Gesundheit der Migrationsbevölkerung

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund macht mehr als ein Drittel der Bevölkerung ab 15 Jahren aus. Zwei Drittel davon sind ausländische Staatsangehörige und ein Drittel hat die schweizerische Staatsangehörigkeit erlangt. Wichtig zu wissen ist, ob Personen mit Migrationshintergrund mit besonderen gesundheitlichen Problemen konfrontiert sind.

Gesundheit der Migrantinnen und Migranten

(Sehr) guter selbst wahrgenommener Gesundheitszustand nach Staatsangehörigkeit, in % (2012)

Männer

Frauen

   Nord- und Westeuropa1

90,4

89,1

   Südwesteuropa2

73,8

64,6

   Südost- und Osteuropa3

81,0

80,6

   Ausserhalb Europa

79,3

75,5

   Schweiz

85,3

82,2

1 Deutschland, Österreich, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Grossbritannien, Irland, Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Schweden, Monaco
2 Portugal, Spanien, Italien, Vatikanstaat, Malta, San Marino
3 Türkei, Serbien, Kroatien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Mazedonien, Kosovo, Albanien, Griechenland, Zypern, Bulgarien, Rumänien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ungarn, Slowakei, Tschechische Republik, Moldawien, Russland, Ukraine, Weissrussland
Quelle: SGB

Allgemeiner Gesundheitszustand

Mit Ausnahme der Personen aus Nord- und Westeuropa schätzen die Personen ausländischer Nationalität ihre eigene Gesundheit weniger oft als gut oder sehr gut ein als die Schweizerinnen und Schweizer. Die Unterschiede nehmen mit dem Alter zu, insbesondere bei den Personen aus Südwesteuropa.

Psychische Gesundheit

Personen ausländischer Nationalität leiden häufiger unter psychischer Belastung als schweizerische Staatsangehörige, was jedoch nicht zu einer höheren Inanspruchnahme von Behandlungen wegen psychischen Problemen führt. Bei den Frauen aus Südost- und Osteuropa ist diese sogar signifikant tiefer als bei den Schweizerinnen (3,4% gegenüber 6,6%).

Übergewicht und Adipositas

Das Risiko für Übergewicht und Adipositas ist bei Personen aus Südwesteuropa sowie aus Südost- und Osteuropa besonders hoch. Mit zunehmendem Alter vergrössert sich die Differenz zu den schweizerischen Staatsangehörigen. Demgegenüber waren Personen aus Nord- und Westeuropa weniger stark von Übergewicht und Adipositas betroffen.

Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen

Bezüglich der Anzahl Arztbesuche pro Patientin bzw. Patient gibt es keine signifikanten Unterschiede nach Herkunftsregion. Mit Ausnahme der Personen aus Nord- und Westeuropa gehen Personen ausländischer Herkunft im Vergleich zu Schweizerinnen und Schweizern eher zu Generalistinnen und Generalisten als zu Spezialistinnen und Spezialisten.

Weiterführende Informationen

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