Seit 2013 wurden pro Jahr über eine Million Menschen hospitalisiert, wovon etwas 24% im Lauf eines Jahres mehrmals in ein Spital eingewiesen wurden. Die Dauer der Spitalaufenthalte steigt mit zunehmendem Alter an und ist in psychiatrischen Kliniken fünfmal höher als in Spitälern für allgemeine Pflege. Zusätzlich werden jährlich 4,2 Millionen Personen im ambulanten Spitalbereich behandelt.
Spitäler : Patient/innen, Hospitalisierungen
2019
Männer
Frauen
Anzahl Patient/innen
479'045
570'678
Hospitalisierungen, Total
691'611
781'149
- Hospitalisierungen in psychiatrischen Kliniken
33'115
33'440
- Hospitalisierungen in Rehabilitationskliniken
28'949
32'986
Hospitalisierungen pro 1000 Einwohner/innen, Akutpflege
Einige Kantone wie Basel-Stadt haben eine starke Magnetwirkung auf ausserkantonale Patientinnen und Patienten, während andere ihre Patientinnen und Patienten eher in anderen Kantonen behandeln lassen. In den Weiterführenden Informationen (am Ende der Seite) wird eine Publikation aufgeführt, in der die Entwicklung der ausserkantonalen Hospitalisierungen zwischen 2006 und 2016 sowie deren Merkmale aufgezeigt werden.
Die höchste Hospitalisierungsrate weisen die 60- bis 84-Jährigen auf. Ein Drittel der Personen ab 65 Jahren, die 2019 hospitalisiert wurden, wurden im selben Jahr mindestens noch ein weiteres Mal in ein Spital eingewiesen.
Diagnosen
Verletzungen waren der häufigste Grund für eine Hospitalisierung. Zweithäufigste Ursache waren Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (Arthrose, Gelenkprobleme, Rückenprobleme), gefolgt von Erkrankungen des Kreislaufsystems. Wegen Problemen des Muskel-Skelett Systems wurden zahlenmässig mehr Frauen als Männer behandelt, bei den Kreislauferkrankungen ist das Geschlechterverhältnis umgekehrt.
Behandlungen
Etwas mehr als vier von zehn Hospitalisierungen waren mit einem chirurgischen Eingriff verbunden. Bei etwas mehr als einem Viertel der Fälle bestand die Hauptbehandlung aus diagnostischen und therapeutischen Massnahmen. Die häufigsten chirurgischen Eingriffe waren Eingriffe am Muskel-Skelett-System und am Verdauungstrakt. Erfasst werden die Hauptbehandlungen gemäss der Schweizerischen Operationsklassifikation (CHOP).
Diagnosebezogene Fallkosten
Die Tabellen zu den diagnosebezogenen Fallkosten beruhen auf Daten aus einer rund 100 Spitäler (sog. «Netzwerkspitäler») umfassenden Stichprobe. In den Tabellen werden die Kosten nach Diagnosegruppe ausgewiesen, aufgeschlüsselt nach Spitaltyp, Alter, Geschlecht und Aufenthaltsdauer. Die angegebenen Werte umfassen sämtliche auf den Fall verrechneten Kosten: Arzthonorare, Medikamente, medizinisches Material, medizinische Bildgebung, Bettenbelegung usw.