MONET 2030: Material-Fussabdruck


SDG 8: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

Auszug aus dem Schweizer Unterziel 8.4: [...] Unternehmen schöpfen ihre Ressourceneffizienz durch eine optimale Gestaltung ihrer Produktionsprozesse und Produkte aus und der private Konsum trägt zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs und der damit zusammenhängenden Umweltbelastung bei.

Bedeutung des Indikators
Der Indikator präsentiert den inländischen Rohstoffverbrauch (abgekürzt RMC, vom Englischen Raw Material Consumption), auch Material-Fussabdruck genannt. Der Material-Fussabdruck berücksichtigt nebst den in der Schweiz gewonnenen Rohstoffen auch die Menge aller Rohstoffe, die im Ausland für die Herstellung und den Transport der in der Schweiz verbrauchten oder genutzten Güter und Dienstleistungen verwendet werden. Aus Sicht der nachhaltigen Entwicklung sollte der weltweite Handel die Anliegen eines schonenden Umgangs mit natürlichen Ressourcen berücksichtigen, dies sowohl in der Schweiz als auch in den Ländern, aus denen wir Güter und Dienstleistungen importieren. In diesem Sinne ist eine Abnahme dieses Fussabdrucks wünschenswert.

Internationaler Vergleich
Die Flüsse in Rohstoffäquivalenten können nicht direkt gemessen und müssen daher modelliert werden. Auf internationaler Ebene existieren verschiedene statistische Ansätze, um diese Flüsse zu schätzen. Die Daten dieses Indikators werden gemäss einer von Eurostat entwickelten Methode berechnet. Zurzeit wird dieser Indikator nur von einigen europäischen Ländern publiziert. Eurostat veröffentlicht diese Daten auf EU-Ebene.


Tabellen

Methodologie

Der Indikator beschreibt den durch die inländische Endnachfrage eines Landes verursachten Rohstoffverbrauch.

Die Daten zum inländischen Rohstoffverbrauch werden im Rahmen der Umweltgesamtrechnung des Bundesamts für Statistik erhoben, die zu den Satellitenkonten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung gehört. Die Umweltgesamtrechnung beruht auf dem System umweltökonomischer Gesamtrechnungen (SEEA) der UNO. Die mit diesem Indikator dargestellten Daten basieren auf einer Anpassung der Methode von Eurostat, mit der die Importe und Exporte eines Landes in Rohstoffäquivalente (RÄ) umgerechnet werden. Die RÄ-Indikatoren stützen sich auf eine Modellierung und sind deshalb mit einer grösseren Unsicherheit behaftet als jene der direkten Flüsse. Sie sind daher als Schätzungen zu betrachten.

Die inländische Endnachfrage wird gemäss der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung berechnet und entspricht der Summe der Ausgaben der privaten Haushalte und des Staates für den Endverbrauch, der Bruttoanlageinvestitionen und der Vorratsveränderungen.

Quellen

Unterziele

Schweizer Unterziel 8.4: Als Beitrag zur Respektierung der planetaren Belastbarkeitsgrenzen wird die Übernutzung von natürlichen Ressourcen vermieden. Unternehmen schöpfen ihre Ressourceneffizienz durch eine optimale Gestaltung ihrer Produktionsprozesse und Produkte aus und der private Konsum trägt zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs und der damit zusammenhängenden Umweltbelastung bei.

Internationales Unterziel 8.4: Bis 2030 die weltweite Ressourceneffizienz in Konsum und Produktion Schritt für Schritt verbessern und die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung anstreben, im Einklang mit dem Zehnjahres-Programmrahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, wobei die entwickelten Länder die Führung übernehmen.

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
Tel.
+41 58 485 64 96

Von Montag bis Freitag
09.00–12.00 Uhr und 14.00–16.00 Uhr

Kontakt

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