MONET 2030: Erwerbsbeteiligung von Menschen mit Behinderungen


SDG 10: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

Schweizer Unterziel 10.2: Die Schweiz fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Bedeutung des Indikators
Der Indikator zeigt den Anteil der Erwerbstätigen an der 16- bis 64-jährigen Wohnbevölkerung mit Behinderungen, die in einem Privathaushalt lebt. Die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt ist ein wichtiges Anliegen der Chancengleichheit. Sie ermöglicht, die finanzielle Eigenständigkeit dieser Personen zu verbessern, ihre Kompetenzen zu erhalten und zu steigern sowie ihre persönliche Entwicklung und die Teilnahme an der Zivilgesellschaft zu fördern. Eine Zunahme der Erwerbsbeteiligung von Menschen mit Behinderungen ist daher ein Schritt in Richtung Nachhaltige Entwicklung.

Lesehilfe
Obschon die Erwerbspersonen des sogenannten "zweiten Arbeitsmarktes" (Arbeit in einer geschützten Werkstatt) in der Erhebung berücksichtigt werden, machen sie in den Stichproben einen äusserst kleinen Anteil aus. Bei den präsentierten Ergebnissen geht es daher hauptsächlich um die Beteiligung am "regulären" beziehungsweise "ersten Arbeitsmarkt".

Internationaler Vergleich
Der Indikator ist international nicht vergleichbar.


Tabellen

Methodologie

Der Indikator zeigt den Anteil der Erwerbstätigen an der Wohnbevölkerung mit Behinderungen im Erwerbsalter (16 bis 64 Jahre), die in einem Privathaushalt lebt. Die Daten werden im Rahmen der Erhebung über die Einkommen und die Lebensbedingungen (SILC) des Bundesamts für Statistik erfasst. Dafür wurde ein Vertrauensintervall von 95% berechnet.

Obschon die Erwerbspersonen des sogenannten "zweiten Arbeitsmarktes" (Arbeit in einer geschützten Werkstatt) in der Erhebung berücksichtigt werden, machen sie in den Stichproben einen äusserst kleinen Anteil aus. Bei den präsentierten Ergebnissen geht es daher hauptsächlich um die Beteiligung am "regulären" beziehungsweise "ersten Arbeitsmarkt".

Definitionen

Erwerbstätige
Als Erwerbstätige gelten Personen im Alter von mindestens 15 Jahren, die während der Referenzwoche

  • mindestens eine Stunde gegen Entlöhnung gearbeitet haben
  • oder trotz zeitweiliger Abwesenheit von ihrem Arbeitsplatz (wegen Krankheit, Ferien, Mutterschaftsurlaub, Militärdienst usw.) weiterhin eine Arbeitsstelle als Selbständigerwerbende oder Arbeitnehmende hatten,
  • oder unentgeltlich im Familienbetrieb mitgearbeitet haben.

Unter diese Definition fallen, unabhängig vom Ort, wo die Tätigkeit ausgeführt wird (im Betrieb, zu Hause [Heimarbeit] oder in einem anderen Privathaushalt), alle Arbeitnehmenden, Selbständigerwerbenden, im eigenen Familienbetrieb mitarbeitenden Familienmitglieder, Lehrlinge, Rekruten, Unteroffiziere und Offiziere, die während der Rekrutenschule bzw. des Abverdienens ihre Arbeitsstelle bzw. ihren Arbeitsvertrag behalten können, Schüler und Studierende, die neben ihrer Ausbildung einer Erwerbstätigkeit nachgehen, und Rentner, die nach der Pensionierung noch erwerbstätig sind. Nicht berücksichtigt werden die Hausarbeit im eigenen Haushalt, unbezahlte Nachbarschaftshilfe und andere ehrenamtliche Tätigkeiten.

Menschen mit Behinderungen
Personen, die ein dauerhaftes Gesundheitsproblem haben und die (stark oder etwas) bei Tätigkeiten des normalen Alltagslebens eingeschränkt sind.

Quellen

Unterziele

Schweizer Unterziel 10.2: Die Schweiz fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Internationales Unterziel 10.2: Bis 2030 alle Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Behinderung, Rasse, Ethnizität, Herkunft, Religion oder wirtschaftlichem oder sonstigem Status zu Selbstbestimmung befähigen und ihre soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern.

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
Tel.
+41 58 485 64 96

Von Montag bis Freitag
09.00–12.00 Uhr und 14.00–16.00 Uhr

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/nachhaltige-entwicklung/monet-2030/sozialer-zusammenhalt/erwerbsbeteiligung-menschen-mit-behinderungen.html