MONET 2030: Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft


SDG 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

Auszug aus dem Schweizer Unterziel 2.4: […] Die Landwirtschaft passt sich vorausschauend an den Klimawandel an, reduziert die landwirtschaftlichen Umweltbelastung und Treibhausgasemissionen, fördert die Biodiversität und steigert ihre Ressourceneffizienz und trägt damit zur Verringerung des ökologischen Fussabdrucks der Schweiz bei.

Bedeutung des Indikators
Der Indikator misst Methan-, Kohlendioxid- und Lachgasemissionen (CH4, CO2, N2O) aus der landwirtschaftlichen Produktion in der Schweiz. Mehr als ein Drittel der Gesamtfläche der Schweiz wird landwirtschaftlich genutzt. Die Landwirtschaft ist demnach ein wichtiger Einflussfaktor des Menschen auf die Umwelt. Eine Abnahme dieser Emissionen ist daher ein Schritt in Richtung Nachhaltige Entwicklung.

Internationaler Vergleich
Die für diesen Indikator verwendeten Daten werden gemäss den internationalen Richtlinien anhand der Rahmenmethoden des Weltklimarates der Vereinten Nationen (IPCC) berechnet. Der Indikator ist daher auf internationaler Ebene vergleichbar.


Tabellen

Methodologie

Die Daten umfassen die Methan-, Kohlendioxid- und Lachgasemissionen (CH4, CO2, N2O), die generiert werden durch:
• die direkte landwirtschaftliche Produktion (Verdauung der Nutztiere, Bodendüngung und Hofdüngerbewirtschaftung);
• den Energieverbrauch der Landwirtschaftsbetriebe;
• die Vorleistungen (Mineraldünger und Einfuhr von Tierfutter).
Zur Schätzung der landwirtschaftlichen Produktion, des Energieverbrauchs und der Kohlenstoffverlustewerden die Berechnungsmethoden des nationalen Treibhausgas-Inventars verwendet und durch weitere Methoden ergänzt. Für die Vorleistungen wird die Lebenszyklusanalyse herangezogen.
Die CH4- und die N2O-Emissionen werden anhand ihrer globalen Erwärmungspotenziale über 100 Jahre in CO2-Äquivalente (CO2-eq) umgerechnet. Für CH4 wird Faktor 25 und für N2O Faktor 298 verwendet.
 

Unterziele

Schweizer Unterziel 2.4: Basierend auf denen vom Bundesrat verabschiedeten „Umweltzielen Landwirtschaft“ verfolgt der Bund mit der Weiterentwicklung der Agrarpolitik die langfristige Erhaltung der Tragfähigkeit der Ökosysteme und der Ökosystemleistungen. Die Landwirtschaft passt sich vorausschauend an den Klimawandel an, reduziert die landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen, steigert ihre Ressourceneffizienz und trägt damit zur Verringerung des ökologischen Fussabdrucks der Schweiz bei.

Internationales Unterziel 2.4: Bis 2030 die Nachhaltigkeit der Systeme der Nahrungsmittelproduktion sicherstellen und resiliente landwirtschaftliche Methoden anwenden, die die Produktivität und den Ertrag steigern, zur Erhaltung der Ökosysteme beitragen, die Anpassungsfähigkeit an Klimaänderungen, extreme Wetterereignisse, Dürren, Überschwemmungen und andere Katastrophen erhöhen und die Flächen- und Bodenqualität schrittweise verbessern.

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