Ausgaben für das Gesundheitswesen

Die Bereitstellung von Gesundheitsleistungen ist von grosser politischer, sozialer und wirtschaftlicher Bedeutung, sowohl was die Finanzierung als auch was die personellen Ressourcen und die Forschung und Entwicklung (Stichworte Medizinaltechnik, Pharmaindustrie) betrifft. Die Ausgaben für die Gesundheit zeigen, welche Leistungen des Gesundheitsangebots in welchem Ausmass erbracht werden.
Massgeblich ist dabei sowohl die Ausgabenbelastung für den Einzelnen wie auch für die gesamte Volkswirtschaft. Für 2015 war die Durchschnittsprämie der Bevölkerung bei 274 Franken (322 Franken für Erwachsene), während die Gesamtausgaben pro Kopf bei 782 Franken liegen. Die Gesundheitsausgaben pro Kopf und Monat relativieren die Bedeutung der Krankenkassenprämie daher recht anschaulich. Für internationale Vergleiche zum Ressourcenverbrauch hat sich das Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum BIP eingebürgert.

Tabellen

Methodologie

Die Statistik der Kosten und der Finanzierung des Gesundheitswesens des BFS stellt eine Synthese dar aus sämtlichem verfügbaren Zahlenmaterial zur Schätzung der Geldströme, welche mit der Produktion und dem Konsum vom Gütern und Dienstleistungen des schweizerischen Gesundheitswesens während eines Jahres verbunden sind. Sie kann somit erst erstellt werden, wenn sämtliche statistische Primärdaten verfügbar sind, insbesondere jene der Sozialversicherungen und der öffentlichen Finanzen. Das BFS veröffentlicht die definitiven Zahlen jährlich mit einer rund zweijährigen Verzögerung, da erst dann Quellen wie Betriebsrechnungen oder die Finanzstatistik zur Verfügung stehen.
2017 wurde die Statistik revidiert mit einer Neuberechnung für die Jahre 2010 bis 2015. Das ausgewiesene Niveau der Gesundheitskosten ist nach Revision um 3,3 Milliarden höher als vorher (bezogen auf das Jahr 2014), was sich vor allem auf eine verfeinerte Abgrenzung des Gesundheitswesens gemäss internationaler Vorgaben und auf verbesserte Datenquellen zurückführen lässt. Die Daten der Jahre vor 2009 wurden auf Basis bisheriger Wachstumsraten retropoliert, sodass eine Vergleichbarkeit mit der Vergangenheit gewährleistet ist.
Beim Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum BIP werden Taggelder nicht berücksichtigt.

Definitionen

Definition des Indikators
Gesundheitsausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt (BIP). Monatliche Gesundheitsausgaben pro Einwohner/in (mittlere Wohnbevölkerung) in Franken (zu laufenden Preisen). Für die Berechnung der monatlichen Ausgaben werden die jährlichen Ausgaben durch 12 Monate geteilt.

Kontakt

Bundesamt für Statistik Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/querschnittsthemen/wohlfahrtsmessung/indikatoren/gesundheitsausgaben.html