MONET – Suizidrate


Bedeutung des Indikators

Der Schutz und die Förderung der physischen, psychischen und sozialen Gesundheit der Menschen ist ein wichtiger Aspekt der Nachhaltigen Entwicklung (Prinzip 2b). Die Möglichkeiten für heutige und künftige Generationen, Lebenszufriedenheit und Glück zu finden, sollen ebenfalls geschützt und gefördert werden (Prinzip 3a). Die Anzahl Todesfälle durch Suizid gibt Auskunft über die Zufriedenheit, das psychische Wohlbefinden und die psychosoziale Situation der Menschen. Um die Nachhaltige Entwicklung zu fördern, muss die Suizidrate gesenkt werden.

Der Indikator zeigt die Anzahl Todesfälle durch Suizid pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Relevante Prinzipien der Nachhaltigen Entwicklung: 2b Gesundheitsförderung, 3a Zufriedenheit und Glück, 3b Wohlbefinden berücksichtigende Entwicklung.

Kommentar

Nach einem Anstieg in den 1970er-Jahren ist die Suizidrade ab 1980 wieder gesunken. Seit 2010 hat sie sich bei durchschnittlich 11,0 Todesfällen pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner stabilisiert. Die Suizidrate der Männer ist insgesamt rund dreimal so hoch wie die der Frauen. 2014 lag die Suizidrate bei 15,8 Todesfällen pro 100'000 Männer und bei 5,6 Todesfällen pro 100'000 Frauen.

Zum Vergleich: In den Ländern der Europäischen Union betrug sie 2014 durchschnittlich 16,1 bei den Männern und 4,3 bei den Frauen.

Synthese


Tabellen

Methodologie

Dieser Indikator zeigt die Anzahl Todesfälle durch Suizid (ohne assistierten Suizid) pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Daten stammen aus der Statistik der Todesursachen und Totgeburten (eCOD) des Bundesamtes für Statistik. Die Todesursachenstatistik liefert einen Überblick über die Entwicklung und die Ursachen der Sterblichkeit in der Schweiz. Die Daten werden mittels einer anonymisierten Sterbe- und Totgeburtenkarte erhoben. Da eine Auskunftspflicht besteht, erreicht die Statistik eine hohe Repräsentativität.  

Internationale Vergleichbarkeit

Die Daten können international mit denjenigen des Regionalbüros für Europa der Weltgesundheitsorganisation verglichen werden. Sie sind in der Datenbank «European health for all database» verfügbar.

Definitionen

Standardisierung der Sterbeziffer
Die Sterbeziffer misst die Zahl der Sterbefälle in einer Bevölkerung innerhalb eines bestimmten Zeitabschnittes (Todesfälle pro 100'000 Einwohner/innen der ständigen Wohnbevölkerung; in der Regel pro Kalenderjahr). Da die Altersstrukturen an verschiedenen Orten und in verschiedenen Zeitperioden unterschiedlich sein können, müssen die Sterbeziffern vereinheitlicht werden, um vergleichbar zu sein. Die Suizidrate wird nach der Methode der direkten Standardisierung und mit der europäischen Standardbevölkerung berechnet und erlaubt damit die Darstellung ihrer zeitlichen Entwicklung und den Vergleich mit anderen Ländern, verschiedenen Todesursachen etc.

Quellen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/nachhaltige-entwicklung/monet/alle-nach-themen/lebensbedingungen/suizidrate.html