F+E-Personal

F+E‑Personal in der Schweiz in VZÄ
Anteil der Forscher/innen am F+E‑Personal
85 853 (VZÄ) 58 % (VZÄ)

Dieser Indikator zeigt auf, wie die personellen Ressourcen in den verschiedenen Sektoren, welche F+E durchführen, eingesetzt werden. Er gibt Auskunft über die Ausbildung und Tätigkeit (Forscher/innen), das Geschlecht, die Nationalität sowie über die Zu- oder Abnahme der Anzahl in F+E tätiger Personen. Weiterhin ermöglicht dieser Indikator eine Positionierung der Schweiz gegenüber den OECD-Ländern.

Informationen nach Geschlecht befinden sich auch im Indikator "Frauen und Wissenschaft"

Dieser Indikator wird in folgenden Dimensionen gezeigt:

Tabellen

Der oberstehende Link führt zur Excel-Datei, welche alle Tabellen und Grafiken des Indikators enthält.

Methodologie

Methodologie
Die Daten zu den F+E-Aktivitäten (Personal und Finanzen) stammen von Erhebungen des BFS. In den Grafiken dieser Indikatorengruppe sind die Angaben in Personenjahren (PJ) ausgedrückt.

Die OECD-Mitgliedstaaten verwenden zwei verschiedene Klassifizierungen für das F+E-Personal, eine berufsbezogene (Forschende, Technisches F+E-Personal, Übriges F+E-Personal) und eine, die sich auf das Ausbildungsniveau.
Diese Ausgangslage birgt gewisse Schwierigkeiten im Hinblick auf internationale Vergleiche.
Die Schweizer-Erhebungen enthalten beide Aspekte des F+E-Personals: die Funktion und die Ausbildung.
Die Vereinigten Staaten sind im Vergleich des gesamten F+E-Personals nicht enthalten, da sie der OECD diesbezüglich keine Angaben zur Verfügung stellen. Es liegen nur die Daten zu den Forschenden vor.
Gewisse Daten, die in den grossen Tabellen enthalten sind und von der Datenbank PIST der OECD stammen, weisen nationale Eigenheiten auf, die im Detail von den OECD-Normen abweichen können.

Sektor
Die Schweizer Definitionen der Sektoren sind vergleichbar mit den Empfehlungen des «Frascati Manual»:
Sektor der Privatwirtschaft (Frascati Manual, OECD, 2015, §3.51);
Staatssektor (Bund) (Frascati Manual, OECD, 2015, §3.60);
Sektor Höhere Bildung (Hochschulen) (Frascati Manual, OECD, 2015, §3.67);
Sektor Private Organisationen ohne Erwerbszweck (POoE) (Frascati Manual, OECD, 2015, §3.75);
Sektor „Rest der Welt“ (Frascati Manual, OECD, 2015, §3.87).

Definition des F+E-Personals: Funktionen
Das F+E–Personal umfasst alle direkt in der F+E beschäftigten Personen sowie die Personen, die direkte Dienstleistungen für F+E erbringen, wie zum Beispiel in Management und Verwaltung tätiges Personal sowie Bürokräfte. Dieses Personal wird in drei Kategorien unterteilt (Funktionen):

  • Forschende sind Fachpersonen, die in der Planung oder Herstellung von Erkenntnissen, Produkten, Verfahren, Methoden und neuen Systemen sowie in der Leitung entsprechender Projekte tätig sind.
  • Das technische Personal beteiligt sich durch wissenschaftliche und technische Arbeiten an der F+E.
  • Das übrige Personal umfasst qualifizierte und nicht qualifizierte Mitarbeitende sowie Sekretariats- und Büropersonal, das an der Durchführung der F+E-Projekte beteiligt ist.

Bildungsstufe
Definiert die höchste abgeschlossene Ausbildung gemäss der Internationalen Standardklassifikation im Bildungswesen (ISCED) 2011:
Bei den Statistiken zum Thema F+E wird hauptsächlich zwischen Tertiärausbildungen und anderen Ausbildungen unterschieden:
• Tertiärstufe, Doktorat oder gleichwertige Ausbildung: (ISCED 8)
• Tertiärstufe, Master oder gleichwertige Ausbildung (ISCED 7)
• Tertiärstufe, Bachelor oder gleichwertige Ausbildung (ISCED 6)
• Sonstige Tertiärstufen: kurze tertiäre Bildungsprogramme (ISCED 5)
• Andere Stufen: Primar- und Sekundarstufe (ISCED 1–4)

F+E-Stellen in Vollzeitäquivalenten (VZÄ)
Eine F+E-Stelle in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) entspricht einer Stelle, bei der eine Person ein Jahr lang mit einem Pensum von 100% arbeitet und vollzeitlich mit der Ausführung von F+E-Arbeiten beschäftigt ist. Teilzeitarbeit wird in VZÄ umgewandelt. Somit entspricht eine Person mit einem Pensum von 50% während eines Jahres 0,5 VZÄ.

Sektor Bund
Abdeckung
Im Jahr 2019 umfasst der Sektor Bund alle allgemeinen Dienste der Bundesverwaltung (die Bundeskanzlei und die sieben Bundesdepartemente, sowie die landwirtschaftlichen Forschungsanstalten) und drei juristische unabhängige Anstalten: das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI), das schweizerische Nationalmuseum (SNM) und das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS).

Nicht mehr im Sektor Bund erfasst werden hingegen die Schweizerische Nationalbank (SNB), die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), der Telekommunikationsbereich der PTT, sowie die Rüstungsbetriebe der Eidgenossenschaft (zusammengefasst im ebenfalls selbständigen Unternehmen RUAG Suisse AG).
Detaillierte Angaben zum Deckungsbereich können in der Methodologie des Indikators "F+E-Ausgaben der Bund" nachgelesen werden.

Sektor Hochschulen
Abdeckung
Der Hochschulsektor umfasst vier Hochschultypen: universitäre Hochschulen (UH; kantonale Universitäten und Eidgenössische Technische Hochschulen [ETH]), Fachhochschulen (FH), pädagogische Hochschulen (PH) sowie Forschungsanstalten des ETH-Bereichs (FA-ETH).

Institutionen des Hochschulsektors
1. Universitäre Hochschulen (UH)

Die zehn kantonalen Universitäten
1. BS Universität Basel
2. BE Universität Bern
3. FR Universität Freiburg
4. GE Universität Genf
5. LS Universität Lausanne
6. LU Universität Luzern
7. NE Universität Neuchâtel
8. SG Universität St. Gallen
9. UZH Universität Zürich
10. USI Universität der italienischen Schweiz (seit 1996/1997)

Die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH)
1. EPFL Ecole polytechnique fédérale de Lausanne
2. ETHZ Eidgenössische Technische Hochschule Zürich

Andere universitäre Institutionen (Andere UI)
1. FS-CH Universitäre Fernstudien Schweiz, Brig (Studierende: Seit 2006/07, Personal und Aufwand: Seit 2009, Kosten: Seit 2010)
2. IUKB Universitäres Institut Kurt Bösch, Sitten (Studierende: Seit 2008/09, Personal und Aufwand: 2009 bis 2012, Kosten: 2010 bis 2012)
3. IUHEID Institut universitaire des hautes études internationales et du développement

2. Fachhochschulen (FH)
1. BFH Berner Fachhochschule
2. HES-SO Fachhochschule Westschweiz
3. FHNW Fachhochschule Nordwestschweiz
4. OST Fachhochschule Ostschweiz
5. FHZ Fachhochschule Zentralschweiz
6. SUPSI Fachhochschule der italienischen Schweiz
7. ZFH Zürcher Fachhochschule
8. KAL FH Kalaidos Fachhochschule
9. LRG HES Les Roches-Gruyère (Personal- und Finanzdaten sind nicht verfügbar)
10. FHGR Fachhochschule Graubünden

3. Pädagogische Hochschulen (PH)
1. EHB Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung
2. HfH Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich
3. PH-BEJUNE Pädagogische Hochschule Bern, Jura, Neuenburg
4. PH Waadt Pädagogische Hochschule des Kantons Waadt
5. PH-VS Pädagogische Hochschule Wallis
6. PH-FR Pädagogische Hochschule Freiburg
7. PH Bern Pädagogische Hochschule Bern
8. PHZ Pädagogische Hochschule Zentralschweiz (PHZ Luzern + PHZ Schwyz + PHZ Zug)
9. PHTG Pädagogische Hochschule Thurgau
10. PHSH Pädagogische Hochschule Schaffhausen
11. PHGR Pädagogische Hochschule Graubünden
12. PHSG Pädagogische Hochschule des Kantons St. Gallen
13. PH FHNW Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz
14. PH Zürich Pädagogische Hochschule Zürich
15. SUPSI-DFA Dipartimento formazione e apprendimento – Fachhochschule der italienischen Schweiz
16. PHS Pädagogische Hochschule St. Gallen (Studierende: 1983 bis 2006)

4. Forschungsanstalten des ETH-Bereichs (FA-ETH)
1. PSI Paul Scherrer Institut
2. WSL Eidgenössischer Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft
3. Empa Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt
4. Eawag Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs

• Datenerhebung (Hochschulsektor)
1. Statistiken zum F+E-Personal der Hochschulen
Die Statistiken zum Hochschulpersonal beruhen auf der Verteilung der bezahlten Arbeitszeit des akademischen Personals auf die verschiedenen Aufgaben (Lehrtätigkeit, Forschung, Dienstleistungen, Administration). Der Anteil der einzelnen Aufgaben wird in Vollzeitäquivalenten ausgedrückt auch wenn die Person ein geringeres Arbeitspensum hat. Der Gesamtwert gibt den Beschäftigungsgrad der Person an, wobei ein Gesamtwert von 100% einer Vollzeitstelle entspricht.
Das F+E-Personal der Hochschulen setzt sich aus den Personen zusammen, die angeben, ein bestimmtes Arbeitspensum im F+E-Bereich zu leisten.

2. Statistiken zum F+E-Personal der Forschungsanstalten des ETH-Bereichs
Die Daten zum F+E-Personal der Forschungsanstalten des ETH-Bereichs werden via Fragebogen erhoben, der im Informationssystem über Forschung und Entwicklung ARAMIS enthalten ist.

• Periodizität (Hochschulsektor)
1. Die Daten zur Erwerbsquote des Personals an den UH, FH und PH (einschliesslich F+E-Personal) werden jährlich zur Verfügung gestellt.
2. Die Daten zum F+E-Personal der Forschungsanstalten des ETH-Bereichs werden alle zwei Jahre erhoben.

• Referenzzeitraum (Hochschulsektor)
1. Erhebung zum F+E-Personal des Hochschulsektors
Seit 2013: UH, FH und PH
Die in Personen gemessenen Statistiken beziehen sich auf den 31.12.
Die in VZÄ gemessenen Statistiken beziehen sich auf das Kalenderjahr.

UH vor 2013
Die in Personen und in VZÄ gemessenen Statistiken beziehen sich auf den 31.12.
(Zeitreihenbruch ab 2013).
FH/PH vor 2013
Die in Personen und in VZÄ gemessenen Statistiken beziehen sich auf das Kalenderjahr.
(Zeitreihenbruch ab 2013).

2. Erhebung zum F+E-Personal der Forschungsanstalten des ETH-Bereichs
Die in Personen und in VZÄ gemessenen Statistiken beziehen sich auf das Kalenderjahr.

Bemerkung zu den Tabellen, Zeichenerklärung
1. Folgende Zeichen wurden benutzt:
Die zwei Punkte (...) ersetzen eine Zahl, wenn diese nicht vorliegt, d.h. wenn sie (noch) nicht erhoben oder (noch) nicht berechnet wurde.
Wenn die Tabellen gerundete Zahlen enthalten, wird folgende Unterscheidung gemacht:
Ein Strich (-) anstelle einer Zahl bedeutet, dass die entsprechende Angabe nicht vorliegt (absolut null).
Eine Null (0) steht für einen Wert, der grösser als null ist, wenn gerundet aber gleich null ist.
2. Im Allgemeinen wurde ohne Rücksicht auf die Endsumme auf- bzw. abgerundet. Die Gesamtbeträge können deshalb geringfügig von der Summe der Einzelwerte abweichen.

Definitionen

Medienmitteilungen

Publikationen

Quellen

Kontakt

Bundesamt für Statistik Sektion Wirtschaftsstrukur und -analysen
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel
Schweiz
Tel.
+41 58 463 60 11

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