F+E-Aufwendungen des Bundes

Dieser Indikator beschreibt die F+E-Aufwendungen des Bundes im Detail.
Er gibt Aufschluss über die Forschungsgelder, die zur Finanzierung der bundesintern durchgeführten F+E-Tätigkeiten (Intramuros-F+E-Aufwendungen) aufgewendet werden, sowie der F+E-Mittel, die in Form von F+E-Aufträgen oder F+E-Beiträgen an externe Forschungsstellen fliessen.
Der Indikator zeigt die Entwicklung der F+E-Aufwendungen des Bundes sowie deren Verteilung zwischen den verschiedenen Empfängerstellen und Anwendungsbereichen.

Die Tabellen und Grafiken zu "Staatliche F+E-Mittelzuweisung" (GBARD) sowie das Schema "Finanzierung der Forschung und Entwicklung vom Bund" werden Anfang 2019 aktualisiert.

Dieser Indikator wird in folgenden Dimensionen gezeigt:

Tabellen

Der oberstehende Link führt zur Excel-Datei, welche alle Tabellen und Grafiken des Indikators enthält.

Methodologie

Die Daten bezüglich der F+E-Tätigkeiten stammen aus der entsprechenden Erhebung des BFS, die alle zwei Jahre bei den Bundesämtern und -stellen durchgeführt wird. Seit dem Jahr 2000 wird das ARAMIS-Informationssystem über Forschungsprojekte und Entwicklungsvorhaben eingesetzt, um bei einem Grossteil der Bundesstellen die F+E-Daten zu erfassen.

2012 wurde das schweizerische Bruttoinlandprodukt (BIP) revidiert. Das Niveau des Bruttoinlandprodukts liegt dadurch leicht höher als vor dieser Revision. Zurzeit sind alle Indikatoren, die sich auf das BIP beziehen, bis zum Jahr 1992 rückwirkend angepasst worden.

Sektoren
Die Schweizer Definitionen der Sektoren sind vergleichbar mit den Empfehlungen des «Frascati Manual».
Sektor Privatwirtschaft (Frascati Manual, OECD, 2015, §3.51);
Sektor Staat (Bund) (Frascati Manual, OECD, 2015, §3.60);
Sektor Höhere Bildung (Hochschulen) (Frascati Manual, OECD, 2015, §3.67);
Sektor Private Organisationen ohne Erwerbszweck (PNP) (Frascati Manual, 2015, §3.75);
Sektor Ausland (Frascati Manual, OECD, 2015, §3.87).

Sektor Bund
Bei der Interpretation der Entwicklung der F+E-Aufwendungen des Bundes müssen wichtige strukturelle Änderungen den letzten Jahren beachtet werden:

1992
Der Sektor Bund umfasst alle allgemeinen Dienste der Bundesverwaltung, das heisst die Bundeskanzlei und die sieben Bundesdepartemente, die eidgenössischen Rüstungsunternehmen und die landwirtschaftlichen Forschungsanstalten.

Der Sektor Bund enthält auch drei Regiebetriebe des Bundes: die Schweizerische Bundesbahnen (SBB), die Post, Telegraf, Telefon (PTT) und die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV), sowie zwei unabhängige Anstalten: die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG).

Ab 1994
Die unabhängige Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) ist in der Aufstellung inbegriffen.
1994 umfasst der Sektor Bund alle allgemeinen Dienste der Bundesverwaltung (die Bundeskanzlei und die sieben Bundesdepartemente, die eidgenössischen Rüstungsunternehmen und die landwirtschaftlichen Forschungsanstalten), drei Regiebetriebe (SBB, PTT und EAV) und drei unabhängige Anstalten (SNB, SRG und SUVA).

Ab 1998
Ist der Sektor Telekommunikation der PTT privatisiert (SWISSCOM).
ist die Radio- und Fernsehgesellschaft wie eine private Gesellschaft organisiert und wird deshalb nicht mehr in der öffentlichen Statistik erfasst. Die Gesellschaften Swisscom, die Post und SRG, die aus diesen Restrukturierungen hervorgehen, sind im Sektor Privatwirtschaft inbegriffen und werden in eine andere Erhebung befragt.

1998 umfasst der Sektor Bund alle allgemeinen Dienste der Bundesverwaltung (die Bundeskanzlei und die sieben Bundesdepartemente, die eidgenössischen Rüstungsunternehmen und die landwirtschaftlichen Forschungsanstalten), zwei Regiebetriebe (SBB und EAV) und zwei unabhängige Anstalten (SNB und SUVA).

Ab 2000
sind die eidgenössischen Rüstungsunternehmen in den Bereich der Privatwirtschaft übergetreten (RUAG Schweiz AG);
verschwindet die unabhängige Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) aus der Aufstellung.

Im Jahr 2000 umfasst der Sektor Bund alle allgemeinen Dienste der Bundesverwaltung (die Bundeskanzlei und die sieben Bundesdepartemente, sowie die landwirtschaftlichen Forschungsanstalten) zwei Regiebetriebe (SBB und EAV), und eine unabhängige Anstalt (SNB).

Ab 2002
Das Statut der SBB ändert sich und die SBB ist nicht mehr in der öffentlichen Statistik erfasst.
Im Jahr 2002 umfasst der Sektor Bund alle allgemeinen Dienste der Bundesverwaltung (die Bundeskanzlei und die sieben Bundesdepartemente, sowie die landwirtschaftlichen Forschungsanstalten) einen Regiebetrieb (EAV), und eine unabhängige Anstalt (SNB).

Ab 2008
wird die Schweizerische Nationalbank (SNB) wie ein privates Unternehmen betrachtet und liefert keine Information mehr über seine F+E für die öffentliche Statistik. 2008 wurden die Zahlen 2006 extrapoliert, um einen Bruch in der Datenreihe zu vermeiden.

Im Jahr 2008 umfasst der Sektor Bund alle allgemeinen Dienste der Bundesverwaltung (die Bundeskanzlei und die sieben Bundesdepartemente, sowie die landwirtschaftlichen Forschungsanstalten) einen Regiebetrieb (EAV), und eine unabhängige Anstalt (SNB).

Ab 2010
ist die schweizerische Nationalbank (SNB) nicht mehr in der öffentlichen Statistik erfasst und seine Zahlen sind nicht mehr extrapoliert.
Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI), das bisher im Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) inbegriffen war, wird in eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes überführt. Auch das Schweizerische Nationalmuseum (SNM) entwickelt sich in eine unabhängige Anstalt und wird in der öffentlichen Statistik erfasst.

Im Jahr 2010 umfasst der Sektor Bund alle allgemeine Dienste der Bundesverwaltung (die Bundeskanzlei und die sieben Bundesdepartemente, sowie die landwirtschaftlichen Forschungsanstalten) einen Regiebetrieb (EAV), und zwei unabhängige Anstalten (ENSI und SNM).

Im Jahr 2012 (wie bereits 2010) umfasste der Sektor Bund alle allgemeinen Dienste der Bundesverwaltung (d.h. die Bundeskanzlei und die sieben Bundesdepartemente, sowie die landwirtschaftlichen Forschungsanstalten) einen Regiebetrieb (EAV), und zwei juristisch unabhängige Anstalten (ENSI und SNM).

Ab 2014 wurde das Bundesamt für Metrologie und Akkreditierung (METAS), das bis dahin dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) angehörte und bei den F+E-Aufwendungen dieses Departements berücksichtigt wurde, in eine unabhängige Anstalt umgewandelt und in Eidgenössisches Institut für Metrologie (METAS) umbenannt

Ab 2015 wurde die Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI), die bis dahin dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) angehörte und bei den F+E-Aufwendungen dieses Departements berücksichtigt wurde, in eine unabhängige Anstalt umgewaldelt.

Ab 2017
wurden die Ausgaben der Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) wieder im Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) integriert.
Im Jahr 2017 umfasste der Sektor Bund alle allgemeinen Dienste der Bundesverwaltung (d.h. die Bundeskanzlei und die sieben Bundesdepartemente, sowie die landwirtschaftlichen Forschungsanstalten) einen Regiebetrieb (EAV), und drei juristisch unabhängige Anstalten: das ENSI, das SNM, das METAS.

Sektor Hochschulen
Der Sektor der Hochschulen umfasst einerseits die universitären Hochschulen (UHS) inklusive die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) und deren Forschungsanstalten sowie andererseits die Fachhochschulen (FH) inkl. Pädagogische Hochschulen (PHS).

Departemente der Bundesverwaltung und Abkürzungen
EDA: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten
EDI: Eidgenössisches Departement des Innern
EJPD: Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement
VBS: Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
EFD: Eidgenössisches Finanzdepartement
WBF: Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
UVEK: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Bemerkung zu den Tabellen, Zeichenerklärung
1. Folgende Zeichen wurden benutzt:
Die zwei Punkten (..) ersetzen eine Zahl, wenn diese nicht verfügbar ist, (noch) nicht erhoben oder (noch) nicht berechnet.

Wenn die Tabellen gerundete Zahlen enthalten wird folgende Unterscheidung gemacht: 
Ein Trennungsstrich (-) anstelle eine Zahl bedeutet, dass die entsprechende Angabe nicht vorhanden ist (Wert absolut null).
Eine Null (0) weist auf ein Wert grösser als null hin, das aber wenn gerundet gleich 0 ist.
2. Im Allgemeinen ist ohne Rücksicht auf die Endsumme auf-bzw. abgerundet worden. Die Totalbeträge können deshalb geringfügig von der Summe der Einzelwerte abweichen.

Definitionen

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Bundesamt für Statistik Sektion Wirtschaftsstrukur und -analysen
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