Dynamik der Armut

Armut ist in der Schweiz meist von kurzer Dauer. Zwischen 2014 und 2017 waren 12,8% der Bevölkerung in mindestens einem der vier Beobachtungsjahre von Einkommensarmut betroffen, aber lediglich 0,8% in allen vier Jahren. Im Lauf von vier Jahren waren somit deutlich mehr Personen armutsbetroffen, als die jährlichen Armutsquoten aufzeigen. 

Europäischer Vergleich

Für den Vergleich mit anderen Ländern Europas wird die von Eurostat definierte Armutsgefährdungsquote verwendet.

Über die Jahre 2014 bis 2017 wurden 21,5% der Schweizer Wohnbevölkerung mindestens einmal als armutsgefährdet eingestuft. Der europäische Durchschnitt lag bei 27,6%. Bis auf Frankreich (21,2%) wiesen unsere Nachbarländer höhere Werte auf als die Schweiz.

Die Schweiz gehört zu den Ländern mit dem tiefsten Anteil an langzeitgefährdeten Personen. 3,6% der Bevölkerung waren in allen vier Jahren armutsgefährdet (europäischer Durchschnitt: 7,6%).

Die SILC-Längsschnittdaten

Die an der Erhebung SILC teilnehmenden Personen werden während vier aufeinanderfolgenden Jahren befragt. Auf diese Weise können wesentliche Veränderungen der Lebensverhältnisse einzelner Personen beschrieben und die Entwicklung der Lebensbedingungen untersucht werden. Für die vorliegenden Auswertungen wurden alle Personen berücksichtigt, die von 2014 bis 2017 an SILC teilgenommen und in allen vier Jahren geantwortet haben (rund 3000 Personen). Weitere Informationen finden Sie im Bericht «SILC-Längsschnittsdaten».

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Bundesamt für Statistik Sektion Sozialanalysen
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

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