Verschuldung

Zahlungsrückstände im Jahr 2019

Zahlungsrückstände sind eine Art der Verschuldung, die im Rahmen der SILC (Statistics on Income and living conditions) jährlich erhoben werden. Diese enthielt regelmässig ein Modul «Verschuldung», das detailliertere Daten zu Zahlungsrückständen und weiteren Verschuldungsarten von Personen in Privathaushalten liefert (siehe Abschnitt Hauptergebnisse des Verschuldungsmoduls 2017). Ab 2020 wird dieses Modul alle 6 Jahre Bestandteil der SILC sein.

Zur Verschuldungsart «Zahlungsrückstände» zählen unbezahlte Mieten oder Hypothekarzinsen für den Hauptwohnsitz, laufende Wasser-, Strom-, Gas- und Heizungsrechnungen, Krankenkassenprämien, Kreditrückzahlungen und Steuern.

Zu diesen jährlich erhobenen Zahlungsrückständen kommen in den Jahren mit Verschuldungsmodul zusätzliche Arten hinzu (Zahlungsrückstände auf Rechnungen für Telekommunikation, Unterhaltszahlungen und andere Rechnungen).
In 2019 gehören Steuerschulden zu den häufigsten Zahlungsrückständen: Dies gilt für 8,7% der Bevölkerung. 5,9% der Bevölkerung leben in einem Haushalt mit mindestens einem Zahlungsrückstand bei den Krankenkassenprämien. Zahlungsrückstände bei der Miete oder den Hypothekarzinsen kommen dagegen eher seltener vor (2,5% der Bevölkerung).

Insgesamt lebt fast jede siebte Person (15,1%) in einem Haushalt, der mindestens eine Art von Zahlungsrückstand aufweist und 7,0% in einem Haushalt mit mindestens zwei Arten von Zahlungsrückständen. Der Anteil der Bevölkerung mit einem oder zwei Zahlungsrückständen sinkt mit zunehmendem Alter, Ausbildungsniveau und Einkommen.

Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung haben Personen mit materiellen Entbehrungen (64,0%), armutsgefährdete Personen (16,7%), Ausländerinnen und Ausländer aus ost- oder aussereuropäischen Ländern (17,3%) und Personen in Einelternhaushalten (16,5%) eindeutig häufiger zwei Arten von Zahlungsrückständen.
Steuerrückstände kommen bei Personen mit materiellen Entbehrungen (41,7%), bei erwerbslosen Personen (21,5%) und bei Personen, die in der französischen Schweiz leben (14,0%), häufiger vor als in der Gesamtbevölkerung.

Hauptergebnisse des Verschuldungsmoduls 2017

Die nachfolgend publizierten Ergebnisse beziehen sich auf das Modul «Verschuldung», das Bestandteil der Erhebung SILC 2017 war. Sie beschreiben die Verschuldungssituation von Personen in Privathaushalten in der Schweiz im Jahr 2017. Berücksichtigt wurden einzig das Vorhandensein von Schulden, ohne Berücksichtigung des Betrags.

Die Schulden wurden auf individueller Ebene erhoben und solidarisch allen Haushaltsmitgliedern zugewiesen. Die publizierten Resultate geben somit den prozentualen Anteil der Bevölkerung an, der in einem Haushalt mit einer bestimmten oder mehreren Schuldenart(en) lebte. Die subjektive Beurteilung des Umgangs mit Geld wurde für die Bevölkerung ab 16 Jahren auf individueller Ebene ausgewiesen.



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