MONET 2030: Strukturen der Fliessgewässer


SDG 6: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

Auszug aus dem Schweizer Unterziel 6.6: In den kommenden Generationen wird der natürliche Zustand eines Teils der Gewässer, deren Ufer stark verbaut sind, so weit wie möglich wiederhergestellt, und für alle Gewässer wird ausreichend Raum ausgeschieden, der zum Zwecke des ökologischen Ausgleichs nur extensiv bewirtschaftet wird (Biodiversitätsförderflächen seit 2014). […]  

Bedeutung des Indikators
Der Indikator zeigt den Anteil an der gesamten Fliessgewässerstrecke, der in ungenügendem ökomorphologischen Zustand ist. Durch die Begradigung und die Eindämmung können die Fliessgewässer ihre natürliche Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen, was den umliegenden Ökosystemen schadet. Ein Rückgang dieses Anteils trägt somit zur nachhaltigen Entwicklung bei.

Lesehilfe
Im Rahmen der ökomorphologischen Erhebung wurden kleine und mittlere Fliessgewässer entlang von rund 30 000 Kilometer untersucht. Die Ergebnisse wurden danach auf das Gewässernetz der Schweiz übertragen und extrapoliert, um eine gesamtschweizerische Analyse zu ermöglichen. Die im Rahmen der ökomorphologischen Erhebung angewandte Methode gilt allerdings nicht für grosse Fliessgewässer (Rhein, Aare, Rhone, Limmat und Reuss). Diese sind zu komplex und daher in den Daten für die Extrapolation für die gesamte Schweiz nicht enthalten.

Internationaler Vergleich
Bei diesem Indikator sind keine internationalen Vergleiche möglich.


Tabellen

Methodologie

Der Indikator zeigt den Anteil an der Fliessgewässerstrecke, der in ungenügendem ökomorphologischen Zustand ist. Dieser wurde im Rahmen des sogenannten Modul-Stufen-Konzepts «Ökomorphologie Stufe F» (flächendeckend) von den Kantonen erhoben. Dazu wurden im Zeitraum von 1998 bis 2006 die Gewässer in 24 Kantonen entlang von knapp 30 000 km kartiert. Um den ökomorphologischen Zustand der Gewässer zu erheben, wurden der Natürlichkeitsgrad der Gewässer, eingedolte Strecken sowie Hindernisse erfasst.
Die Ergebnisse dieser rund 30 000 km Fliessgewässer wurden danach auf das Gewässernetz der Schweiz übertragen und extrapoliert, um eine gesamtschweizerische Analyse zu ermöglichen. Die im Rahmen der ökomorphologischen Erhebung angewandte Methode gilt nicht für grosse Fliessgewässer (Rhein, Aare, Rhone, Limmat und Reuss). Diese sind zu komplex und daher in den Daten für die Extrapolation für die gesamte Schweiz nicht enthalten.

Unterziele

Schweizer Unterziel 6.6: In den kommenden Generationen wird der natürliche Zustand eines Teils der Gewässer, deren Ufer stark verbaut sind, so weit wie möglich wiederhergestellt, und für alle Gewässer wird ausreichend Raum ausgeschieden, der zum Zwecke des ökologischen Ausgleichs nur extensiv bewirtschaftet wird (Biodiversitätsförderflächen seit 2014). Darüber hinaus werden die negativen Auswirkungen der Wasserkraftnutzung auf die Gewässer (Schwall-Sunk, Geschiebehaushalt, Fischwanderung) in den kommenden 20 Jahren so weit wie möglich eliminiert.

Internationales Unterziel 6.6: Bis 2020 wasserverbundene Ökosysteme schützen und wiederherstellen, darunter Berge, Wälder, Feuchtgebiete, Flüsse, Grundwasserleiter und Seen.

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