Struktur und Finanzierung


Standort der Museen

2018 zählte das Bundesamt für Statistik (BFS) in der Schweiz 1118 Museen. In mehr als einem Viertel (27,6%) der Schweizer Gemeinden befand sich mindestens ein Museum. Verglichen mit anderen Kultureinrichtungen ist das Museumsangebot räumlich breit gestreut: 2018 hatten nur 7% der Schweizer Gemeinden mindestens ein Kino. 

Fast drei Viertel (71,5%) der Schweizer Museen befanden sich in der Deutschschweiz, 20,3% in der französischsprachigen Schweiz und 8,2% in der italienischsprachigen Schweiz.

Mit 25,0 Museen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner hat die italienischsprachige Schweiz die höchste Museumsdichte. An zweiter Stelle stand die deutschsprachige und an dritter die französischsprachige Schweiz mit 13,2 bzw. 10,7 Museen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Knapp über die Hälfte der Schweizer Museen befanden sich 2018 in Zentrumsgemeinden (51,2%), 20,4% in Agglomerationsgemeinden und 28,4% in ländlichen Gemeinden. Mit 24,4 Museen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner haben die ländlichen Gemeinden die höchste Museumsdichte. Dahinter folgen mit 12,3 bzw. 10,6 Museen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner die Agglomerationsgemeinden und die Zentrumsgemeinden.

 

Museumstypen

Entsprechend dem Hauptthema der Sammlung können acht Museumstypen unterschieden werden. Regionale und lokale Museen mit regions- oder dorfspezifischen Sammlungen sind am zahlreichsten. Sie machen fast ein Drittel (32,8%) aller Schweizer Museen aus. An zweiter Stelle stehen Kunstmuseen (14,8%), dahinter folgen technische Museen (13,7%) und historische Museen (11,1%).

Fast jedes fünfte Museum (18,8%) in der Schweiz fällt unter die Kategorie «andere Museen», die in der Regel einem einzigen Thema, das keiner anderen Kategorie zugeordnet werden kann, gewidmet sind (z.B. Froschmuseum oder Spielzeugmuseum).

Museen nach Typ, 2018

 

Anzahl Museen

%

Total

1118

100

Regionale und lokale Museen

367

32,8

Kunstmuseen

165

14,8

Technische Museen

153

13,7

Historische Museen

124

11,1

Naturwissenschaftliche Museen

59

5,3

Archäologische Museen

26

2,3

Ethnografische Museen

14

1,3

Andere Museen

210

18,8

Wegen Rundungsdifferenzen kann das Total von 100% leicht abweichen.

Rechtsform der Museen

Die meisten Museen (70,5%) sind privatrechtlich organisiert, am häufigsten als Vereine (31,1%) und Stiftungen (27,1%). Deutlich seltener werden die Museen von Unternehmen (6,2%) oder von Privatpersonen (6,1%) geführt.

Öffentlich-rechtliche Museen machen 29,5% aller Museen in der Schweiz aus. Davon werden 17,5% von Gemeinden, 5,6% von Kantonen und 0,6% vom Bund verwaltet. Für die restlichen 5,8% sind andere öffentlich-rechtliche Korporationen oder Anstalten zuständig (z.B. Bezirke, Bürgergemeinden, öffentlich-rechtliche Stiftungen).

 

Hauptfinanzierungsträger der Museen

Die Hälfte der Museen (50,6%) gab die öffentliche Hand (Bund, Kanton oder Gemeinde) als Hauptfinanzierungsträger in der Befragung an. 46,1% werden überwiegend privat finanziert.

Aufgeschlüsselt nach der Bedeutung der einzelnen Finanzierungsträger stehen die Gemeinden an erster Stelle: Über ein Drittel der Museen in der Schweiz (34,2%) werden hauptsächlich von einer Gemeinde finanziert. An zweiter Stelle folgen Vereine, die bei 17,4% Museen den Hauptteil des Budgets beisteuern, sowie Kantone (14,1%) und Stiftungen (13,6%).

 


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