Berufliche Grundbildung - Lehrverhältnisse

Die berufliche Grundbildung erfolgt mehrheitlich nach dem dualen System, bei dem die Ausbildung in einem Lehrbetrieb durch eine theoretische Ausbildung und Allgemeinbildung an der Berufsfachschule ergänzt wird. Sie kann in wenigen Fällen auch als vollschulische Ausbildung absolviert werden. Die berufliche Grundbildung wird nach drei oder vier Jahren mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder nach zwei Jahren mit einem eidgenössischen Berufsattest (EBA) abgeschlossen.

Lehrverhältnisse in der beruflichen Grundbildung nach Ausbildungstyp: Entwicklung seit 2000
Ausbildungstyp 2000 2005 2010 2015 2018
Total 203 491 200 166 225 530 221 429 215 531
  Männer 117 203 119 970 131 086 128 918 127 223
  Frauen 86 288 80 196 94 444 92 511 88 308
172 311 178 333 200 162 208 153 201 567
  Männer 107 269 109 978 117 278 121 474 118 720
  Frauen 65 042 68 355 82 884 86 679 82 847
9 881 10 068 12 611 - -
  Männer 4 361 4 904 6 692 - -
  Frauen 5 520 5 164 5 919 - -
- 1 604 8 457 12 946 13 934
  Männer -  619 4 651 7 213 8 493
  Frauen -  985 3 806 5 733 5 441
4 130 4 686 2 020  234 -
  Männer 2 843 3 293 1 557  217 -
  Frauen 1 287 1 393  463  17 -
17 169 5 475 2 280  96  30
  Männer 2 730 1 176  908  14  10
  Frauen 14 439 4 299 1 372  82  20
Quelle: BFS – Statistik der beruflichen Grundbildung (SBG-SFPI)
Stand: April 2019

2018 wurden in der Statistik der Beruflichen Grundbildung (früher „Lehrvertragsstatistik“) rund 215 500 Lehrverhältnisse registriert. Den höchsten Anteil erreichten mit fast 95% die Beruflichen Grundbildungen mit EFZ (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis). Die Beruflichen Grundbildungen mit EBA (Eidgenössisches Berufsattest) kamen auf einen Anteil von über 5%. Noch im Jahr 2000 lag der Anteil der EFZ erst bei rund 85%, die EBA-Stufe existierte damals noch nicht. Die anderen Kategorien sind in der Periode 2000-2018 stark zurückgegangen. Diese Entwicklung ist auf die Erweiterung des Berufsbildungsgesetz (BBG) auf die Bereiche Landwirtschaft und Gesundheit zurückzuführen. Zudem wurden die Handelsmittelschulausbildungen nach der Revision 2010 vollständig in die berufliche Grundbildung integriert und schliessen seit 2014 ebenfalls mit einem EFZ ab. Der Rückgang der Anlehren ist damit zu erklären, dass diese fortlaufend durch die berufliche Grundbildungen mit EBA ersetzt wurden. Der Frauenanteil beträgt 2018 bei der beruflichen Grundbildung 41%, er hat sich insgesamt seit 2000 kaum verändert.

Die Ausbildungsfelder, in denen die meisten Lernenden in ihre berufliche Grundbildung eintreten, sind Wirtschaft und Verwaltung (kaufmännische Berufe), Gross- und Einzelhandel (Verkaufsberufe), und das Baugewerbe. Der 2001 neu eingeführte Ausbildungstyp „Berufliche Grundbildung mit Eidg. Berufsattest“ (EBA) erreichte 2018 einen Anteil von rund 10% aller Eintritte in die Berufliche Grundbildung. Die EBA-Ausbildungen sind nicht in allen Branchen gleich stark vertreten. Der höchste Anteil ist im Ausbildungsfeld Hauswirtschaftliche Dienste (19% des Gesamtbestands), zu finden.

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