Technologische Zahlungsbilanz

Die technologische Zahlungsbilanz erlaubt es, die internationalen Technologietransfers - d.h. die Ein- und Ausfuhren von technologischen Kenntnissen und Dienstleistungen - zu messen. Dazu zählen Patente, Lizenzverträge, Markennamen, Know-how sowie technische Hilfeleistungen. Diese Transfers sind ein Indiz für die Fähigkeit der Schweiz, ihre Technologien im Ausland zu verkaufen und ausländische Technologien einzusetzen. Sie besagen auch, wie das Land im internationalen Wettbewerb um das technologische Wissen abschneidet.

Dieser Indikator konnte nicht aktualisiert werden, da die OECD dessen Produktion bis auf weiteres ausgesetzt hat, auf Grund noch hängiger Entscheidungen bezüglich des für die Datenerhebung anzuwendenden Regelwerks.

Dieser Indikator wird in folgenden Dimensionen gezeigt:

Tabellen

Der oberstehende Link führt zur Excel-Datei, welche alle Tabellen und Grafiken des Indikators enthält.

Methodologie

Seit 1999 erfasst die Schweiz jährlich Daten zur Technologische Zahlungsbilanz (TZB). Die Daten der TZB basieren auf der Zahlungsbilanz der Schweiz: Ertragsbilanz, Dienste, technologische Dienstleistungen. Beim Lizenz- und Patentgeschäft handelt es sich nicht um die Käufe und Verkäufe von Lizenzen und Patenten, sondern um Gebühren, welche für die Nutzung und Urheberrechte von Patenten und Lizenzen vergütet werden. Der Handel mit Lizenzen und Patenten wird in der Zahlungsbilanz im Kapitalverkehr berücksichtigt.
Die TZD-Datenreihen gehen für die Schweiz bis ins Jahr 1985 zurück.
Die grafische Darstellung internationaler Vergleiche musste aus Platzgründen beschränkt werden. Die Grafiken stellen deshalb nur Vergleiche mit Ländern dar, deren Ergebnisse und/oder wissenschaftliches und technologisches Niveau mit der Schweiz vergleichbar sind.
Gewisse Daten, die in den Basistabellen enthalten sind und von der Datenbank PIST der OECD stammen, weisen nationale Eigenheiten auf, die im Detail von den OECD-Normen abweichen.

Verwendung der Statistiken zur TZB
Die TZB-Indikatoren messen die internationale Verbreitung ungebundener (im Ausland erworbener) Technologien. Dabei addieren sie sämtliche immateriellen Transaktionen im Handel mit technischem Wissen und mit technologischen Dienstleistungen zwischen Partnern in verschiedenen Ländern.

- Die Zahlungen in Prozent der F+E-Bruttoinlandaufwendungen geben an, wie gross der Anteil der importierten Technologien gemessen an den gesamten Intramuros-F+E-Aufwendungen eines Landes ist.
- Die Einnahmen in Prozent der BIP liefern einen Hinweis auf der Anteil der exportierten Technologien in Bezug auf die allgemeinen Bemühungen des Landesproduktions.

Deckungsgrad der Technologieeinfuhren
Der Deckungsgrad der Technologieeinfuhren entspricht dem Koeffizienten, der sich ergibt, indem die Einnahmen (Ausfuhren) durch die Ausgaben (Einfuhren) dividiert werden. Diese Quote zeigt auf, inwieweit ein Land seinen Bedarf an Importtechnologien durch die von ihm exportierten Technologien zu decken vermag.

Definitionen

Quellen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Wirtschaftsstrukur und -analysen
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
Tel.
+41 58 463 62 99

Kontakt

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