Berufliche Grundbildung - Lehrverhältnisse

2019 wurden in der Statistik der Beruflichen Grundbildung rund 213 600 Lehrverhältnisse registriert. Den höchsten Anteil erreichten mit fast 95% die Beruflichen Grundbildungen mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ). Die Beruflichen Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) kamen auf einen Anteil von über 5%.

Lehrverhältnisse in der beruflichen Grundbildung nach Ausbildungstyp: Entwicklung seit 2000
Ausbildungstyp 2000 2005 2010 2015 2019
Total 203 491 199 788 225 177 221 428 213 575
  Männer 117 203 119 613 130 738 128 918 126 659
  Frauen 86 288 80 175 94 439 92 510 86 916
172 311 178 333 200 162 208 152 198 985
  Männer 107 269 109 978 117 278 121 474 117 491
  Frauen 65 042 68 355 82 884 86 678 81 494
9 881 10 068 12 622 . .
  Männer 4 361 4 904 6 692 . .
  Frauen 5 520 5 164 5 930 . .
. 1 604 8 457 12 946 14 590
  Männer .  619 4 651 7 213 9 168
  Frauen .  985 3 806 5 733 5 422
4 130 4 686 2 020  234 .
  Männer 2 843 3 293 1 557  217 .
  Frauen 1 287 1 393  463  17 .
17 169 5 097 1 916  96 .
  Männer 2 730  819  560  14 .
  Frauen 14 439 4 278 1 356  82 .
Quelle: BFS – Statistik der beruflichen Grundbildung (SBG-SFPI)
Stand: April 2020

Die berufliche Grundbildung erfolgt mehrheitlich nach dem dualen System, bei dem die Ausbildung in einem Lehrbetrieb durch eine theoretische Ausbildung und Allgemeinbildung an der Berufsfachschule ergänzt wird. Sie kann in wenigen Fällen auch als vollschulische Ausbildung absolviert werden. Die berufliche Grundbildung wird nach drei oder vier Jahren mit einem (EFZ) oder nach zwei Jahren mit einem (EBA) abgeschlossen.

Noch im Jahr 2000 lag der Anteil der EFZ erst bei rund 85%, die EBA-Stufe existierte damals noch nicht. Die anderen Kategorien sind in der Periode 2000-2019 stark zurückgegangen. Diese Entwicklung ist auf die Erweiterung des Berufsbildungsgesetz (BBG) auf die Bereiche Landwirtschaft und Gesundheit zurückzuführen. Zudem wurden die Handelsmittelschulausbildungen nach der Revision 2010 vollständig in die berufliche Grundbildung integriert und schliessen seit 2014 ebenfalls mit einem EFZ ab. Der Rückgang der Anlehren ist damit zu erklären, dass diese fortlaufend durch die berufliche Grundbildungen mit EBA ersetzt wurden. Der Frauenanteil beträgt 2019 bei der beruflichen Grundbildung 41%, er hat sich insgesamt seit 2000 kaum verändert.

Die Ausbildungsfelder, in denen die meisten Lernenden in ihre berufliche Grundbildung eintreten, sind Wirtschaft und Verwaltung (kaufmännische Berufe), Gross- und Einzelhandel (Verkaufsberufe), und das Baugewerbe. Der 2001 neu eingeführte Ausbildungstyp „Berufliche Grundbildung mit Eidg. Berufsattest“ (EBA) erreichte 2019 einen Anteil von rund 10% aller Eintritte in die Berufliche Grundbildung. Die EBA-Ausbildungen sind nicht in allen Branchen gleich stark vertreten. Der höchste Anteil ist im Ausbildungsfeld Hauswirtschaftliche Dienste (fast 20% des Gesamtbestands), zu finden.

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