Medienmitteilung

Beschäftigungsbarometer im 4. Quartal 2022 Schweizweit anhaltend positive Beschäftigungslage im 4. Quartal 2022

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Anhaltend hohes Beschäftigungswachstum im 1. Quartal 2024

24.02.2023 - Im 4. Quartal 2022 ist die Gesamtbeschäftigung (Anzahl Stellen) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,3% gestiegen (saisonbereinigt +0,7% zum Vorquartal). Auf Vollzeitäquivalente gerechnet war dies ein Anstieg um 2,4%. Die Unternehmen meldeten insgesamt 18 700 (+18,1%) offene Stellen mehr als noch ein Jahr zuvor und auch der Indikator der Beschäftigungsaussichten zeigt weiter nach oben (+1,2%). Dies geht aus den neuen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. 

Die Unternehmen in der Schweiz (ohne die Landwirtschaft) wiesen im 4. Quartal 2022 insgesamt 5,398 Millionen Beschäftigte aus. Dies entspricht einer Zunahme von 2,3% (+118 700 Stellen) innert Jahresfrist. Dabei stieg im sekundären Sektor (Industrie und Baugewerbe) die Beschäftigung um 2,3% (+25 000 Stellen) und im tertiären Sektor (Dienstleistungen) um 2,2% (+93 700 Stellen).

Auf Vollzeitstellen (Vollzeitäquivalente VZÄ) gerechnet erreichte das Beschäftigungsvolumen 4,193 Millionen Stellen (+2,4% gegenüber dem Vorjahresquartal). Das sind 97 700 Vollzeitäquivalente mehr als vor einem Jahr. Von diesem Anstieg konnte sowohl der Industriesektor (+23 300 VZÄ, +2,3%) wie auch der Dienstleistungssektor (+74 400 VZÄ, +2,4%) profitieren.

Saisonbereinigt und im Vergleich zum Vorquartal stieg der Personalbestand in den Unternehmen um 0,7% (+35 700 Stellen). Damit hat der Beschäftigungsstand innerhalb eines Quartals sowohl im Industrie- und Baugewerbe (+8200 Stellen) wie auch im Dienstleistungsgewerbe (+29 500 Stellen) um je 0,7% zugenommen.

Beschäftigungsanstieg im Gastgewerbe hält an

Im Jahresvergleich wiesen alle Wirtschaftsabschnitte Zunahmen der Beschäftigten aus. Das stärkste prozentuale Wachstum wurde, wie schon über das ganze Jahr 2022 beobachtet, im «Gastgewerbe» festgestellt (+18 800, +7,8%). Auf die Anzahl Stellen bezogen konnte das «Gesundheits- und Sozialwesen» (+22 300, +2,8%) den höchsten Personalanstieg vorweisen. Robuste Werte erreichte auch das «Baugewerbe» (+9300, +2,6%).

Positive Beschäftigungsentwicklung in den Grossregionen

Im 4. Quartal 2022 wurden aus allen Grossregionen der Schweiz Zunahmen der Beschäftigung gemeldet, zwischen 1,9% (Genferseeregion und Espace Mittelland) und 3,7% im Tessin. Die Grossregion Tessin konnte zudem im tertiären Sektor einen markanten Anstieg von 4,1% ausweisen. Im sekundären Sektor war es die Genferseeregion (+3,3%), die den höchsten prozentualen Anstieg an Beschäftigten verzeichnete, hingegen stagnierte die Grossregion Zentralschweiz auf Vorjahresniveau. 

Insgesamt hohe Zunahme der offenen Stellen 

Die Unternehmen meldeten im 4. Quartal 2022 insgesamt 121 800 offene Stellen (+18,1% zum Vorjahr bzw. –0,1% zum Vorquartal). Im Vorjahresvergleich sind dies 18 700 offene Stellen mehr. Nach den Sektoren betrachtet, stieg die Anzahl an offenen Stellen sowohl im sekundären als auch im tertiären um 20,4% respektive 17,4% an. Gemessen an allen Stellen (besetzte plus offene) entsprach die Quote im Total 2,2%, im sekundären Sektor 2,5% und im tertiären Sektor 2,1%. 

Beschäftigungsaussichten weiterhin optimistisch

Der Anteil der Unternehmen, die kurzfristig eine Erhöhung der Belegschaft planen, lag bei 15,7% (13,8% im Vorjahresquartal) der Gesamtbeschäftigung, und jene, die einen Abbau beabsichtigen, bei 3,3% (3,5% im Vorjahresquartal). Die übrigen der 18 000 befragten Unternehmen wollen den Personalbestand beibehalten (68,1% bzw.69,8% im Vorjahresquartal) oder haben sich dazu nicht geäussert (13% bzw.12,9% im Vorjahresquartal).

Der Indikator der Beschäftigungsaussichten, der aus diesen Angaben berechnet wird, ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen (1,07; +1,2%). Diese positive Einschätzung ist vorwiegend dem tertiären (1,07; +1,4%) und in einem weit geringeren Mass dem sekundären Sektor (1,09; +0,5%) zu verdanken.

Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifiziertem Personal 

Die Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von gelernten Arbeitskräften haben im Vergleich zum Vorjahresquartal zugenommen (40,7%; +4,7 Prozentpunkte). Davon betroffen waren vor allem die Unternehmen zur «Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und Uhren» (62,9%; +9,3 Prozentpunkte).

Zusätzliche Informationen finden Sie in der nachfolgenden PDF-Datei.


 

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