Legislaturindikator: Abonnent/innen von Breitband-Internetanschlüssen


Auszug aus dem Legislaturziel 7: Ein wesentlicher Faktor der Standortattraktivität der Schweiz ist ihr flächendeckendes und leistungsfähiges Infrastrukturnetz. […] Zunehmende Bedeutung kommt auch der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu.

Bedeutung des Indikators: Voraussetzung für die Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ist die Verbreitung von technischen Möglichkeiten in den privaten Haushalten, in Unternehmen, in der Verwaltung oder an Schulen und Universitäten. Die zunehmende Verbreitung der Breitbandtechnologien ist entscheidend für die Entwicklung des E-Commerce, des E-Government und anderer Anwendungen, wie zum Beispiel Internettelefonie oder Audio- und Videoübertragungen.
Der Indikator zeigt die Anzahl der Abonnentinnen und Abonnenten von fixen Breitband-Internetanschlüssen pro 100 Einwohnerinnen und Einwohner im internationalen Vergleich. Er steht für den Verbreitungsgrad dieser Technologie.

Quantifizierbares Ziel: Die Rahmenbedingungen im Telekommunikationsmarkt tragen dazu bei, die Investitionen auf einem hohen Niveau zu halten und die Stelle der Schweiz bei der Anzahl der leitungsgebundenen Breitbandanschlüsse an das Internet innerhalb der fünf besten Länder der OECD zu halten.

Kommentar

Die Zahl der Abonnentinnen und Abonnenten von fixen Breitband-Internetanschlüssen stieg seit 2003 an. Ende 2017 waren es 46,8 Breitbandanschlüsse pro 100 Einwohnerinnen und Einwohner (Total Abonnentinnen und Abonnenten: 3 952 100), während es Ende 2003 10,6 waren. Damit zählt die Schweiz im OECD-Vergleich gegenwärtig zu den führenden Ländern. Sie stand im Dezember 2017 bei den fixen Breitbandanschlüssen vor Dänemark an erster Stelle der OECD-Mitgliedsstaaten. Wird bei den Breitbandanschlüssen einzig der Anteil der Glasfaseranschlüsse betrachtet, befindet sich die Schweiz allerdings unter dem OECD-Durchschnitt. Dies kann mit der hohen Breitbandabdeckung in der Schweiz durch andere Technologien (Kabelanschlüsse und DSL) erklärt werden. Die Spitzenplätze bei den Glasfaseranschlüssen werden gegenwärtig von der Republik Korea und Japan belegt.

18,5 Abonnentinnen und Abonnenten pro 100 Einwohnerinnen und Einwohner besassen 2016 einen Hochbreitbandanschluss mit einer Geschwindigkeit zwischen 25 und 100 Megabit pro Sekunde (Mbps) und ebenso viele Abonnentinnen und Abonnenten pro 100 Einwohnerinnen und Einwohner einen Anschluss mit mehr als 100 Mbps.

Im Jahr 2017 verfügten 93% der Schweizer Haushalte über einen Internetanschluss. Die Schweiz lag damit über dem Durchschnitt der EU-28-Länder (87%).

Je nach Bildungsniveau wird das Internet unterschiedlich genutzt. Anfang 2018 nutzten 97% der Personen, welche über einen Abschluss auf der Tertiärstufe (Hochschulen) verfügen, das Internet mehrmals pro Woche. Bei den Personen mit einem Abschluss auf der Sekundarstufe II lag die Nutzungsquote bei 85% und bei Personen mit einem Abschluss der obligatorischen Schule bei 70%.


Tabellen

Methodologie

Die Zahl der Abonnentinnen und Abonnenten von fixen Breitband-Internetanschlüssen wird pro 100 Einwohnerinnen und Einwohnern gemessen. Die Daten werden im internationalen Vergleich dargestellt. Zu den fixen Breitband-Internetanschlüssen zählen DSL, Kabelmodem-Zugänge, Glasfaser, Satellit, feste terrestrische Hertz-Dienste und weitere Breitbandtechnologien. Generell gilt eine Verbindung als Breitband, wenn sie eine Übertragungsrate von mehr als 256 Kilobits pro Sekunde (Kbit/s) aufweist.

Die OECD publiziert die Daten halbjährlich. Die Daten für die Schweiz basieren auf Schätzungen, die auf Basis der offiziellen Fernmeldestatistik (jährliche Erhebung bei den Fernmeldedienstanbietern) durch das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) erstellt werden.

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

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