Berufliche Grundbildung - Lehrverhältnisse

2021 wurden in der Statistik der Beruflichen Grundbildung rund 211 583 Lehrverhältnisse registriert. Den höchsten Anteil erreichten mit fast 95% die Beruflichen Grundbildungen mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ). Die Beruflichen Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) kamen auf einen Anteil von über 5%.

Lehrverhältnisse in der beruflichen Grundbildung nach Ausbildungstyp: Entwicklung seit 2000
Ausbildungstyp 2000 2010 2015 2020 2021
Total 203 491 225 541 221 453 212 146 211 583
  Männer 117 203 131 086 128 929 125 790 125 295
  Frauen 86 288 94 455 92 524 86 356 86 288
172 311 200 162 208 176 197 520 197 176
  Männer 107 269 117 278 121 485 116 483 116 194
  Frauen 65 042 82 884 86 691 81 037 80 982
9 881 12 622 . . .
  Männer 4 361 6 692 . . .
  Frauen 5 520 5 930 . . .
. 8 457 12 947 14 625 14 407
  Männer . 4 651 7 213 9 306 9 101
  Frauen . 3 806 5 734 5 319 5 306
4 130 2 020  234 . .
  Männer 2 843 1 557  217 . .
  Frauen 1 287  463  17 . .
17 169 2 280  96  1  0
  Männer 2 730  908  14  1  0
  Frauen 14 439 1 372  82 . .
1 EFZ: Eidg. Fähigkeitszeugnis
2 EBA: Eidg. Berufsattest
3 BBG: Bundesgesetz über die Berufsbildung
Quelle: BFS – Statistik der beruflichen Grundbildung (SBG-SFPI)
Stand: April 2022

Die berufliche Grundbildung erfolgt mehrheitlich nach dem dualen System, bei dem die Ausbildung in einem Lehrbetrieb durch eine theoretische Ausbildung und Allgemeinbildung an der Berufsfachschule ergänzt wird. Sie kann in wenigen Fällen auch als vollschulische Ausbildung absolviert werden. Die berufliche Grundbildung wird nach drei oder vier Jahren mit einem (EFZ) oder nach zwei Jahren mit einem (EBA) abgeschlossen.

Noch im Jahr 2000 lag der Anteil der EFZ erst bei rund 85%, die EBA-Stufe existierte damals noch nicht. Die anderen Kategorien sind in der Periode 2000-2021 stark zurückgegangen. Diese Entwicklung ist auf die Erweiterung des Bundesgesetzes über die Berufsbildung (BBG) auf die Bereiche Landwirtschaft und Gesundheit zurückzuführen. Zudem wurden die Handelsmittelschulausbildungen nach der Revision 2010 vollständig in die berufliche Grundbildung integriert und schliessen seit 2014 ebenfalls mit einem EFZ ab. Der Rückgang der Anlehren ist damit zu erklären, dass diese fortlaufend durch die beruflichen Grundbildungen mit EBA ersetzt wurden. Der Frauenanteil beträgt 2021 bei der beruflichen Grundbildung 41%, er hat sich insgesamt seit 2000 kaum verändert.

Die Ausbildungsfelder, in denen die meisten Lernenden in ihre berufliche Grundbildung eintreten, sind Wirtschaft und Verwaltung (kaufmännische Berufe), Gross- und Einzelhandel (Verkaufsberufe) sowie das Baugewerbe. Der 2001 neu eingeführte Ausbildungstyp „Berufliche Grundbildung mit Eidg. Berufsattest“ (EBA) erreichte 2021einen Anteil von rund 10% aller Eintritte in die Berufliche Grundbildung. Die EBA-Ausbildungen sind nicht in allen Branchen gleich stark vertreten. Der höchste Anteil ist im Ausbildungsfeld Hauswirtschaftliche Dienste (fast 20% des Gesamtbestands), zu finden.

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