Medienmitteilung

Kosten und Finanzierung des Gesundheitswesens 2016: Provisorische Daten Gesamtgesundheitsausgaben 2016 bei 80,7 Mrd. Franken

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Gesamtgesundheitsausgaben 2017 bei 82,5 Mrd. Franken

Neuchâtel, 19. April 2018 (BFS) - Die gesamten Ausgaben für das Gesundheitswesen in der Schweiz betrugen 2016 gemäss OECD Standards insgesamt 80,7 Milliarden Franken und damit 3,8% mehr als im Vorjahr. Das Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandprodukt stieg von 11,9% auf 12,2%. Dies sind die Ergebnisse der provisorischen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zu den Kosten und der Finanzierung des Gesundheitswesens 2016.

Mit dem Wachstum von 3,8% im Jahr 2016 liegen die Gesundheitsausgaben im durchschnittlichen Wachstum der letzten fünf Jahre. Der Anstieg des Verhältnisses der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandprodukt (BIP) von 11,9% auf 12,2% zu laufenden Preisen steht in Verbindung mit einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,8% im Jahr 2016.

Gesundheitsausgabenwachstum im Fünfjahrestrend

Von den Mehrausgaben (3,8%) in Höhe von 3,0 Mrd. Fr. Franken entfallen 81,1% (2,4 Mrd.) auf die Ausgabensteigerung bei Krankenhäusern (+1,3 Mrd.), Sozialmedizinische Einrichtungen (+0,4 Mrd.), Arztpraxen (+0,2 Mrd.) und Andere ambulante Leistungserbringer (+0,5 Mrd.), die gemeinsam 77,4% der Gesundheitskosten ausmachen.

Gemessen an der eigenen Fünfjahreswachstumsrate ergibt sich für die einzelnen Leistungserbringergruppen ein differenzierteres Bild. Ein unterdurchschnittliches Wachstum wiesen 2016 unter anderem die Arztpraxen (+1,5%), die Organisationen für Prävention und Unterstützung (+0,6%) sowie die Unterstützenden Leistungserbringer (z.B. Labore und Rettung, +7,9%) auf. Überdurchschnittlich wuchs die Gruppe der «Anderen ambulanten Leistungserbringer» (hauptsächlich Spitex und Physiotherapie, +10,4%).

803 Franken pro Monat für das Gesundheitswesen

2016 wurden in der Schweiz monatlich 803 Franken pro Einwohner für das Gesundheitswesen ausgegeben, 21 Franken mehr als im Vorjahr. 286 Franken pro Person (+9) konnten mit Leistungen der obligatorischen Krankenversicherung gedeckt werden, 50 Franken (+/-0) durch Sozialversicherungen wie der AHV, IV und den Unfallversicherungen, 30 Franken (+/-0) durch andere Träger der sozialen Sicherheit und bedarfsabhängige Sozialleistungen sowie 53 Franken (+2) mit Zusatzversicherungen. 139 Franken (-1) trug der Staat bei und 11 Franken (+/-0) wurde durch sonstige private Finanzierung beigesteuert. So mussten die Haushalte, zusätzlich zu den Versicherungsprämien und Steuern, einen Restbetrag von 235 Franken (+10) direkt bezahlen. Darunter fielen vor allem Leistungen für Pflegeheime, Zahnarztbehandlungen sowie ambulante und stationäre Kostenbeteiligungen an der Krankenversicherung.

Zusätzliche Informationen wie Tabellen und Grafiken finden Sie im nachfolgenden PDF.


 

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https://www.bfs.admin.ch/content/bfs/de/home/statistiken/gesundheit/kosten-finanzierung.assetdetail.5006748.html