizerinnen und Schweizern (von 4,0% auf 3,9%) als auch bei den Ausländerinnen und Ausländern (von 8,5% auf 8,2%). Im 3. Quartal 2021 lag die Erwerbslosenquote gemäss ILO bei den EU/EFTA-Staatsangehörigen bei 5,9% und bei den Personen aus Drittländern bei 13,5%. 

Dauer der Erwerbslosigkeit

Im 3. Quartal 2021 waren 108 000 Personen langzeiterwerbslos (mindestens ein Jahr) gemäss ILO, das sind 24 000 Personen mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Auch der Anteil der Langzeiterwerbslosen an allen Erwerbslosen nahm zu (von 32,6% auf 42,8%). Die Mediandauer der Erwerbslosigkeit stieg von 204 auf 281 Tage.

Arbeitsstunden

Zwischen dem 3. Quartal 2020 und dem 3. Quartal 2021 nahm die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit pro erwerbstätige Person um 3,7% zu und erreichte das gleiche Niveau wie vor der Covid-19-Pandemie. Am stärksten war der Anstieg im Wirtschaftszweig «Verkehr und Lagerei» (+11,9%), gefolgt von den Branchen «Gastgewerbe und Beherbergung» (+6,6%) und «Kunst, Unterhaltung, private Haushalte und sonstige» (+5,7%).

Heimarbeit 

Im 3. Quartal 2021 arbeiteten 39,6% der Arbeitnehmenden zumindest gelegentlich von zu Hause aus. Das sind 3,8 Prozentpunkte weniger als im 2. Quartal 2021 (43,5%), aber 3,7 Prozentpunkte mehr als im 3. Quartal 2020 (35,9%). Die höchsten Heimarbeitanteile waren in den Wirtschaftszweigen «Information und Kommunikation» (85,2%) und «Finanz- und Versicherungsdienstleistungen» (73,3%) zu finden.

Zusätzliche Informationen in Form von Tabellen und Grafiken finden Sie in der nachfolgenden PDF-Datei.


 

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3. Quartal 2021: Erwerbstätigenzahl steigt um 0,9%, Erwerbslosenquote gemäss ILO sinkt auf 5,1%
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