Communiqué de presse

Lohnentwicklung 2022 Die Nominallöhne sind im Jahr 2022 um 0,9% gestiegen, die Reallöhne um 1,9% gesunken

24.04.2023 - Der Nominallohnindex stieg im Jahr 2022 gegenüber 2021 um durchschnittlich 0,9% auf 100,7 Punkte (Basis 2020 = 100). Gemäss den Berechnungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) ergibt sich unter Einbezug einer durchschnittlichen Jahresteuerung von +2,8% bei den Reallöhnen ein Rückgang um 1,9% (97,3 Punkte, Basis 2020 = 100).

2022 erhöhten sich die Nominallöhne gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich um 0,9% (2021: –0,2%; 2020: +0,8%; 2019: +0,9%; 2018: +0,5%). Bei den wichtigsten Gesamtarbeitsverträgen (GAV), denen fast eine halbe Million Arbeitnehmende angeschlossen sind, wurde für 2022 kollektivvertraglich eine Effektivlohnerhöhung (Nominallöhne) von +0,3% vereinbart.

Der insbesondere durch die höheren Gas-, Öl-, Auto- und Mietpreise versursachte Anstieg des Preisniveaus führte Ende 2022 zu einer aussergewöhnlichen Teuerung von +2,8%. Aufgrund der Anpassung der Nominallöhne an die Teuerung verringerte sich die Kaufkraft der Löhne um 1,9%.

Nominallöhne im sekundären Sektor um 0,7% gestiegen

Im Industriesektor (sekundärer Sektor) erhöhten sich die Nominallöhne um durchschnittlich 0,7% und damit etwas weniger stark als in der Schweizer Gesamtwirtschaft (+0,9%). In den einzelnen Wirtschaftszweigen dieses Sektors entwickelten sich die Löhne sehr unterschiedlich (–2,2% bis +4,0%).

Die stärksten nominalen Zunahmen waren in den Wirtschaftszweigen «Kokerei und Mineralölverarbeitung, Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen» (+4,0%), «Maschinen- und Fahrzeugbau» (+2,0%) sowie «Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden, Energie- und Wasserversorgung, Abfallentsorgung» (+1,2%) zu beobachten. Am anderen Ende der Rangliste lagen die Wirtschaftszweige «Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren, Verarbeitung von Steinen und Erden» (–2,2%) sowie «Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und elektrischen Ausrüstungen und Uhren» (–0,6%), die einen Lohnrückgang verzeichneten. Im «Baugewerbe/Bau» fiel der Anstieg moderat aus (+0,4%) und in der «Herstellung von Nahrungsmitteln und Tabakerzeugnisse» blieben die Nominallöhne unverändert (+0,0%).

Nominallöhne im tertiären Sektor um 1% gestiegen

Im Dienstleistungssektor nahmen die Nominallöhne mit durchschnittlich +1,0% etwas stärker zu als im Industriesektor. Analog zum sekundären Sektor entwickelten sich die Löhne in den einzelnen Wirtschaftszweigen des tertiären Sektors sehr unterschiedlich. Die grössten nominalen Zunahmen verbuchten die Branchen «Versicherungen» (+2,7%) sowie «Informationstechnologische und Informationsdienstleistungen» (+2,4%). In den Branchen «Post-, Kurier- und Expressdienste» (–0,3%) sowie ««Kunst, Unterhaltung und Erholung» (–1,4%) waren die Nominallöhne hingegen rückläufig.

Reallohnrückgang um 1,9%

Die Kaufkraft der Löhne nahm aufgrund der hohen durchschnittlichen Inflation im Jahr 2022 (+2,8%) um 1,9% ab. Die Reallohnentwicklung reichte im Jahr 2022 von –5,0% bis +1,2%. Diese grosse Bandbreite verdeutlicht die unterschiedliche Lohndynamik in den einzelnen Wirtschaftszweigen. Einzig in der Branche «Kokerei und Mineralölverarbeitung; Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen» stiegen die Reallöhne im Jahr 2022 an, in allen anderen Wirtschaftszweigen ging die Kaufkraft der Löhne zurück.

Stärkeres Nominallohnwachstum bei den Männern

2022 erhöhten sich die Nominallöhne der Männer durchschnittlich um 1,1%, die der Frauen stiegen mit +0,8% weniger stark.

Zu den Wirtschaftszweigen mit den grössten Nominallohnanstiegen gehörten bei den Männern «Finanzdienstleistungen, mit Finanz- und Versicherungsdienstleistungen verbundene Tätigkeiten» (+2,2%) und bei den Frauen «Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten» (+1,7%). 

Zusätzliche Informationen wie Tabellen und Grafiken finden Sie in der nachfolgenden PDF-Datei.


 

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Die Nominallöhne sind im Jahr 2022 um 0,9% gestiegen, die Reallöhne um 1,9% gesunken
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