Comunicato stampa

Touristische Beherbergung im Jahr 2022 2022 verzeichnete die Hotellerie in der Schweiz mehr als 38 Millionen Logiernächte

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Die Logiernächtezahl ist im ersten Halbjahr 2023 um 13,8% gestiegen

23.02.2023 - Im Jahr 2022 registrierte die Hotellerie in der Schweiz 38,2 Millionen Logiernächte. Gegenüber 2021 entspricht dies einem Anstieg um 29,4% (+8,7 Mio. Logiernächte). Nach zwei stark von Covid-19 geprägten Jahren erreichte die Nachfrage wieder den Stand von vor der Pandemie: Sie übertraf das Ergebnis von 2017, blieb allerdings noch leicht hinter dem Niveau von 2018 (–1,5%) und 2019 (–3,3%) zurück. Die inländische Nachfrage verzeichnete mit 21,1 Millionen Logiernächten einen neuen Rekordwert, der jedoch nur leicht über dem Stand von 2021 lag (+0,5%). Die ausländische Nachfrage verdoppelte sich auf 17,2 Millionen Logiernächte (+99,8%; +8,6 Millionen Logiernächte), erreichte aber noch nicht das Vor-Corona-Niveau. Dies geht aus den definitiven Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Die Nachfrage stieg in sämtlichen Monaten von 2022 gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat relativ stark an. Sie erhöhte sich zwischen 8,1% im August und 73,2% im Januar. In den ersten sieben Monaten lag die Nachfrage zwar noch hinter 2019 zurück, in den fünf letzten Monaten des Jahres wurden dann aber so viele Logiernächte verbucht wie seit 30 Jahren nicht mehr. Mit 22,5 Millionen Logiernächten erzielte die Sommersaison 2022 (Mai bis Oktober) das zweitbeste Ergebnis der letzten 30 Jahre, knapp hinter 2019 mit 22,6 Millionen Logiernächten.

Die inländische Nachfrage bleibt auf sehr hohem Niveau

Nach dem historischen Höchststand von 2021 hat sich die inländische Nachfrage 2022 stabilisiert. Sie überschritt erstmals die symbolische Marke von 21 Millionen Logiernächten (21,1 Millionen), was jedoch nur einem sehr leichten Anstieg gegenüber 2021 entspricht (+0,5%; +102 000 Logiernächte). Die Logiernächtezahl der Schweizer Gäste entwickelte sich im Jahr 2022 allerdings gegensätzlich. In den ersten drei Monaten des Jahres nahm sie gegenüber 2021 zu, im Januar (+42,9%) und März (+23,4%) sogar massiv. Von April bis Oktober ging sie dann ausser im Juni (+5,9%) zurück, wobei die grösste Abnahme im August registriert wurde (–13,3%). In den beiden letzten Monaten von 2022 zog die inländische Nachfrage wieder an (November: +7,5%; Dezember: +2,9%).

Ausländische Nachfrage wieder erstarkt

Mit einem Jahrestotal von 17,2 Millionen Logiernächten verdoppelte sich die ausländische Nachfrage gegenüber 2021 (+99,8%; +8,6 Millionen Logiernächte). Das Nachfragewachstum war während des gesamten Jahres hoch, besonders kräftig aber im ersten Halbjahr, in dem in einigen Monaten ein Plus von mehr als 200% verzeichnet wurde. Dennoch blieb auch die ausländische Nachfrage 2022 deutlich unter dem Stand von vor der Covid-19-Pandemie. Die Logiernächtezahl liegt noch immer 20,6% tiefer als 2019.

Den grössten Beitrag zum Anstieg der ausländischen Nachfrage im Jahr 2022 leisteten die europäischen Gäste (+4,2 Millionen Logiernächte; +61,6%), das Niveau von 2019 wurde jedoch nicht erreicht (–9,5%). Das deutlichste Plus steuerten mit je einer Million zusätzlichen Logiernächten die Gäste aus Grossbritannien und Deutschland bei (+308,9% bzw. +39,4%). Dahinter folgten Frankreich (+323 000 Logiernächte; +32,7%) und die Niederlande (+314 000 Logiernächte; +79,1%). Diese beiden Länder sorgten für mehr Logiernächte als 2019.

Die Nachfrage der amerikanischen Gäste stieg trotz der durch den Ukraine-Krieg verursachten instabilen geopolitischen Situation stark an (+2,2 Millionen Logiernächte; +260,7%). Am kräftigsten war die Zunahme der Gäste aus den USA (+1,7 Millionen Logiernächte; +276,8%). Die Nachfrage aus Asien legte ebenfalls deutlich zu (+1,8 Millionen Logiernächte; +232,8%). Unter den Ländern dieses Kontinents verzeichneten die Golfstaaten den grössten absoluten Anstieg (+395 000 Logiernächte; +92,9%), gefolgt von Indien (+304 000 Logiernächte; +399,9%). Mit insgesamt 119 000 Logiernächten nahmen die chinesischen Besucherinnen und Besucher, die vor 2020 noch die Mehrheit der Gäste dieses Kontinents ausmachten, ebenfalls zu, sind aber noch weit vom Niveau von 2019 entfernt (–91,4%). Trotz der markanten Zunahmen blieb die amerikanische Nachfrage 8,0% und die asiatische 51,4% unter dem Niveau von 2019.

Logiernächteplus in den meisten der 13 Tourismusregionen

2022 stieg die Logiernächtezahl in allen 13 Tourismusregionen der Schweiz ausser im Tessin (–12,9%) gegenüber dem Vorjahr an. Die grössten Zunahmen wurden in den städtischen Regionen beobachtet. Genf verzeichnete mit +94,5% den stärksten Anstieg, dicht gefolgt von Zürich Region mit +89,0%. In Basel Region erhöhte sich die Logiernächtezahl um 57,9%. Gegenüber 2019 wurde lediglich in vier Tourismusregionen ein Logiernächteplus verzeichnet: im Tessin (+10,6%), in der Region Jura & Drei-Seen-Land (+6,4%), in Graubünden (+5,9%) und in der Ostschweiz (+4,2%).

Bei der inländischen Nachfrage ging die Logiernächtezahl 2022 in sieben der 13 Tourismusregionen zurück, bei der ausländischen Nachfrage hingegen verbuchten alle Tourismusregionen eine Zunahme.

Anstieg der Nettozimmerauslastung

Im Jahr 2022 lag die Nettozimmerauslastung bei 51,6% und somit 10,2 Prozentpunkte höher als 2021. Sie blieb allerdings deutlich hinter dem Wert von 2019 (55,2%) zurück. Von den 13 Tourismusregionen verringerte sich die Nettozimmerauslastung gegenüber 2021 lediglich im Tessin (53,9%; –5,6 Prozentpunkte). Der höchste Wert wurde in der Region Genf (56,7%; +22,4 Prozentpunkte) verzeichnet, gefolgt von Bern Region (55,7%; +12,2 Prozentpunkte). Die Nettozimmerauslastung von 2019 übertrafen nur drei Tourismusregionen: das Tessin, die Ostschweiz und Fribourg Region.

Zusätzliche Informationen wie Tabellen finden Sie in der nachfolgenden PDF-Datei.


 

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2022 verzeichnete die Hotellerie in der Schweiz mehr als 38 Millionen Logiernächte
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