MONET – Beschäftigte in innovativen Branchen


Bedeutung des Indikators

In der Nachhaltigen Entwicklung sollen Innovation und Wissenstransfer gefördert werden (Prinzip 10b). Zudem soll die ökonomische Leistungsfähigkeit zumindest erhalten oder gesteigert werden (Prinzip 10a). Innovationen können dazu beitragen aufgrund ihrer Fähigkeit zur Steigerung der Effizienz von Prozessen, Dienstleistungen und Ressourcennutzung. Technologische, soziale und organisatorische Innovationen zielen darauf ab, effizienteren Nutzen zu generieren und den Markterfolg von Unternehmen zu verbessern. Ausserdem steigert die Präsenz von innovativen Unternehmen und Institutionen die wirtschaftliche Attraktivität eines Landes. Im Sinne der Nachhaltigen Entwicklung soll die Innovationstätigkeit den Übergang zu einer grünen und fairen Wirtschaft fördern, welche die Bedürfnisse der Gesellschaft decken kann, ohne die Bedürfnisdeckung der zukünftigen Generationen zu gefährden (Prinzip 10c). Der Anteil der Beschäftigten in innovativen Branchen verdeutlicht die Kraft dieser Branchen und damit die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft. Um die Nachhaltige Entwicklung voranzutreiben, muss dieser Anteil zunehmen.

Der Indikator zeigt den Anteil der Beschäftigten in innovativen Branchen am Total der Beschäftigten in den Sektoren 2 und 3.

Relevante Prinzipien der Nachhaltigen Entwicklung : 10a Förderung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, 10b Innovations und wettbewerbsfreundliche Wirtschaftsordnung, 10c Forschungsförderung.

Kommentar

Seit 2011 hat sich der Anteil der Beschäftigten in innovativen Branchen am Total der Beschäftigten (in Vollzeitäquivalenten, VZÄ) in den Sektoren 2 und 3 nicht wesentlich verändert. 2016 waren über eine Million Beschäftigte (in VZÄ) in innovativen Branchen der Sektoren 2 und 3 tätig, das entspricht 29,4% der Gesamtbeschäftigung in diesen Sektoren.

Die Kantone mit den grössten Anteilen Beschäftigter (in VZÄ) in innovativen Branchen der Sektoren 2 und 3 waren 2016 Basel-Stadt (40,8%), Zug (40,8%) und Neuenburg (38,1%).

Der Indikator macht jedoch keine Aussagen über die Art der Innovationen und ihren Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung.

Synthese


Tabellen

Methodologie

Der Indikator zeigt den Anteil der Beschäftigten (in Vollzeitäquivalenten, VZÄ) in innovativen Branchen am Total der Beschäftigten (in VZÄ) im sekundären und tertiären Sektor.

Die Daten über die Zahl der Beschäftigten stammen aus der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) des Bundesamts für Statistik. Die Listen der innovativen Branchen werden durch die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) bereitgestellt. Die KOF erstellt diese Listen im Rahmen der Innovationserhebungen, die im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) durchgeführt werden (bis 2011 mit einem dreijährigen Rhythmus, danach zweijährig). Sie entstehen aus einer separaten Analyse der Sektoren «Industrie» und «Bau + Dienstleistungen». Die Listen der Branchen wurden internationalen Klassifikationen (OECD und Eurostat) entnommen.

Internationale Vergleichbarkeit

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Definitionen

Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten
Die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten resultiert aus der Umrechnung des Arbeitsvolumens (gemessen als Beschäftigte oder Arbeitsstunden) in Vollzeitbeschäftigte. Die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten ist definiert als das Total der geleisteten Arbeitsstunden dividiert durch das Jahresmittel der Arbeitsstunden, die durch Vollzeitbeschäftigte erbracht werden.

Branche
Eine Branche (oder ein Wirtschaftszweig) ist eine Zusammenfassung homogener Produktionseinheiten, die Produkte herstellen (oder Dienstleistungen erbringen), welche derselben Gesamtheit einer Wirtschaftszweignomenklatur angehören (z.B. NOGA).

Innovation
Innovation ist die Einführung eines neuen oder merklich verbesserten Produkts (Ware oder Dienstleistung) oder Prozesses, einer neuen Marketingmethode oder einer neuen Organisationsform in den Geschäftspraktiken, den Arbeitsabläufen oder den Aussenbeziehungen. (OCDE/Eurostat, Oslo-Hanbuch, 2005)

Quellen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/nachhaltige-entwicklung/monet/alle-nach-themen/wirtschaftssystem/beschaeftigte-innovative-branchen.html