MONET – Endenergieverbrauch


Bedeutung des Indikators

Der Energieverbrauch trägt zur Nutzung natürlicher Ressourcen und damit verbunden zur Umweltbelastung bei. Eine wichtige Herausforderung der Nachhaltigen Entwicklung ist, dass der Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen das Entwicklungspotential erneuerbarer Ressourcen nicht übersteigen soll. Der Verbrauch erneuerbarer Ressourcen seinerseits ist so zu gestalten, dass er die Regeneration derselben nicht gefährdet (Prinzipien 16a und 16b). Überdies soll die Belastung der Umwelt durch Abfälle und Schadstoffe minimiert werden (Prinzip 17a). Es wird folglich eine Abnahme des Energieverbrauchs angestrebt.

Der Indikator misst, wie viel Energie jede in der Schweiz wohnhafte Person pro Jahr verbraucht. Der Endenergieverbrauch beinhaltet dabei alle Verbrauchergruppen (Haushalte, Industrie, Dienstleistungen und Verkehr).

Relevante Prinzipien der Nachhaltigen Entwicklung: 12a Umweltgerechte Produktion, 12b Umwelt- und sozialgerechter Konsum, 16a Verbrauchsbegrenzung für erneuerbare Ressourcen, 16b Verbrauchsbegrenzung für nicht erneuerbare Ressourcen, 17a Begrenzung abbaubarer Abfälle und Schadstoffe.

Kommentar

Der Endenergieverbrauch pro Person nahm seit 2000 insgesamt ab. Der unregelmässige Verlauf dieser Entwicklung wird hauptsächlich durch die Witterung verursacht, ist teilweise aber auch auf die Wirtschaftsentwicklung (Konjunktur) zurückzuführen.

Das Energiegesetz vom 30. September 2016 (EnG 730.0) strebt bis zum Jahr 2020 eine Senkung des Energieverbrauchs pro Person um 16 Prozent gegenüber dem Stand im Jahr 2000 an.

Der absolute Endenergieverbrauch ist im gleichen Zeitraum praktisch konstant geblieben, obwohl die Bevölkerung um mehr als 17% zugenommen hat.

Synthese

Bemerkung: Der Indikator wird gemäss des Energiegesetzes beurteilt (–16% gegenüber 2000 bis ins Jahr 2020)


Tabellen

Methodologie

Der Indikator zeigt den jährlichen Verbrauch an Endenergie pro Person der mittleren ständigen Wohnbevölkerung.

Die Daten zum Endenergieverbrauch stammen aus der Gesamtenergiestatistik. Die Gesamtenergiestatistik ist eine Synthesestatistik, welche auf mehreren Erhebungen zur Erzeugung und zum Verbrauch von Energie aufbaut und vom Bundesamt für Energie erstellt wird. Für die mittlere ständige Wohnbevölkerung wurden Daten der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) des Bundesamts für Statistik verwendet. Sie umfasst die im Durchschnitt eines Kalenderjahres in der Schweiz lebende Wohnbevölkerung nach wirtschaftlichem Wohnsitz und wird vor allem für die Berechnung von nicht-demografischen Indikatoren verwendet.

Internationale Vergleichbarkeit

International verwendet, wird häufig auf den Bruttoenergieverbrauch zurückgegriffen, welcher die Verluste bei der Energieumwandlung zur Endenergie addiert.

Definitionen

Endenergie
Unter Endenergie versteht man die vom Konsumenten für einen bestimmten Nutzen eingekaufte bzw. selbst produzierte Energie, wie zum Beispiel Strom für Licht oder Benzin für Autos. Mit der Endenergie wird die letzte Stufe des Handels erfasst. Im Gegensatz zur Bruttoenergie sind hier die Übertragungs- und Verteilverluste, der Eigenverbrauch des Energiesektors, die in den Schweizer Raffinerien erzeugten nicht energetischen Erdölprodukte (Bitumen, Schmiermittel etc.) sowie die Produkte, welche für die Elektrizitäts- und Fernwärmeerzeugung benötigt werden, bereits abgezogen.

Links

Quellen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/nachhaltige-entwicklung/monet/alle-nach-themen/energie-klima/endenergieverbrauch.html