Umweltindikator – Schadstoffbelastung des Bodens

Schadstoffe wie Schwermetalle und schwer abbaubare organische Verbindungen reichern sich in Böden an und können dort wichtige Bodenfunktionen hemmen oder über Pflanzen in die Nahrungskette gelangen. In der Erhebungsperiode 2015 bis 2019 war bei 23% der untersuchten Böden der Richtwert für mindestens ein Schwermetall überschritten. Die Schadstoffbelastung des Bodens zeigt deutliche Unterschiede nach Landnutzung. Böden, auf welchen Intensivkulturen betrieben werden, zeichnen sich durch hohe Kupferkonzentrationen aus.

Die Richtwerte variieren je nach Bodenschadstoff. Bei den hier gezeigten Schwermetallen ist pro Kilogramm Oberboden (0-20 cm) ein Totalgehalt von 40 Milligramm Kupfer, 0,8 Milligramm Cadmium, 50 Milligramm Blei und 150 Milligramm Zink festgelegt.

Tabellen

Methodologie

Dieser Indikator zeigt den Anteil Messstellen, an welchen die Richtwerte der Totalgehalte für Kupfer, Cadmium, Blei oder Zink überschritten wurden. Richtwerte sind Vorsorgewerte. Sie geben die Belastung an, bei deren Überschreitung die Fruchtbarkeit des Bodens langfristig nicht mehr gewährleistet ist. Die Zahlen stammen aus dem Nationalen Bodenbeobachtungsnetz NABO, welches im Auftrag der Bundesämter für Umwelt (BAFU) und Landwirtschaft (BLW) von der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) betrieben wird.

Definitionen

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Bundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

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