Wirtschaftliche Sozialhilfe

Die Quote der wirtschaftlichen Sozialhilfe (WSH) ist der Hauptindikator der Sozialhilfeempfängerstatistik. Sie entspricht dem Anteil Personen der gesamten ständigen Wohnbevölkerung, die im Erhebungsjahr eine finanzielle Sozialhilfeleistung erhalten haben.

Neben der Sozialhilfequote liefert die Sozialhilfeempfängerstatistik zahlreiche weitere Indikatoren: soziodemografische Merkmale der unterstützten Personen, Haushaltsstruktur, Bildungsniveau, Stellung auf dem Arbeitsmarkt und finanzielle Sozialhilfeleistungen.

Sozialhilfequote: geografische Verteilung

Im Jahr 2016 betrug die Sozialhilfequote in der Schweiz 3,3%. Dies entspricht rund 273 273 Personen, die finanzielle Sozialhilfeleistungen bezogen.

Die kantonalen Unterschiede bei der Sozialhilfequote sind einerseits auf die Bevölkerungsstruktur und das Wirtschaftsgeflecht der Region und andererseits auf die bestehenden kantonalen, der wirtschaftlichen Sozialhilfe vorgelagerten Sozialleistungen zurückzuführen.

Risikogruppen in der Sozialhilfe

Bestimmte Bevölkerungsgruppen wie Kinder, Ausländerinnen und Ausländer, geschiedene Personen oder Personen ohne nachobligatorische Ausbildung haben ein höheres Risiko, von der Sozialhilfe abhängig zu werden. Die Sozialhilfequote ist zudem in städtischen Gebieten höher und steigt mit zunehmender Gemeindegrösse an.  

Das Bildungsniveau der Sozialhifebeziehenden spielt bei der Sozialhilfeabhängigkeit eine wesentliche Rolle. Personen ohne Berufsbildung sind in der Sozialhilfe übervertreten. Während sie in der ständigen Wohnbevölkerung 18,7% ausmachen, sind es bei den Sozialhilfebeziehenden 50,3%. Ihr Anteil ist somit bei den Sozialhilfebeziehenden rund viermal höher als in der ständigen Wohnbevölkerung.


Verläufe in der Sozialhilfe

Das BFS hat die Biografien der Sozialhilfebeziehende eingehend untersucht. Der Beobachtungszeitraum erstreckte sich von Anfang 2006 bis Ende 2011. Alle Neueintritte des Jahres 2006 wurden während 60 Monaten beobachtet und je nach Bezugsdauer einem Verlaufstyp zugeordnet.  Die verschiedenen Verlaufstypen wurden nach kurzen bzw. langen Sozialhilfebezügen eingeteilt. Allfällige Wiedereintritte in die Sozialhilfe wurden in den Analysen ebenfalls berücksichtigt.

Weiterführende Informationen

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Zusätzliche Tabellen zu diesem Thema

Grundlagen und Erhebungen

Kontakt

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