MONET 2030: Pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft


SDG 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

Schweizer Unterziel 2.5: Die Landwirtschaft erhält und fördert die einheimische genetische Vielfalt für Ernährung und Landwirtschaft, einschliesslich der wilden Verwandten der landwirtschaftlich genutzten Arten. Damit trägt sie wesentlich zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von einheimischen Sorten landwirtschaftlicher Kulturpflanzen und von Schweizer Nutztierrassen bei.

SDG 15: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen

Auszug aus dem Schweizer Unterziel 15.6: Es besteht ein freier Zugang zu pflanzengenetischen Ressourcen für die Ernährung und Landwirtschaft[…] Der Zugang für alle anderen genetischen Ressourcen (Tiere, Mikroorganismen etc.) ist im Rahmen der bestehenden Gesetzgebung frei. […]

Bedeutung des Indikators
Der Indikator zeigt die Anzahl pflanzengenetischer Ressourcen (Akzessionen) in der Nationalen Datenbank für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der pflanzengenetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (PGREL). Eine pflanzengenetische Ressource ist ein vermehrungsfähiges Pflanzenmaterial, das gegenwärtig oder künftig einen Wert haben könnte. Der Erhalt dieser Ressourcen, die ein Erbgut für die kommenden Generationen darstellen, ist für die Nahrungssicherheit sowie für die Biodiversität im Allgemeinen grundlegend. Eine Zunahme der Akzessionen steht für nachhaltige Entwicklung.

Lesehilfe
Das Pflanzenmaterial der Nationalen Datenbank für pflanzengenetische Ressourcen (PGREL) wird physisch erhalten, beispielsweise in Erhaltungsobstgärten oder als Samen, und in der Datenbank registriert. Mit dem Erhalt einer pflanzengenetischen Ressource kann diese nicht nur dokumentiert, sondern künftig auch genutzt und geteilt werden.

Internationaler Vergleich
Der Indikator ist mit dem UNO-Indikator zum globalen Monitoring der Ziele für nachhaltige Entwicklung (IAEG-SDG 2.5.1) vergleichbar. Letzterer erfasst aber auch die genetischen Ressourcen der Nutztiere.


Tabellen

Methodologie

Die Daten stammen aus der Nationalen Datenbank der pflanzengenetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (PGREL) des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW). Der Indikator erfasst die Akzessionen, also das Pflanzenmaterial, das in einer Sammlung als Muster, Sorte oder Population erhalten und in dieser Datenbank registriert wird. Jede Akzession wird mithilfe von Deskriptoren zum Konservierungsort, zur Sorte oder zum genetischen Profil identifiziert. Diese öffentliche Datenbank ist eine der Massnahmen zur Umsetzung des Internationalen Vertrags über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) in der Schweiz. Die Datenbank ist öffentlich, damit der Zugang zum genetischen Material gewährleistet ist und die Kooperation zwischen den nationalen Programmen und der FAO gefördert wird.

Definitionen

Biodiversität
Die Biodiversität oder biologische Vielfalt umfasst die verschiedenen Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Bakterien, die genetische Vielfalt innerhalb der Arten sowie die unterschiedlichen Lebensräume, in denen die Arten leben.

Unterziele

Schweizer Unterziel 2.5: Die Landwirtschaft erhält und fördert die einheimische genetische Vielfalt für Ernährung und Landwirtschaft, einschliesslich der wilden Verwandten der landwirtschaftlich genutzten Arten. Damit trägt sie wesentlich zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von einheimischen Sorten landwirtschaftlicher Kulturpflanzen und von Schweizer Nutztierrassen bei.

Schweizer Unterziel 15.6: Es besteht ein freier Zugang zu pflanzengenetischen Ressourcen für die Ernährung und Landwirtschaft, gemäss dem multilateralen System des Internationalen Vertrages für Pflanzengentische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft. Der Zugang für alle anderen genetischen Ressourcen (Tiere, Mikroorganismen etc.) ist im Rahmen der bestehenden Gesetzgebung frei. Für die Vorteile, die sich aus der Nutzung genetischer Ressourcen ergeben, sollte möglichst ein gerechter Ausgleich stattfinden.

Internationales Unterziel 2.5: Bis 2020 die genetische Vielfalt von Saatgut, Kulturpflanzen sowie Nutz- und Haustieren und ihren wildlebenden Artverwandten bewahren, unter anderem durch gut verwaltete und diversifizierte Saatgut- und Pflanzenbanken auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene, und den Zugang zu den Vorteilen aus der Nutzung der genetischen Ressourcen und des damit verbundenen traditionellen Wissens sowie die ausgewogene und gerechte Aufteilung dieser Vorteile fördern, wie auf internationaler Ebene vereinbart.

Internationales Unterziel 15.6: Die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergebenden Vorteile und den angemessenen Zugang zu diesen Ressourcen fördern, wie auf internationaler Ebene vereinbart.

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
Tel.
+41 58 485 64 96

Von Montag bis Freitag
09.00–12.00 Uhr und 14.00–16.00 Uhr

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/nachhaltige-entwicklung/monet-2030/alle-nach-themen/2-hunger/pflanzengenetische-ressourcen-ernaehrung-landwirtschaft.html