MONET – Erneuerbare Energie


Bedeutung des Indikators

Ein wichtiges Anliegen der Nachhaltigen Entwicklung ist es, den Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen und die Emission von Schadstoffen zu begrenzen (Prinzipien 15a, 16b und 17a). Der grössere Teil des Energieverbrauchs stammt aus nicht erneuerbaren Ressourcen wie Rohöl, Erdölprodukte, Erdgas und Kernbrennstoffe. Da die Verbrennung fossiler Treib- und Brennstoffe mit Schadstoffemissionen verbunden ist, muss ihre Verwendung zugunsten von erneuerbaren Energien gesenkt werden. In einer Nachhaltigen Entwicklung muss der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch zunehmen.

Der Indikator zeigt auf, wie gross der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch ist.

Relevante Prinzipien der Nachhaltigen Entwicklung : 15a Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, 16a Verbrauchsbegrenzung für erneuerbare Ressourcen, 16b Verbrauchsbegrenzung für nicht erneuerbare Ressourcen, 17a Begrenzung abbaubarer Abfälle und Schadstoffe, 18c Vorsorge bei Ungewissheit, 19 Rücksicht auf das Zeitmass natürlicher Prozesse.

Kommentar

Seit 1990 nimmt der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch zu. Mehr als ein Fünftel des Energieverbrauchs stammt aus erneuerbaren Quellen. Die aus erneuerbaren Quellen stammende Energie wird zu einem guten Teil aus Wasserkraft gewonnen (55,4% im Jahr 2016). 2016 stammten 22,4% der erneuerbaren Energien aus erneuerbarer Biomasse (Holz und landwirtschaftliches Biogas), 8,4% aus Umweltwärme und 6,7% aus erneuerbaren Abfallanteilen. Die anderen Energietechnologien (Nutzung von Sonnenenergie, Windenergie, Biotreibstoff und Rückständen in Abwasserreinigungsanlagen) produzieren nur einen kleinen Anteil der erneuerbaren Energie.

Synthese


Tabellen

Methodologie

Der Indikator zeigt auf, wie gross der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch ist. Die Daten stammen aus der Schweizerischen Gesamtenergiestatistik sowie aus der schweizerischen Statistik der erneuerbaren Energien des Bundesamts für Energie.

Bei der Gesamtenergiestatistik handelt es sich um eine Synthesestatistik, welche auf mehreren Erhebungen zur Erzeugung und zum Verbrauch von Energie aufbaut und vom Bundesamt für Energie erstellt wird. In der Statistik der erneuerbaren Energien werden Daten zur erneuerbaren Energienutzung aus verschiedensten Quellen und Teilstatistiken vom Bundesamt für Energie zusammengestellt und kommentiert.


Internationale Vergleichbarkeit

Der Indikator ist international vergleichbar. Die erneuerbaren Energien gehören zu den vorrangigen Anliegen der OECD und der Europäischen Umweltagentur (EUA).

Definitionen

Endenergie
Unter Endenergie versteht man die vom Konsumenten für einen bestimmten Nutzen eingekaufte bzw. selbst produzierte Energie, wie zum Beispiel Strom für Licht oder Benzin für Autos. Mit der Endenergie wird die letzte Stufe des Handels erfasst. Im Gegensatz zur Bruttoenergie sind hier die Übertragungs- und Verteilverluste, der Eigenverbrauch des Energiesektors, die in den Schweizer Raffinerien erzeugten nicht energetischen Erdölprodukte (Bitumen, Schmiermittel etc.) sowie die Produkte, welche für die Elektrizitäts- und Fernwärmeerzeugung benötigt werden, bereits abgezogen.

Erneuerbare Energien
Energien, die kontinuierlich oder in Zyklen auf natürliche Weise anfallen, entweder für die Bereitstellung von nutzbarer Energie oder direkt als Endenergie. Zu den erneuerbaren Energien gehören einerseits die klassischen Energieträger Wasserkraft und Holz, andererseits die neuen erneuerbaren Energieträger Wind, Sonne, Biotreibstoffe, Biogas und Umgebungswärme.

Links

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/nachhaltige-entwicklung/monet/alle-nach-themen/energie-klima/erneuerbare-energie.html