Bruttoinlandprodukt

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist ein Indikator der Wirtschaftstätigkeit, mit dem die wirtschaftlichen Entwicklungsstufen der einzelnen Länder gemessen und verglichen werden können. Das BIP wird zu laufenden Preisen sowie zu Preisen des Vorjahres berechnet. So kann die Wirtschaftsentwicklung frei von Preiseinflüssen dargestellt werden.

Das BIP für einen bestimmten Zeitraum wird auf der Grundlage von drei Ansätzen berechnet:

  • Mit dem Produktionsansatz kann die von den Wirtschaftsakteuren generierte Wertschöpfung bestimmt werden.
  • Der Verwendungsansatz zeigt wie die generierte Wertschöpfung [von den Wirtschaftssubjekten] verwendet wurde (Konsum und Investitionen).     
  • Der Einkommensansatz betrachtet die Entgeltung der Produktionsfaktoren, d.h. von Boden, Arbeit und Kapital.
Das Bruttoinlandprodukt gemäss zwei Ansätzen: Produktions- und Verwendungsansatz (in Mio. Franken, zu laufenden Preisen)
Gliederung 2016 2017p 2018p
Produktionswert 1 298 067 1 335 247 1 393 473
- Vorleistungen  656 837  686 623  724 246
+ Gütersteuern  35 194  36 230  35 978
- Gütersubventionen - 14 919 - 15 312 - 15 659
BIP gemäss Produktionsansatz  661 504  669 542  689 545
Konsumausgaben  432 518  440 183  448 702
Bruttoinvestitionen  152 806  158 673  156 539
Exporte - Importe  76 181  70 685  84 304
BIP gemäss Verwendungsansatz
 661 504  669 542  689 545
BIP, Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %, zu Preisen des Vorjahres 1,7 1,8 2,8
p: provisorisch Quelle : Bundesamt für Statistik, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

Während sich Wachstumsanalysen im Allgemeinen auf den zeitlichen Verlauf des BIP abstützen, ist es mit dem Konzept des BIP pro Einwohnerin und Einwohner möglich, neue Aspekte zu beleuchten, die – ähnlich wie die Produktivität pro tatsächliche Arbeitsstunde oder pro Beschäftigte in Vollzeitäquivalenten – die sozioökonomische Entwicklung eines Landes beschreiben. Das BIP pro Einwohnerin und Einwohner wird in der Regel als Indikator für den Lebensstandard eines Landes herangezogen. Für Einkommens- und Vermögensverteilungs-, Lebensqualitäts- oder Wohlfahrtsanalysen ist es hingegen nicht geeignet.

Mit der Zerlegung der Wachstumsrate des BIP pro Einwohnerin und Einwohner lassen sich zwei wichtige Erklärungsfaktorenisolieren, nämlich die Entwicklung der Produktivität pro geleistete Arbeitsstunde und der Effekt der Verwendung der Arbeitskräfte.

Ausserdem muss für den internationalen Vergleich des BIP pro Einwohnerin und Einwohner das Konzept der Kaufkraftparitäten (KKP), die durch das Internationale Vergleichsprogramm (Eurostat/OECD) berechnet werden, verwendet werden. Das Dokument unter dem Reiter «Publikationen» erläutert die verwendeten Methoden und präsentiert die wichtigsten Ergebnisse.

Weiterführende Informationen

Tabellen

Grafiken

Publikationen

In französisch verfügbar:

Medienmitteilungen

Links

Grundlagen und Erhebungen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
Tel.
+41 58 467 34 86

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/volkswirtschaft/volkswirtschaftliche-gesamtrechnung/bruttoinlandprodukt.html