Bibliotheken


Bibliotheken spielen für den Erhalt und die Vermittlung von Wissen und Kultur eine zentrale Rolle. Um ihre Tätigkeiten aufzuzeigen, erfasst die Erhebung eBiblio der Schweizerischen Bibliothekenstatistik bei den Schweizer Bibliotheken jedes Jahr Daten zu Angebot, Nutzung, Personal und Finanzen.

Die Erhebung deckt die Bibliotheken der folgenden Kategorien ab:
– Bibliotheken mit nationalem Auftrag
– Universitätsbibliotheken
– Bibliotheksverbunde der Universitäten
– Bibliotheksverbunde der Fachhochschulen
– öffentliche Bibliotheken in den Städten (Gemeinden ab 10'000 Einwohner/innen)
– Bibliotheken der pädagogischen Hochschulen

Die öffentlichen und kombinierten Gemeindebibliotheken (Gemeinde- und Schulbibliotheken) in Gemeinden mit weniger als 10'000 Einwohnerinnen und Einwohnern werden nur in den Partnerkantonen (derzeit 13) systematisch erhoben.

Die zehn grössten Bibliotheken der Schweiz gemäss Angebot, 2017

Bibliotheken
Gesamtes Medienangebot1) Aktive Benutzer Ausleihen2)
Total 56'924'767 209'332 4'881'824
Bibliothèque cantonale et universitaire de Lausanne 10'764'433 19'035 930'723
Bibliothek der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) 9'443'694 27'889 475'285
Bibliothèque de Genève 6'937'453 7'018 120'062
Universitätsbibliothek Basel 6'462'346 20'435 504'347
Zentralbibliothek Zürich 6'304'164 50'349 925'417
Schweizerische Nationalbibliothek 6'189'400 6'262 71'626
Universitätsbibliothek Bern 4'254'090 23'168 758'072
Bibliothèque cantonale et universitaire de Fribourg 3'831'592 15'759 516'226
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern 1'448'534 24'974 369'974
Bibliothèque de l'Université de Genève 1'289'061 14'443 210'092
1 Gesamtes Medienangebot: Bücher, Zeitschriften, Manuskripte, Mikroformen, Tonaufnahmen, Bilddokumente, Karten und Pläne, Datenträger, Audiovisuelle Dokumente, andere physische Medien.

2 Ausleihen insgesamt (Lesesaal, Direktversand, interbibliothekarischer Leihverkehr - Versand und Bezug - und Verlängerungen).

Digitale Medien der Universitätsbibliotheken

Die digitale Entwicklung hat für die Diffusion, Nutzung und Weitergabe des kulturellen Erbes im weiteren Sinn neue Möglichkeiten eröffnet. Die Praxis der Bibliotheken als Institutionen mit dem Auftrag, das kulturelle und wissenschaftliche Erbe zu bewahren und weiterzugeben, hat sich im Zuge der Digitalisierung beim Erwerb und bei der Auswahl von Medien gewandelt. Besonders ausgeprägt verlief diese Entwicklung bei den Universitätsbibliotheken, die die digitale Bereitstellung von Medien anführen.

Dieser auf die Universitätsbibliotheken ausgerichtete Indikator erfasst die Erwerbskosten für elektronische Medien.

Innerhalb von etwas mehr als 10 Jahren hat sich der Anteil der Erwerbskosten für elektronische Medien an den gesamten Medienerwerbskosten fast verdreifacht. Zu den elektronischen Medien gehören elektronische Zeitungen und Zeitschriften sowie digitale Einzeldokumente und Datenbanken, die auf einem physischen Datenträger, auf einem lokalen Server oder online abrufbar sind. Während dieser Teil des Medienerwerbsbudgets 2004 noch 21% betrug, stieg er bis 2017 auf 57% der gesamten Medienerwerbskosten.

Die Entwicklung der Erwerbskosten für elektronische Medien unterstreicht die zentrale und wachsende Bedeutung dieser Kategorie von Dokumenten in der Medienerwerbspolitik der Universitätsbibliotheken.


Weiterführende Informationen

Tabellen

Grundlagen und Erhebungen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Politik, Kultur, Medien
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

Kontakt

https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/kultur-medien-informationsgesellschaft-sport/kultur/bibliotheken.html