Umweltindikator – Bestäubung

Ökosysteme erbringen Leistungen, die dem Menschen von Nutzen sind. So erfolgt die Bestäubung bei manchen Nutzpflanzen beispielweise durch Tiere. 2017 profitierten rund 39‘000 Hektaren Kulturflächen von der Bestäubung durch Tiere, was 4% der landwirtschaftlichen Nutzfläche und 13% der Acker- und Dauerkulturflächen entspricht. Insbesondere bei Obst oder Beeren, aber auch bei Raps oder Sonnenblumen wird die Produktion durch Bestäuber gefördert. Bei den restlichen Ackerflächen handelt es sich zum überwiegenden Teil um Getreide, bei dem die Bestäubung durch den Wind erfolgt.

Methodologie

Der Indikator zeigt die Landwirtschaftsflächen in Hektaren, bei denen die Bestäubung durch Tiere einen Beitrag an der Produktion leistet. Die Methodik beruht auf den beiden folgenden Publikationen:

  • Klein et al. 2007: Importance of pollinators in changing landscapes for world crops, Proc. R. Soc. B, 274, 303–313
  • Gallai et al. 2009: Economic valuation of the vulnerability of world agriculture confronted with pollinator decline, Ecological Economics 68, 810-821

Die Daten zu den Kulturflächen stammen von der Landwirtschaftlichen Betriebszählung (LBZ) des Bundesamts für Statistik (BFS). Dabei wurden die verschiedenen Kulturen der Schweiz in verschiedene Kategorien gemäss Klein et al. eingeteilt – entsprechend dem Einfluss, der die Bestäubung auf die jeweilige Produktion hat.

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/raum-umwelt/ressourcen/umweltindikatorensystem/nutzung-natuerliche-ressourcen/bestaeubung.html