Umweltbezogene Abgaben

Die Konten der umweltbezogenen Abgaben erfassen die Einnahmen aus Steuern, Gebühren und sonstige Abgaben, deren Berechnungsgrundlage eine physische Einheit mit einer nachweislich negativen Auswirkung auf die Umwelt ist (z.B. ein Liter Treibstoff oder ein Gramm CO2). Steuern werden aus Vergleichbarkeitsgründen lediglich diejenigen berücksichtigt, die von der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) als solche betrachtet werden.

Einnahmen aus umweltbezogenen Abgaben 2017 15,4 Mia. Fr.
Steuern 2017 76,0%
Gebühren 2017 17,4%
Mischformen 2017 5,8%
Freiwillige Lösungen 2017 0,8%
Einnahmen aus umweltbezogenen Steuern 2017 11,7 Mia. Fr.
in % des BIP 2017 1,8%
in % des Totals der Einnahmen aus Steuern und Sozialabgaben 2017 6,2%
Quelle: BFS – Umweltgesamtrechnung, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

Weiterführende Informationen

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Daten

Publikationen

Methodologie

Die Daten zu den Einnahmen aus umweltbezogenen Abgaben stammen von der Umweltgesamtrechnung, die vom Bundesamt für Statistik (BFS) erstellt wird.

Der Begriff «Abgabe» umfasst:

  • Steuern, d. h. Zahlungen ohne individuelle Gegenleistung des Staates (z. B. Mineralölsteuern);
  • Gebühren, d. h. Zahlungen für eine individuelle Gegenleistung des Staates (z. B. kommunale Abfallentsorgungsgebühr);
  • Mischformen, d. h. Zahlungen, die nicht klar den Steuern oder den Gebühren zugeordnet werden können oder die vom Staat vorgeschrieben und von einer privaten Organisation erhoben werden (z. B. Zuschlag zur Landetaxe);
  • freiwillige private Lösungen, d. h. Zahlungen an Branchenverbände, die vom Gesetz vorgeschrieben werden können, wenn die festgelegten Umweltziele nicht erreicht werden (z. B. die vorgezogene Recyclingabgabe auf PET-Flaschen).

Die Einnahmen aus umweltbezogenen Abgaben werden gemäss den vier folgenden Kategorien erfasst:

  • Energie (z. B. Mineralölsteuern),
  • Verkehr (z. B. die Autobahnvignette),
  • Emissionen (z. B. die Abwassergebühren) und
  • Ressourcen (z. B. die Wasserzinsen).

Bei den Einnahmen aus umweltbezogenen Steuern wurden gemäss EUROSTAT-Methodik und aufgrund der nationalen und internationalen Vergleichbarkeit lediglich diejenigen Steuern berücksichtigt, die von der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) als solche betrachtet werden. Die Einnahmen aus den umweltbezogenen Steuern werden ohne MwSt. berechnet, sie beinhalten jedoch die Administrativkosten für das Einziehen der Steuern. Allfällige Steuerrückerstattungen, -erleichterungen oder -befreiungen, von denen einige Unternehmen profitieren können, werden ebenfalls berücksichtigt. Die Einnahmen aus umweltbezogenen Steuern stammen von den Haushalten, der Wirtschaft (nach Branchen, gemäss der Nomenklatur der Wirtschaftszweige (NOGA 2008)) sowie der Haushalte und der Unternehmen, die nicht in der Schweiz ansässig sind. In Fällen, bei denen keine Angaben über die Branchengliederung zur Verfügung standen, wurden Schätzungen vorgenommen. Die Einnahmen aus umweltbezogenen Steuern können wie folgt eingesetzt werden: Sie fliessen in den allgemeinen Staatshaushalt ein (z. B. die Automobilsteuer), werden für die Finanzierung von Umweltschutz- (z. B. die Altlastabgabe) oder anderen Massnahmen (z. B. die kantonalen Motorfahrzeugsteuer) verwendet oder sie werden an die Bevölkerung und die Wirtschaft zurückerstattet (z. B. die Lenkungsabgabe auf flüchtige organische Verbindungen (VOC) und ein Teil der CO2-Abgabe). In einigen Fällen gibt es gleichzeitig verschiedene Verwendungszwecke für dieselbe Steuer. So kommen z. B. die Einnahmen aus Mineralölsteuern entweder dem Staat zugute, werden zweckgebunden für den Strassenbau eingesetzt oder sie dienen der Finanzierung von Umweltschutzmassnahmen im Strassenverkehr.

Der implizite Steuersatz auf Energie entspricht dem Verhältnis zwischen den Einnahmen aus Energiesteuern (inflationsbereinigt) und dem Endverbrauch an Energie in Tonnen Erdöläquivalenten (toe). Er misst die effektive Steuerbelastung des Energieverbrauchs, die potenziell besteuert werden kann.

Mit dem Verhältnis zwischen den Einnahmen aus der Besteuerung der Arbeit und den Einnahmen aus umweltbezogenen Steuern wird gemessen, wie sich die beiden relativ zueinander entwickeln und inwiefern sich die Steuerbelastung von der Arbeit hin zur Umwelt verschiebt.

Definitionen

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Grundlagen und Erhebungen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

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https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/raum-umwelt/umweltgesamtrechnung/umweltbezogene-abgaben.html