MONET 2030: Digitale Kompetenzen


SDG 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern

Bedeutung des Indikators
Der Indikator gibt Auskunft über den Anteil der Bevölkerung mit erweiterten digitalen Kompetenzen nach Alter. Der digitale Wandel führt zu tiefgreifenden Veränderungen im beruflichen und privaten Alltag. Damit sich die Bevölkerung an die neue Situation anpassen kann, braucht sie entsprechende Kompetenzen. Die Herausforderung besteht darin, möglichst rasch die Lücke im Bereich der digitalen Kompetenzen zu schliessen, um mit der Entwicklung mitzuhalten und zu verhindern, dass ein Teil der Bevölkerung auf dem Arbeitsmarkt und im Privatleben in Schwierigkeiten gerät. Eine Zunahme der digitalen Kompetenzen trägt zur nachhaltigen Entwicklung bei.

Lesehilfe
Der Index der allgemeinen digitalen Kompetenzen basiert auf der Annahme, dass die Ausübung bestimmter Aktivitäten ein gewisses Kompetenzniveau erfordert. Der Gesamtindex umfasst die vier Online-Kompetenzbereiche Informationsbeschaffung, Kommunikation, Problemlösung und Verwendung von Software für die Bearbeitung von Inhalten.

Internationaler Vergleich
Bei diesem Indikator sind europäische Vergleiche möglich. 


Tabellen

Methodologie

Die digitalen Kompetenzen werden anhand eines auf europäischer Ebene entwickelten Referenzrahmens gemessen. Für vier Kompetenzbereiche wurden Indikatoren festgelegt, die sich nach der Anzahl der Online-Aktivitäten oder der spezifischen Aktivitäten der Internetnutzerinnen und -nutzer richten. Es wird davon ausgegangen, dass Personen, die eine Aktivität ausgeführt haben, über die nötigen Kompetenzen dazu verfügen. Aus den Ergebnissen zu den einzelnen Feldern ergibt sich ein Indikator für allgemeine digitale Kompetenzen.
Mithilfe dieses Referenzrahmens kann ermittelt werden, ob eine Person über keine Kompetenzen, Grundkompetenzen oder erweiterte Kompetenzen verfügt. Als erweitert gelten Kompetenzen, die über Grundkompetenzen hinausgehen.
Die vier Kompetenzbereiche umfassen folgende Aktivitäten:
1. Informationsbeschaffung: Informationen in digitaler Form suchen, beschaffen, speichern und strukturieren
2. Kommunikation: Kontakte herstellen, Informationen austauschen, mithilfe von digitalen Instrumenten zusammenarbeiten und sich an Netzwerken oder Online-Gemeinschaften beteiligen
3. Problemlösung: Bedürfnisse erkennen und benötigte digitale Ressourcen ermitteln, geeignete digitale Instrumente auswählen und technische Probleme lösen
4. Verwendung von Software zur Erstellung und Bearbeitung digitaler Inhalte: digitale Inhalte wie Texte und Videos erstellen und bearbeiten sowie in einer Programmiersprache Codes schreiben
Da dieser Referenzrahmen in der Schweiz erstmals verwendet wurde, lässt sich die zeitliche Entwicklung der digitalen Kompetenzen nicht nachverfolgen.

Quellen

Prinzipien

7b Informations- und Meinungsfreiheit
Informationen sollen ungehindert fliessen. Freie Meinungsbildung und Meinungsäusserung sind zu gewährleisten.

7c Förderung der Lernfähigkeit
Die Fähigkeit, Informationen differenziert aufzunehmen und zudeuten, soll gefördert werden.

11a Voraussehbarkeit von Systemänderungen
Die Rahmenbedingungen des marktwirtschaftlichen Systems sollen so gestaltet werden, dass sich eine langfristige Orientierung lohnt und der gesellschaftliche Wandel, der zur Anpassung an die zukünftigen Erfordernisse nötig ist, erleichtert wird.

11b Sozialverträgliche Veränderungsgeschwindigkeit
Die Geschwindigkeit respektive Langsamkeit von Veränderungen der Rahmenbedingungen des wirtschaftlichen Systems darf den sozialen Frieden nicht gefährden.

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
Tel.
+41 58 485 64 96

Von Montag bis Freitag
09.00–12.00 Uhr und 14.00–16.00 Uhr

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/nachhaltige-entwicklung/monet-2030/indikatoren/digitale-kompetenzen.html