Comunicato stampa

Auslandschweizerinnen und -schweizer im Jahr 2019 Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer leben im Ausland

31.03.2020 - Ende 2019 lebte mehr als jede zehnte Schweizer Person im Ausland. Nahezu zwei Drittel von ihnen lebten in Europa, hauptsächlich in Frankreich. Die Zahl der Auslandschweizerinnen und -schweizer steigt in allen Altersklassen an. Der Frauenanteil bleibt insgesamt höher als der Männeranteil. Soweit die Ergebnisse der Auslandschweizerstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).

2019 waren 770 900 Schweizerinnen und Schweizer bei einer diplomatischen oder konsularischen Vertretung der Schweiz im Ausland angemeldet, was gegenüber 2018 einem Anstieg von 1,4% entspricht. Am stärksten zugenommen hat die Zahl der Auslandschweizerinnen und -schweizer in Asien (+2,0%) und in Europa (+1,7%). Afrika ist der einzige Kontinent, auf dem die Schweizer Gemeinschaft leicht schrumpfte (–0,5%).

Die Mehrheit lebt in Europa

Von den 484 300 Auslandschweizerinnen und -schweizern, die 2019 in Europa lebten (63%), waren 471 500 in den EU/EFTA-Staaten wohnhaft. Der grösste Teil ist in Frankreich niedergelassen (199 800 Personen). Es folgen Deutschland (92 200), Italien (49 800), das Vereinigte Königreich (35 200) sowie Spanien (24 200). In allen genannten Ländern ist die Zahl der Auslandschweizerinnen und -schweizer angestiegen; am stärksten im Vereinigten Königreich (+3,4%), am geringsten in Italien (+0,4%). In Portugal lebten 2019 lediglich 4400 Schweizerinnen und Schweizer, doch das Land verzeichnete eine der stärksten Wachstumsraten unter den europäischen Ländern (+11,6%).

Die Gemeinschaft der Auslandschweizerinnen und -schweizer in Europa setzt sich mehrheitlich aus Frauen zusammen, ihr Anteil beläuft sich auf 56% (44% Männer). In Mittel- und Osteuropa (Polen, Slowakei, Tschechien, Russland, Ukraine), in den baltischen Ländern und im Balkan ist der Männeranteil hingegen höher als der Frauenanteil.

37% leben ausserhalb Europas

286 600 Schweizerinnen und Schweizer leben auf einem anderen Kontinent, namentlich Amerika (24%), Asien (7%), Ozeanien (4%) und Afrika (2%). Die beliebtesten Wohnsitzstaaten dieser Kontinente sind die Vereinigten Staaten (81 100 Personen), Kanada (40 300), Australien (25 500) und Israel (20 900). In all diesen Ländern ist ein Wachstum zu beobachten. Am stärksten ist dieses in Israel mit 3,3% Schweizerinnen und Schweizern mehr als 2018. In all diesen Gemeinschaften ist der Frauenanteil höher als jener der Männer und beträgt zwischen 54% in den Vereinigten Staaten und 51% in Israel.

Afrika ist der einzige Kontinent, auf dem die Zahl der Auslandschweizerinnen und -schweizer gesunken ist, von 19 400 im Jahr 2018 auf 19 300 im Jahr 2019 (–0,5%). Die Zahl der Schweizerinnen ist stabil geblieben, folglich ist der Rückgang auf Männer zurückzuführen, die entweder den Kontinent verlassen haben oder verstorben sind.

Jüngere und ältere Schweizerinnen und Schweizer auf der ganzen Welt

Ende 2019 waren 21,2% der Auslandschweizerinnen und -schweizer minderjährig, d.h. unter 18 Jahre alt (163 800 Personen). Der Anteil der Personen ab 65 Jahren war mit 21,8% bzw. 167 800 Personen etwas höher. 439 300 Personen (57,0%) waren im erwerbsfähigen Alter (18–64 Jahre).

Insgesamt steigt die Zahl der Auslandschweizerinnen und -schweizer tendenziell an, das Wachstum variiert aber nach Altersklasse. Während die Zahl der Minderjährigen und der Personen im erwerbsfähigen Alter im Vorjahresvergleich um je 0,9% gewachsen ist, beläuft sich die Zunahme bei den Seniorinnen und Senioren auf 3,3%, von 162 500 im Jahr 2018 auf 167 800 im Jahr 2019. Dieser Unterschied ist nicht nur auf die Migration, sondern auch auf die Alterung der im Ausland niedergelassenen Personen zurückzuführen.

Zusätzliche Informationen finden Sie in der nachfolgenden PDF-Datei.


 

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Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer leben im Ausland
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