Finanzierung

Die Analyse der Finanzierung der Gesundheitsausgaben erfolgt nach Wirtschaftsakteuren, die Leistungen bezahlen (Finanzierungsregimes), oder nach Akteuren des Wirtschaftskreislaufs, die schlussendlich die Gesundheitsausgaben decken (Finanzierungsquellen).

Nach Finanzierungsregime

Finanzierung des Gesundheitswesens nach Regimes in Millionen Franken
Finanzierungsregime1 2014 2015 Entwicklung
(in %)
13 446 13 873 3,2
Bund  293  297 1,2
Kantone 11 682 12 108 3,6
Gemeinden 1 471 1 469 -0,2
Obligatorische Krankenversicherung 26 127 27 499 5,3
Andere Sozialversicherungen 4 738 4 941 4,3
Andere öffentliche Finanzierung 3 126 3 171 1,4
Privatversicherungen 4 915 5 098 3,7
Andere private Finanzierung 1 002 1 085 8,3
Selbstzahlungen der privaten Haushalte 2 21 327 22 087 3,6
Total 74 681 77 754 4,1
1 Neuberechnung ab 2010. Retropolation auf Basis bisheriger Wachstumsraten für die Jahre 1995-2009
2 Inkl. Kostenbeteiligung KVG und VVG
Quelle: COU (revidiertes Modell 2017 mit Datenstand 2015)

Je nach Leistungsart variiert der Anteil der einzelnen Finanzierungsregimes stark. Bei Zahnbehandlungen tragen die Privathaushalte den grössten Teil der Ausgaben. Die stationäre Gesundheitsversorgung der Krankenhäuser (inkl. Langzeitpflege) wird zu knapp 80% vom Staat und der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gedeckt. Die ambulante Versorgung in Praxen hingegen muss ohne Beiträge des Staates auskommen.

Nach Finanzierungsquelle

Finanzierung des Gesundheitswesens nach Quellen in Millionen Franken
Finanzierungsquelle 1 2014 2015 Entwicklung
(in %)
Staat 22 228 22 874 2,9
Unternehmen 4 535 4 757 4,9
Private Haushalte 47 918 50 123 4,6
Total 74 681 77 754 4,1
1 Neuberechnung ab 2008. Retropolation auf Basis bisheriger Wachstumsraten für die Jahre 1995-2007 Quelle: COU (revidiertes Modell 2017 mit Datenstand 2015)

Bei der Analyse nach Finanzierungsquelle wird der Anteil untersucht, den die drei Sektoren im Wirtschaftskreislauf einer Volkswirtschaft – also Staat, Unternehmen und Privathaushalte – tragen. Dabei werden die Prämien für die (obligatorische und privaten) Krankenversicherungen den einzelnen Haushalten zugerechnet, während Transferleistungen wie Prämienverbilligungen, Sozialhilfe sowie Ergänzungsleistungen und Hilflosenentschädigung der AHV und IV beim Staat (Bund, Kantone) verbucht werden.

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Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektionen Gesundheitsversorgung, Gesundheit der Bevölkerung
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz

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https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/gesundheit/kosten-finanzierung/finanzierung.html